Ibn Taymiyyah: Shiiten verfälschten den Quran

بسم الله الرحمان الرحيم

صلى الله عليه وآله وصحبه وسلم

Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.

Frieden und Segen auf seinem Propheten, der Familie und den Gefährten



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Vierte Lüge

-:Punkt 1:-

Der Autor der „al-haq“-Website schreibt unter der „Vierten Lüge“ im Beitrag „Ibn Taymiyya – Kapitel 3: Seine Lügen über die Schiiten“:

Eine weitere dreiste Lüge in Minhaj al-Sunnah, Band 1 Seite 10:

واليهود حرفوا التوراة وكذلك الرافضة حرفوا القرآن

„Die Juden verfälschten die Tora und genau so verfälschten die Schiiten den Qur’ān.”

Ebenso behauptet der akhbari von dem akhbariyyah-Blog, dass Ibn Taymiyyah sich mit der zitierten Aussage erlauben würde, den Quran mit der Verfälschung zu beschreiben.

Die Antwort darauf lautet folgendermaßen:

1. Gesichtspunkt

Diese Aussage hat Ibn Taymīyah nicht selbst getätigt, sondern er zitiert sie über eine Überlieferungskette die bis as-Shā’bīyy (raḥimahullāh) zurückzuführen ist. Er entnahm es möglicherweise aus dem Werk von Abū’l-Qāsim al-Lali’kāīyy (raḥimahullāh) [1], dass Aburraḥmān ibn Mālik ibn Mağwal [2] von seinem Vater berichtete, dass as-Shā’bīyy diese Aussage über die Rāfiḍah tätigte. Wenn wir eine Seite weiter blättern, lesen wir wie der Ibn Taymiyyah (raḥimahullāh) diese Überlieferung einstufte:

لكن عبد الرحمن بن مالك بن مغول ضعيف

„Jedoch ist Aburraḥmān ibn Mālik ibn Mağwal Schwach.“

[Minhāj aṣ-Ṣunnāh (1/14)]

2. Gesichtspunkt

In seinem Majmu‘ Fataawa schreibt er:

قال تعالى : { إنا نحن نزلنا الذكر وإنا له لحافظون }  فلا يقع في كتابهم من التحريف والتبديل كما وقع من أصحاب التوراة والإنجيل

Der Erhabene sagt: {Wahrlich, Wir Selbst haben diese Ermahnung hinabgesandt, und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein.} – 15:9 – So wird  in ihrem Buch (dem Quran) keine Verfälschung und Änderungen auftauchen, so wie es mit den Leuten der Torah und der Bibel geschah.

[Majmu‘ Fataawa (1/3)]

3. Gesichtspunkt

In Minhaj As-Sunnah sagt er:

فلم يكن لفظ الرافضة معروفا إذ ذاك وبهذا وغيره يعرف كذب لفظ الأحاديث المرفوعة التي فيها لفظ الرافضة

„Die Bedeutung des Wortes Rāfiḍah war nicht bekannt (während der Zeit des Propheten) und Aussagen die die dieses Wort beinhalten und ähnliches, so ist die Verlogenheit dieser Aussagen bekannt.“

[Minhāj Aš-Sunnah (1/15)]

Zusammenfassung

Obwohl Ibn Taymīyyah die Überlieferungskette zu der Original-Quelle angibt, muten sich die Rāfiḍah an, ihm diese Aussage anzuhängen. Allerdings stellt Ibn Taymiyyah in seinem Majmu‘ Fataawa klar, dass der Quran grundsätzlich nicht verfälscht oder verändert werden kann, so wie dies bei den Juden und Christen stattfand. Daher sollte man annehmen, das diese Aussage tatsächlich von Ibn Taymiyyah sei, so muss diese Aussage folgendermaßen verstanden werden. Die Rafidha haben den tatsächlichen Quran nicht verfälscht, da er (Ibn Taymiyyah) selbst diese Option ausschließt. Daher bezieht sich das Fälschen auf die unzähligen Überlieferungen und Rezitationsarten der Rafidha, worin sie die Quranverse durch ihre Überlieferungen entstellen und verfälschen.

Als Beispiel sei eine Rezitationsart erwähnt, sowie eine Überlieferung.

هَـٰذَا صِرَاطُ عَلِيٍّ مُسْتَقِيمٌ
„Hadha siratu aliyyin mustaqim“ – Das ist der gerade Weg von Ali

während die Stelle nach der Rezitationsart von Hafs lautet:

هَـٰذَا صِرَاطٌ عَلَيَّ مُسْتَقِيمٌ
„Hadha siratu alayya mustaqim“ – Dies ist ein gerader Weg, den Ich (dir) gewähre. [15:41]

Überlieferung )

Al-Mufid erwähnt in Al-Mesael al-Sarawya die Überlieferung, dass Ja’far As-Sadiq (a.) sagte: »Bei Gott, würde man den Qur’an so lesen, wie man ihn herabsandte, dann wärt ihr darin auf uns mit unseren Namen gestoßen, wie man jenen, der vor uns war, benannte.«

Ebenso wird massenhaft seitens der Rafidha überliefert, dass Verse unvollständig seien oder die Namen der Imame entfernt worden seien. Daher verfälschten die Rafidha den Quran teilweise durch ihre Rezitationsart und ebenso durch die Erfindung und Fabrikation von Überlieferungen, die den Versen weitere Teile zu dichten.Allerdings den Quran an sich kann keiner verfälschen oder ändern.

Nun mag einer den Einwand erheben und sagen, dass das Werk Minhāj aṣ-Ṣunnāh von Ibn Taymīyyah doch eine Antwort auf das Werk des Rāfiḍī Al-Hillī sei. Warum also erwähnt Ibn Taymīyyah überhaupt diese Vergleiche, die nicht alle auf die 12er-Shiiten zutreffen? Die Antwort finde man Hier: [Link].

-:Punkt 2:-

Ein weiterer Punkt ist die Verlogenheit der „al-haq“-Autoren. Um den Lesern den Eindruck zu vermitteln, dass die 12er-shiitischen Gelehrten nicht an die Verfälschung des Qurans zu glauben, zitiert er einen klassischen und ebenso einen zeitgenössischen Gelehrten. Er schreibt:

al-haq

Wir lesen in Al-Mesael al-Sarawya von Scheikh Mufid, Seite 78:
ولا شك أن الذي بين الدفتين من القرآن جميعه كلام الله و تنزيله، و ليس فيه شي‏ء من كلام البشر
„Es besteht kein Zweifel dass das was zwischen den 2 Covern des Qurans drin steht, all die Wörter und Offenbarungen von Allah ist, es enthält kein einziges Wort eines Menschen.“

Mit dieser aus dem Kontext gerissenen Textpassage soll der Glaube an die Verfälschung negiert werden. Was die Autoren aber verschweigen ist, dass diese Aussage unvollständig, ja selbst der Satz wurde nicht einmal vollständig zitiert. Wir zitieren die Textstelle bzw. den vollständigen Satz. Hierzu bedienen wir uns der Übersetzung aus der akhbari Website, sodass uns keiner wegen falscher oder verdrehter Übersetzung anprangert.

Al-Mufid schreibt:

Es besteht kein Zweifel daran, dass jenes, was sich vom Qur’an zwischen den beiden Buchdeckeln befindet, insgesamt das Wort Gottes und Seine Herabsendung ist und sich darin nichts an Menschenwort befindet und es der meiste Teil von dem ist, was herabgesandt wurde und sich der restliche Teil beim Gesetzeshüter und Urteilsbewahrer (Mahdi) befindet, von dem nichts verloren ging, auch wenn es die Person, die jenes sammelte, was sich heute zwischen den beiden Buchdeckeln befindet, nicht in der Summe von dem vollbrachte, was zu sammeln war und das aus Gründen, die sie dazu veranlassten und zu den Gründen gehört, dass sie wenig Ahnung von einigem davon hatte und dazu gehört, dass sie darüber Zweifel hegte und nicht überzeugt davon war und dazu gehört, was sie absichtlich davon entfernte,[…]

Es wird ersichtlich, dass Al-Mufid an die Verfälschung des Qurans ohne Zweifel glaubte. Ebenso glaubten eine Vielzahl klassischer Großgelehrten der 12er-Shiiten an die Verfälschung, wie Al-Kulayni Autor der Hadithsammlung Al-Kafi sowie sein Lehrer Ali bin Ibrahim Al-Qummi. Ebenso glaubten Al-Majlisi und sein Schüler Nimatullah Al-Jazairi an die Verfälschung des Qurans. Einige weitere Großgelehrte die ebenfalls den Glauben hatten ware, Al-Tabarsi Autor des Ihtijaj, Al-Fayd Al-Kashani, Al-Hurr Al-Amili, Mirza Nuri Tabarsi und viele Weitere.

Es ist daher umso beschämender, dass Anhänger einer Religion, dessen Großgelehrte Allah zum Lügner erklärten, nun Aussagen der Gelehrten der Muslime missinterpretieren, sodass ihnen der Vorwurf der Lüge gemacht werden kann. Tatsächlich aber ist der Vorwurf als ungültig und als bodenlose Frechheit zurückzuweisen, da dieser in der Tat der Wahrheit entspricht.

وَاللَّهُ أَعْلَمُ

الحمد لله ربّ العالمين

Alles Lob gebührt Allah dem Erhabenen und Frieden und Segen seien auf seinem Propheten und seiner Familie, den Gefährten und allen die ihnen bis zum Jüngsten Tag folgen

۝ ﴿۝﴾ ۝

Abū Aḥmād Muḥammad Ibn Aḥmād al-‘Ḥanbālīyy

&

Zichan

_______________________

Fußnoten:

[1] al-Lali’kāīyy in seinem Werk Sharh al-Usūl no. 2361

[2] Siehe: Biographie von Abd al-Raham ibn Malil ibn Magwal 


ergänzte von: zichan.

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