Der Mordfall: Gefährten haben Uṭhmān auf dem Gewissen ?

BILD

بِسْــــــــــــــــــمِ اﷲِالرَّحْمَنِ اارَّحِيم

Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Alles Lob gebührt Allāh, dem Herrn aller Welten. Friede und Segen seien auf dem Gesandten, seiner Familie, seine Ehefrauen und seinen Gefährten.

In diesem Artikel wollen wir auf die Behauptung der Schiiten eingehen, die sich anmaßen, eins der schwerwiegendsten Taten den Gefährten des Propheten ﷺ vorzuwerfen und zwar dass sie am Mord an Uṭhmān ibn Affān (raḍiallāhu anhu), im Jahre 35 nach der Hijra, mit beteiligt waren. Gemäß den Vorwürfen der Schiiten waren die Gefährten immer an vorderster Front gewesen, dieses Feuer anzufachen und die Opposition zu intensivieren. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, nahmen die Gefährten angeblich zu einem großen Teil an seiner Ermordung teil und waren für das Vergießen seines Blutes maßgeblich mitverantwortlich. Daher sehen sie die Gefährten als seine Mörder an, da sie aufgrund vieler Berichte nicht in der Lage seien, sie von der Schuld frei zusprechen. Manche dieser schweren Vorwürfe besagen, dass die Gefährten die Menschen gegen ihn hetzten, den Mord im Auftrag gaben, oder gar im direkten Zusammenhang bei seiner Ermordung standen. Es gibt viele weitere schwere Anschuldigungen seitens der Schiiten. All die Quellen dieser Geschichte prüfen wir und schauen, wie wahr ihre Behauptungen sind.

In vielen Geschichtsbücher wird man bedauerlicherweise unzählige Berichte über die Ermordung von Uṭhmān finden und der Leser kann durchaus den Eindruck bekommen, dass die Prophetengefährten hinter der Verschwörung steckten und die Aufruhr provozierten, doch sind die Berichte stark genug um jemanden zu belasten? Die Haltung der Gefährten zum Mord an Uṭhmān wurde so entstellt, dass ein Unwissender gar nicht klar entscheiden kann, ob diese wahr oder falsch sind. Schlimmer wäre es, wenn die Person aufgrund dieser Berichte die Gerechtigkeit der Gefährten anzweifelt und im Nachhinein zum Ablehner der edlen Gefährten wird, der mit solchen erlogenen Berichten, den Gefährten der Ermordung an den dritt-besten Menschen nachdem Propheten ﷺ bezichtigt. Möge Allāh uns davor bewahren und uns stets mit der Liebe der Gefährten sterben lassen.

Über der Ermordung von Uṭhmān ibn Affān (raḍiallāhu anhu) sollte man wissen, dass die Menschen sich in drei Gruppen gespalten haben:

Die erste Gruppe sind die Nawāṣib: Sie verdächtigen Alī ibn Abī Ṭālib und seine Familie (raḍiallāhu anhum) an der Ermordung von Uṭhmān mitgewirkt zu haben.

Die zweite Gruppe sind die Rawāfīḍ: Sie bezichtigten Ā’išha, Ṭalḥah, az-Zubāyr, Mu’āwiyah, ‚Amr ibn al-ʿĀṣ und viele andere Gefährten (raḍiallāhu anhum) ebenfalls, dass sie Uṭhmān auf dem Gewissen haben.

Die dritte Gruppe sind die Ahl-l-Ṣunnāh: Sie sprechen alle Gefährten des Propheten ﷺ frei, an der Ermordung von Uṭhmān mitgewirkt zuhaben.

Beide der irregeleiteten Sekte, den Rawāfīḍ und Nawāṣib, haben damit die wahren Mörder außer Acht gelassen und wurden von den Mördern für in die Irre geführt, denn die Mörder von Uṭhmān wollten sich von diesem Verbrechen freisprechen, in dem sie das Gerücht verbreiteten, die Gefährten wären für den Mord verantwortlich. Die Rāfiḍah (damals als Sabaiten bekannt), tarnten sich als fromme Muslime, gingen im Land umher und verbreiteten die Botschaft, dass Ā’išha, Ṭalḥah, az-Zubāyr und andere von den großartigen Gefährten die Stifter jener Tat waren. Sie haben es soweit geschafft, dass sich viele Muslime gegenseitig nun des Mordes an Uṭhmān bezichtigten. Viele der Muslime haben den Mördern anfangs geglaubt, als jedoch jene Gefährten diese Anschuldigungen in ihren Schranken wiesen, wusste man dann wer die wahren Mörder waren. Am schlimmsten traffen diese schweren Anschuldigungen Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu), wohingegen er am meisten von dieser Tat freizusprechen ist. Ibn Kaṭīr und die gesamten Gelehrten der Ahl-l-Ṣunnāh sammelten sämtliche Berichte, womit seine Unschuld bewiesen wurde. Im Laufe der Zeit wurden so vermehrt Berichte fabriziert und stießen bei vielen Sekten auf Popularität und Beliebtheit. Leider haben die Historiker es in ihren Büchern so verzeichnet, ohne jedoch die Authentizität zu prüfen. An dieser Stelle waren die Ersten die es verbreiteten die Saba’iten und dies wurde von Generation zu Generation übernommen und weiterverbreitet von den 12er-Schiiten. Sie schmücken es wie üblich, mit weiteren Behauptungen, Täuschungsversuchen und Lügen weiter. Für die Sache Allāhs und die Liebe der Gefährten wollen wir uns den Vorwürfen entgegenstellen und dem Wahnsinn ein Ende setzen.

Wir gehen auf die Werke ein mit denen die Schiiten argumentieren, deren Authentizität jedoch einen höheren Grad besitzt, als das Geschichtswerk von at-Ṭabarī. Es hat einen Grund, warum wir das Geschichtswerk von Muḥammad Ibn Jārīr at-Ṭabarī (raḥimahullāh) nur wenig in Betracht ziehen, zumal dieses Werk verhältnismäßig meist erlogene und schwache Überlieferung enthält, als authentische. Mit diesem Werk kann und wird nicht argumentiert, um zu fundierten Urteilen zu gelangen. Viele solcher Berichte in Tabarī’s Geschichtswerk sind den Meisten schon bekannt. Diese Unterstellungen stammen entweder von Muḥammad Ibn ‚Umar al-Waqidī, Sāyf ibn ‚Umar at-Tamimīyy, Abū Mikhnāf, Muḥammad Ibn Sā’ib al-Kalbīyy, seinem Sohn Hishām und anderen ihresgleichen und all den genannten Überlieferer wurde die Glaubwürdigkeit abgesprochen. Manche Überlieferungen davon sind zusätzlich unterbrochen oder die Überlieferer haben das Geschehen nicht miterlebt. Die Schiiten wissen in der Regel auch nicht, dass solche für ein korrektes Urteil nicht als Zeugen würdig sind.

Auch auf Ā’išha (raḍiallāhu anha) gehen wir nicht weiter ein, da andere Geschwister sie Freisprachen und all die Argumente der Schiiten widerlegten. Dies kann international in vielen Artikeln gelesen werden. Wir gehen nur auf die Personen ein, welche die Schiiten verdächtigen und keiner die Aufgabe im deutschsprachigen Raum genommen hat diese von dem Verbrechen freizusprechen. diese sind:

• 1) Ṭalḥah ibn Ubāydullāh
• 2) az-Zubāyr ibn Awwām
• 3) Sā’d ibn Abī Waqqās
• 4) Mu’āwiyah ibn Abī Sufyān
• 5) ‚Amr ibn al-ʿĀṣ
• 6) Aburraḥmān ibn Udāys al-Balawīyy
• 7) ‚Amr ibn Ḥāmiq al-‚Khuza’īyy
• 8) Abū ‚Amr ibn al-Budāyl al-‚Khuza’īyy
• 9) Farwah ibn ‚Amr al-Bayyādī
• 10) Ğubālah ibn ‚Amr al-Anṣārī
• 11) Niyār ibn ʿIyāḍ al-‚Aslāmīyy

Wir widmen uns dann am Ende einer speziellen Überlieferung nach, worin Uṭhmān ibn Affān (raḍiallāhu anhu) bezeugt hat, dass die Gefährten oder die Gläubigen ihn getötet haben.

Wir werden mit diesem Geschehen so umgehen, als befinden wir uns im Gericht um einen Urteil finden zu können. Wir schauen uns die Beweise an für ihre Tat und geben gemäß den Urteil dazu. Dabei sollte jeder bedenken, dass mit unklaren Dingen wir niemanden des Mordes bezichtigen dürfen, dafür brauchen wir definitiv einen handfesten Beleg. Es zählt nicht was man weiß, sondern ob man es beweisen kann. Jede Behauptung einer Sache muss mit einem Beweis belegt werden. Eine Anklage ohne Beweis zu tätigen ist verleumderisch und sollte zurückgewiesen werden. Aber auch die Präsentation eines Beweises ist nicht ausreichend, es gibt Vorrausetzungen die wichtig sind und erfüllt werden müssen und zwar die Beweise auf ihre Authentizität zu prüfen. Die Beweislast liegt beim Kläger der nicht nur Nachweise für seine Behauptungen liefern soll, sondern auch schauen muss ob seine Beweise echt sind. Denn solange die Beweise nicht auf ihre Echtheit geprüft wurden sind, sind sie nichts weiter als Lehre und Wertlose Beschuldigungen. Fangen wir mit dem ersten Verdächtigen an.

■ (1) Der erste Verdächtige:

Ṭalḥah ibn Ubāydullāh

Der erste Beweis:

Imām Ibn Ṣhabāḥ (raḥimahullāh) überliefert:

حَدَّثَنَا مُحَمَّدُ بْنُ مَنْصُورٍ ، قال : حَدَّثَنَا جَعْفَرُ بْنُ سُلَيْمَانَ الضَّبُعِيُّ ، عَنْ عَوْفٍ ، قَالَ : كَانَ أَشَدَّ الصَّحَابَةِ عَلَى عُثْمَانَ طَلْحَةُ بْنُ عُبَيْدِ اللَّهِ

Uns berichtete Muḥammad ibn Manṣūr der sagte: Uns berichtete Jā’far ibn Suāyman ad-Dubā’iyy von Awf der sagte: „Von allen Gefährten der am härtesten sich gegen Uṭhmān verschworen hat war Ṭalḥah ibn Ubāydullāh.“

[Tarīkḥ al-Madinah al-Munawwarah no. 1881]

Der zweite Beweis:

Der Āmīr al-Mū’minīn fīl Ḥadīṯ Ibn Ḥājar al-Asqălānī (raḥimahullāh) schreibt:

وأخرجه أبو القاسم البغوي بسند صحيح عن الجارود بن أبي سبرة قال : لما كان يوم الجمل نظر مروان إلى طلحة ، فقال : لا أطلب ثأري بعد اليوم ، فنزع له بسهم فقتله. وأخرج يعقوب بن سفيان بسند صحيح عن قيس بن أبي حازم أن مروان بن الحكم رأى طلحة في الخيل ، فقال : هذا أعان على عثمان فرماه بسهم في ركبته ، فما زال الدم يسيح حتى مات

Abū’l-Qāṣim al-Baġawīyy überliefert mit einer authentischen Kette von Ğarūd ibn Abī Ṣubra (raḥimahullāh), dass er sagte: „In der Kamelschlacht schaute Marwān zu Ṭalḥah und sagte: „Nach dem heutigen Tag, möchte ich meine Rache nicht mehr ausüben!“ Dann schoss er den Pfeil auf Ṭalḥah und tötete ihn.“ Und Yaqūb ibn Sufyān überliefert mit einer authentischen Kette von Qāis ibn Abī Hazīm (raḥimahullāh), dass er sagte: „Ich sah Marwān an jenem Tage, als er den Pfeil auf Ṭalḥah schoss. Sein Pfeil dran ins Knie von Ṭalḥah und sein Blut floss bis er (daran) starb.“

[Iṣāba fī Tamyīz as-Ṣaḥābah no. 4270]

Der dritte Beweis:

Imām Ibn Abī Shāybah (raḥimahullāh) überliefert:

حَدَّثَنَا يَعْلَى بْنُ عُبَيْدٍ ، عَنْإِسْمَاعِيلَ بْنِ أَبِي خَالِدٍ ، عَنْ حَكِيمِ بْنِ جَابِرٍ ، قَالَ : لَمَّا حُصِرَ عُثْمَانُ أَتَى عَلِيٌّ طَلْحَةَ وَهُوَ مُسْتَنِدٌ إِلَى وَسَائِدَ فِي بَيْتِهِ ، فَقَالَ : أَنْشُدُكَ اللَّهَ ! مَا رَدَدْتَ النَّاسَ عَنْ أَمِيرِ الْمُؤْمِنِينَ فَإِنَّهُ مَقْتُولٌ , فَقَالَ طَلْحَةُ : لَا وَاللَّهِ حَتَّى تُعْطِيَ بَنُو أُمَيَّةَ الْحَقَّ مِنْ أَنْفُسِهَا

Uns berichtete Ya’lā‘ ibn Ubāyd von Ismā’il ibn Abī Khālid von al-Ḥākim ibn Jābīr (raḥimahullāh) der sagte: „Als Uṭhmān belagert wurde, ging Alī zu Ṭalḥah, während er (Ṭalḥah) in seinem Haus auf seinem Kissen lag und sagte zu ihm: „Ich bitte dich bei Allāh, schicke Leute zu den Fürst der Gläubigen (Uṭhmān) hin, weil sie ihn umbringen wollen.“ Ṭalḥah (raḍiallāhu anhu) antwortete: „Nein bei Allāh! Nicht bis die Banū Umayyāh sich freiwillig unterwerfen was rechtens ist.“

[Muṣannaf fī‘ Aḥādīth wā’l Athār no. 36973]

Der vierte Beweis:

Aḥmad ibn Yaḥyā‘ al-Balaḏurīyy überliefert:

حَدَّثَنِي أَبُو خَيْثَمَةَ زُهَيْرُ بْنُ حَرْبٍ ، حَدَّثَنَا وَحَدَّثَنِي أَبُو خَيْثَمَةَ زُهَيْرُ بْنُ حَرْبٍ ، حَدَّثَنَا وَهْبُ بْنُ جَرِيرٍ ، عَنْ أَبِيهِ ، عَنِ النُّعْمَانِ بْنِ رَاشِدٍ ، عَنِ الزُّهْرِيِّ ، قَالَ : “ لَمَّا قَدِمَ طَلْحَةُ وَالزُّبَيْرُ الْبَصْرَةَ ، أَتَاهُمَا عَبْدُ اللَّهِ بْنُ حَكِيمٍ التَّمِيمِيُّ بِكُتُبٍ كَتَبَهَا طَلْحَةُ إِلَيْهِمْ يُؤَلِّبُهُمْ فِيهَا عَلَى عُثْمَانَ ، فَقَالَ لَهُ حَكِيمٌ : أَتَعْرِفُ هَذِهِ الْكُتُبَ ؟ قَالَ : نَعَمْ . قَالَ : فَمَا حَمَلَكَ عَلَى التَّأْلِيبِ عَلَيْهِ أَمْسِ ، وَالطَّلَبِ بِدَمِهِ الْيَوْمَ ؟ فَقَالَ : لَمْ أَجِدْ فِي أَمْرِ عُثْمَانَ شَيْئًا إِلا التَّوْبَةَ ، وَالطَّلَبَ بِدَمِهِ

Mir berichtete Abū Khaythāmah Zuhāir ibn Ḥarb: Uns berichtete Wahhab ibn Jārīr von seinem Vater von Nu’mān ibn Rašhīd von az-Zuhrīyy (raḥimahullāh) der sagte: „Als Ṭalḥah und az-Zubāyr in Basra ankamen, da kam ihnen Abdullāh ibn al-Ḫakīm at-Tamimīyy auf dem weg mit einigen Briefen, die Ṭalḥah an ihnen geschrieben hatte, um sie gegen Uṭhmān zu schüren. So sagte al-Ḫakīm zu ihm: „Kennst du die Briefe noch?“ Ṭalḥah antwortete: „Ja.“ Er sagte: „Wie soll das gehen, wenn du gestern noch uns gegen ihn gehetzt hast und heute nach seinem Blut fragst?“ Er entgegnete: „Ich fand bezuglich der Angelegenheit von Uṭhmān nichts, außer meine Reue und die Nachfrage seines Blutes.“

[Ansāb al-Ashrāf no. 937]

Urteil: Freispruch

Urteilsbegründung:

▪ Was den ersten Beweis anbelangt: Die Kette kann durchaus authentisch sein, aber für eine Verurteilung reicht sie nicht im geringsten aus. Jā’far ibn Suāyman ad-Dubā’iyy [1] ist ein Schiite und Awf ibn Abī Ğamīla‘ ar-Arab’īy [2] ist im Jahre 58 nach der Hijra geboren. Er war Sadūq aber ein Schiite. Seine Aussage wird demzufolge verworfen. Zum einen weil er diese Zeit nicht miterlebt hat und zum anderen weil er ein Schiite ist und groll gegen die Wiedersacher Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) hegte.

▪ Was den zweiten Beweis anbelangt: Zunächst einmal ist die Angelegenheit wer Ṭalḥah getötet hat von den unklaren Dingen, die nur Allāh mit Sicherheit weiß. Zum anderen ist Ğarūd ibn Abī Ṣubra al-Baṣrī im Jahre 120 nach der Hijra gestorben. Es kann nicht möglich sein, dass er in der Kamelschlacht anwesend war und falls doch, dann müsste er zu gegebenenzeit ein Kind gewesen sein. Und die Überlieferung eines Kindes, welches nicht die Pubertät erreicht hat, wird nicht angenommen, da es in der Regel die Wichtigkeit dieser Angelegenheit nicht erkennen kann und somit eventuell leichtsinnig bei der Überlieferung vorgehen oder gar lügen könnte. Was die Überlieferungskette die bis Qaīs ibn Abī Hazīm geht, so ist sie authentisch, aber das Problem ist Qaīs. Er ist zwar Vertrauenswürdig aber ein Mudallīs. Er berichtet eine menge von Irṣal und nach Meinung vieler Gelehrten war er nicht vor Ort gewesen in der Kamelschlacht. Dies ist was der große Imām Alī ibn al-Madānī (raḥimahullāh) [3] sagte. [4]

▪ Was den dritten Beweis anbelangt: So ist Ismā’il ibn Abī Khālid (raḥimahullāh) ein Mudallīs [5] und macht nicht klar von wem er dies hörte. Der Bericht ist auch aus historischer Sicht inkorrekt und widerspricht andere authentische Überlieferung. Das erste wäre, dass Ṭalḥah durchaus Leute zu Uṭhmān geschickt hat um auf ihn aufzupassen und dieser war sein Sohn Muḥammad Ibn Ṭalḥah as-Ṣajjād (raḍiallāhu anhu) und viele andere. Das zweite ist, dass sich während der Belagerungszeit von Uṭhmān (raḍiallāhu anhu), Alī und Ṭalḥah an zwei verschiedenen Orten befanden und sich bis dahin nicht getroffen haben. Dies erwahnen viele Geschichtsschreiber.

▪ Was den vierten Beweis anbelangt: Aḥmad ibn Yaḥyā‘ al-Balaḏurīyy ist ein Mu’tazilīt gewesen und für die Ahl-l-Ṣunnāh ist Er und sein Buch nichts von Bedeutung. [6] Und noch ein Mangel an der Authentizität des Berichtes ist Muḥammad ibn Muslim az-Zuhrīyy (raḥimahullāh). Er kann definitiv diese Zeit nicht miterlebt haben, er ist nämlich im Jahre 50 nach der Hijra geboren. Die Mursal (unterbrochene) Berichte von az-Zuhrīyy (raḥimahullāh) oder Balaghāt az-Zuhrīyy sind im übrigen schwach. Es herrscht nahezu einen Konsens der Gelehrten der Muslime in dieser Sache. [7]

(2) Der zweite Verdächtige:

az-Zubāyr ibn Awwām

Der erste Beweis:

Imām Ibn Abd al-Barr (raḥimahullāh) schreibt:

وَمِنْ حَدِيثِ صَالِحِ بْنِ كَيْسَانَ ، عَنْ عَبْدِ الْمَلِكِ بْنِ نَوْفَلِ بْنِ مُسَاحِقٍ ، وَالشَّعْبِيِّ ، وَابْنِ أَبِي لَيْلَى وَغَيْرِهِمْ : أَنَّ عَلِيًّا رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ فِي خُطْبَتِهِ حِينَ نُهُوضِهِ إِلَى الْجَمَلِ : “ إِنَّ اللَّهَ عَزَّ وَجَلَّ فَرَضَ الْجِهَادَ وَجَعَلَهُ نُصْرَتَهُ وَنَاصِرَهُ ، وَمَا صَلُحَتْ دُنْيَا وَلا دِينٌ إِلا بِهِ ، وَإِنِّي مُنِيتُ بِأَرْبَعَةٍ : أَدْهَى النَّاسِ وَأَسْخَاهُمْ طَلْحَةَ ، وَأَشْجَعِ النَّاسِ الزُّبَيْرِ ، وَأَطْوَعِ النَّاسِ فِي النَّاسِ عَائِشَةَ ، وَأَسْرَعِ النَّاسِ فِتْنَةً يَعْلَى بْنِ مُنَبِّهٍ ، وَاللَّهِ مَا أَنْكَرُوا عَلَيَّ مُنْكَرًا ، وَلا اسْتَأْثَرْتُ بِمَالٍ ، وَلا مِلْتُ بِهَوًى ، وَإِنَّهُمْ لَيَطْلُبُونَ حَقًّا تَرَكُوهُ ، وَدَمًا سَفَكُوهُ. وَلَقَدْ وَلُّوهُ دُونِي ، وَلَوْ أَنِّي كُنْتُ شَرِيكَهُمْ فِيمَا كَانَ لَمَا أَنْكَرُوهُ ، وَمَا تَبِعَةُ دَمِ عُثْمَانَ إِلا عَلَيْهِمْ ، وَإِنَّهُمْ لَهُمُ الْفِئَةُ الْبَاغِيَةُ ، بَايَعُونِي وَنَكَثُوا بَيْعَتِي

„In der Überlieferung von Ṣalīḥ ibn Khāysan, Abd al-Mālik ibn Nawfāl ibn ‚Musāḥiq, aš-Ṣhā’bī und Ibn Abī Lāyla und andere wird erwähnt: Dass Alī (raḍiallāhu anhu) eine Predigt hielt, als er zu Kamelschlacht marschieren wollte: „Zweifellos hat Allāh den Ğihād vorgeschrieben und ließ dadurch seine Anhänger (über alle Religionen) obsiegen und ohne sie ist das Leben nichtig, weder gibt es eine (wahre) Religion ohne sie. Und ich wurde durch vier Personen auf die Probe gestellt: Der Klügste und der Großzügiste ist Ṭalḥah und der Tapferste ist az-Zubāyr und die gehorsamste unter den Leuten ist Ā’išha und der schnellste der bei einer Volksverhetzung reagiert ist Yā’la ibn Umayyāh. Bei Allāh ! Niemand sollte mich wegen jegliche abscheuliche Taten veruteilen, weder habe ich das Geld vorenthalten, noch bin ich geneigt meinen Gelüsten zufolgen. Sie (Ṭalḥah, az-Zubāyr und Ā’išha) fragen nachdem Recht für etwas, was sie selbst aufgegeben haben. Sie fragen nachdem Blut (Uṭhmān) zurächen, dass sie selbst vergossen hatten. Sie sind verantwortlich für die Tötung von Uṭhmān, in der ich nicht beteiligt war, aber sie leugnen es jetzt. Ich war nicht in der Gruppe gewesen die Uṭhmān töteten und die einzig Verantwortlichen für die Tötung von Uṭhmān ist diese rebellische Gruppe. Sie leisteten mir den Treueeid und dann brachen sie es.“

[al-Istīʻāb fī Maʻrifat al-Aṣḥāb (1/148)]

Der zweite Beweis:

Imām al-Ḥakīm (raḥimahullāh) überliefert:

فَحَدَّثَنَا أَبُو بَكْرِ بْنُ إِسْحَاقَ الْفَقِيهُ ، وَعَلِيُّ بْنُ حَمْشَاذٍ ، قَالا : ثنا بِشْرُ بْنُ مُوسَى ، ثنا الْحُمَيْدِيُّ، ثنا سُفْيَانُ ، ثنا أَبُو مُوسَى يَعْنِي إِسْرَائِيلَ بْنَ مُوسَى ، قَالَ : سَمِعْتُ الْحَسَنَ ، يَقُولُ : جَاءَ طَلْحَةُ وَالزُّبَيْرُ إِلَى الْبَصْرَةِ , فَقَالَ لَهُمُ النَّاسُ : مَا جَاءَكُمْ ؟ قَالُوا : نَطْلُبُ دَمَ عُثْمَانَ ، قَالَ الْحَسَنُ : أَيَا سُبْحَانَ اللَّهِ ، أَفَمَا كَانَ لِلْقَوْمِ عُقُولٌ ، فَيَقُولُونَ : وَلِلَّهِ مَا قَتَلَ عُثْمَانَ غَيْرُكُمْ

Uns berichtete Abū Bakr ibn Iṣḥaq al-Faqih und Alī ibn Hamṣṣad der sagte: Uns berichtete Bishr ibn Mūsā: Uns berichtete Ḥumāydī: Von Sufyān (ibn Uaynyah): Von Abū Mūsā dh. Isrā’īl ibn Mūsā der sagte: „Ich hörte al-Ḥāssan al-Baṣrī (raḥimahullāh) sagen: „Ṭalḥah und az-Zubāyr (raḍiallāhu anhum) kamen nach Basra und die Leuten fragten sie: „Was bringt euch hierher?“ Sie sagten: „Wir fragen nach dem Blut von Uṭhmān.“ al-Ḥāssan sagte: „Oh gepriesen sei Allāh, es war nicht zum Volk mit Verstand, (sodass) sie sagen: „Bei Allāh, niemand anderes tötete Uṭhmān außer euch.“

[Mustadrak alā‘ aṣ-Ṣaḥīḥayn no. 4545; Ṣaḥīḥ]

Urteil: Freispruch

Urteilsbegründung:

▪ Was den ersten Beweis anbelangt: Die Überlieferungskette ist nicht mal vollständig. Zwischen Ibn Abd al-Barr und Ṣalīḥ ibn Khāysan und andere der genannten Überlieferer gibt es viele Unterbrechungen (Intiqah). Solange es von dieser Überlieferung keine verbundene Kette gibt, kann sie nicht als Beweis dienen.

▪ Die Überlieferung von al-Ḥāssan al-Baṣrī (raḥimahullāh) ist authentisch, aber wie kann man so verlogen sein und seine Aussage auf die Gefährten anwenden, wenn dies doch die Leute von Basra behaupteten ? Es ist ja bekanntlich, dass viele dieser Leute am Mord von Uṭhmān verwickelt waren und das Sie das den Gefährten unterstellten. al-Ḥāssan al-Baṣrī hat niemals einen Gefährten des Mordes an Uṭhmān bezichtigt. Es wurde von Abd al-‚Āla ibn al-Ḥaytham von seinem Vater berichtet, der sagte:

قلت للحسن : أكان فيمن قتل عثمان أحد من المهاجرين والأنصار ، قَالَ : لا ، كانوا أعلاجا من أهل مصر

„Ich fragte al-Ḥāssan: „Waren unter den Mördern von Uṭhmān irgendjemand von den Muhājirīn wā’l Anṣār?“ Er (raḥimahullāh) sagte: „Nein ! Jene waren gewaltätige Leute aus dem Ägypten.“

[Khalīfah ibn Khayyāṭ, Tarīkh no. 318; Ṣaḥīḥ]

(3) Der dritte Verdächtige:

Sā’d ibn Abī Waqqās

Der Beweis:

Imām Muḥammad ibn Jārīr at-Ṭabarī (raḥimahullāh) überliefert:

قَالَ مُحَمَّدُ بْنُ عُمَرَ ، حَدَّثَنِي مُحَمَّدُ بْنُ مُسْلِمٍ ، عَنْ مُوسَى بْنِ عُقْبَةَ ، عَنْ أَبِي حَبِيبَةَ ، قَالَ : نَظَرْتُ إِلَى سَعْدِ بْنِ أَبِي وَقَّاصٍ يَوْمَ قُتِلَ عُثْمَانُ ، دَخَلَ عَلَيْهِ ، ثُمَّ خَرَجَ مِنْ عِنْدِهِ ، وَهُوَ يَسْتَرْجِعُ مِمَّا يَرَى عَلَى الْبَابِ ، فَقَالَ لَهُ مَرْوَانُ : الآنَ تَنْدَمُ ، أَنْتَ أَشْعَرْتَهُ فَأَسْمَعُ

Muḥammad Ibn Umar sagte: Mir berichtete Muḥammad ibn Muslim von Mūsā ibn Uqbah von Abū al-Ḫabibah der sagte: „Am Tag der Ermordung von Uṭhmān, sah ich Sā’d ibn Abī Waqqās (raḍiallāhu anhu) zum ihm ging. Dann kam er heraus und sagte: „Wir gehören Allāh und zu ihm kehren wir zurück.“ Aufgrund dessen was er an der Tür sah. Dann sagte Marwān zu ihm: „Nun bist du traurig, aber du warst es der ihn erschlug.“

[at-Tarīkḥ al-Rusul wā al-Mulūk (2/668)]

Urteil: Freispruch

Urteilsbegründung:

▪ Muḥammad Ibn ‚Umar al-Waqidī ist mit Konsens schwach. [8]

(4) Der vierte Verdächtige:

Mu’āwiyah ibn Abī Sufyān

Der erste Beweis:

Imām Muḥammad ibn Jārīr at-Ṭabarī (raḥimahullāh) überliefert:

حَدَّثَنِي جَعْفَرٌ ، قَالَ : حَدَّثَنَا عَمْرٌو ، وَعَلِيٌّ ، قَالا : حَدَّثَنَا حُسَيْنٌ ، عَنْ أَبِيهِ ، عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ السَّائِبِ الْكَلْبِيِّ ، قَالَ : فَلَمَّا رَأَى عُثْمَانُ مَا قَدْ نَزَلَ بِهِ ، وَمَا قَدِ انْبَعَثَ عَلَيْهِ مِنَ النَّاسِ ، كَتَبَ إِلَى مُعَاوِيَةَ بْنِ أَبِي سُفْيَانَ ، وَهُوَ بِالشَّامِ : بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ ، أَمَّا بَعْدُ ، فَإِنَّ أَهْلَ الْمَدِينَةِ قَدْ كَفَرُوا ، وَأَخْلَفُوا الطَّاعَةَ ، وَنَكَثُوا الْبَيْعَةَ ، فَابْعَثْ إِلَيَّ مِنْ قِبَلِكَ مِنْ مُقَاتِلَةِ أَهْلِ الشَّامِ ، عَلَى كُلِّ صَعْبٍ وَذَلُولٍ ، فَلَمَّا جَاءَ مُعَاوِيَةَ الْكِتَابُ تَرَبَّصَ بِهِ ، وَكَرِهَ إِظْهَارَ مُخَالَفَةِ أَصْحَابِ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ، وَقَدْ عَلِمَ اجْتِمَاعَهُمْ

Mit berichtete Jā’far der sagte: Uns berichtete ‚Amr und Alī die sagten: Uns berichtete al-Ḥusāin von seinem Vater von Muḥammad Ibn Sā’ib al-Kalbīyy der sagte: „Als Uṭhmān sah was passierte und viele Leute sich gegen ihn erhoben hat, schrieb er nach Syrien einen Brief zu Mu’āwiyah ibn Abī Sufyān (raḍiallāhu anhu), in dem drin stand: In Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Um fortzufahren: So haben die Einwohner von Medina unglaube begangen, sie haben sich vom Gehorsam abgewandt und (den Treueid) gebrochen. So schicke mir die Krieger Syriens auf schnellen und kräftigen Pferden.“ Als Mu’āwiyah den Brief erhalten hatte, dachte er darüber nach und hielt es für falsch, sich offen gegen die Gefährten des Gesandten Allāhs ﷺ zu wenden, da er sich ihrer Einmütigkeit bewusst war.“

[at-Tarīkḥ al-Rusul wā al-Mulūk (2/484)]

Der zweite Beweis:

Imām Abū’l-Qāṣim Ibn Asākīr (raḥimahullāh) überliefert:

أَخْبَرَنَا أَبُو بَكْرٍ مُحَمَّدُ بْنُ شُجَاعٍ، أنا أَبُو عَمْرِو ابْنُ مَنْدَهْ ، أنا أَبُو مُحَمَّدِ بْنُ يَوَهْ ، أنا أَبُو الْحَسَنِ اللُّنْبَانِيُّ ، أنا أَبُو بَكْرِ ابْن أبي الدُّنْيَا ، أَخْبَرَنِيمُحَمَّدُ بْنُ صَالِحٍ الْقُرَشِيُّ ، عَنْ عَلِيِّ بْنِ مُحَمَّدٍ الْقُرَشِيِّ ، عَنْ جُوَيْرِيَةَ بْنِ أَسْمَاءَ قَالَ: فَقَالَ عَبْدُ اللَّهِ بْنُ عَبَّاسٍ لِمُعَاوِيَةَ : إِنَّ أَحَقَّ النَّاسِ أَنْ لا يَتَكَلَّمَ فِي أَمْرِ عُثْمَانَ لأَنْتُمَا ، أَمَّا أَنْتَ يَا مُعَاوِيَةُ ، فَزَيَّنْتَ لَهُ مَا كَانَ يَصْنَعُ حَتَّى إِذَا طَلَبَ نَصْرَكَ ، فَأَبْطَأْتَ عَنْهُ ، وَأَحْبَبْتَ قَتْلَهُ ،ِ وَأَمَّا أَنْتَ يَا عَمْرُو ، فَأَضْرَمْتَ الْمَدِينَةَ عَلَيْهِ

Uns berichtete Abū Bakr Muḥammad ibn Shūğānīyy: Von Abū ‚Amr ibn Mandah: Von Muḥammad Ibn Yawā‘: Von Abū’l-Ḥāssan al-Lunbānīyy: Von Abū Bakr ibn Abī Dunyā‘: Mir berichtete Muḥammad ibn Ṣalīḥ al-Qurāishīyy: Von Alī ibn Muḥammad al-Qurāishīyy von Jawayrīyya ibn Aṣma‘ (raḥimahullāh) der sagte: Abdullāh ibn Abbās (raḍiallāhu anhu) sagte zu Mu’āwiyah (und zu ‚Amr): „Jene die es nicht verdient haben über die Angelegenheit von Uṭhmān zusprechen, seit ihr beide! Oh Mu’āwiyah! Wahrlich du hieltest seine Handlungen als verlockend an, als er jedoch dich um Unterstützung gebeten hat, hast du ihn im Stich gelassen und hattest es gern, dass er getötet wird. Und du Oh ‚Amr ! Du stacheltest die Leute gegen ihn auf.“

[Tarīkḥ ad-Dimašhq no. 49221]

Urteil: Freispruch

Urteilsbegründung:

▪ Es ist eine bekannte Tatsache, dass es keinen Energischen gab der sich für das Blut von Uṭhmān so eingesetzt hat und seine Mörder so gejagt hat wie Mu’āwiyah (raḍiallāhu anhu). Alle die das Gegenteil behaupten, brauchen definitiv eine ärztliche Behandlung. Was den erste Beweis anbelangt, so ist sie abzuweisen, da wir in der Kette Muḥammad Ibn Sā’ib al-Kalbīyy [9] endecken, der ein Saba’ite war, überhaupt nicht Vertrauenswürdig ist und niemals das Geschehen mit erlebt hat. Mu’āwiyah hat sich zu jeder Zeit für seinen Cousin eingesetzt und wollte ihn mit allen Mittel unterstützten. Dies wird anhand seiner Aussage bekräftigt, als er einen Brief an Uṭhmān schrieb:

هَلْ لَكَ أَنْ أَحْمِلَ إِلَيْكَ عَشْرَةَ آلافٍ مِنْ أَهْلِ الشَّامِ ، فَمَنْ أَنْكَرْتَهُ كَانُوا أَعْوَانًا لَكَ وَيَدًا مَعَكَ ؟ فَقَالَ : لا .

„Willst du, dass ich dir 10.000 Leuten aus Syrien entsende? Denn die, die du abgewiesen hast sind deine verbündete und setzen sich für dich ein.“ Uṭhmān sagte: „Nein.“

[Ibn Ṣhabāḥ, Tarīkḥ al-Mādinah al-Munawwarah no. 2172]

▪ Was den zweiten Beweis anbelangt: Jawayrīyya ibn Aṣma‘ [10] ist im Jahre 173 nach der Hijra gestorben. Es ist undenkbar das er diese Zeit miterlebt hat. Sie ist somit gebrochen.

(5) Der fünfte Verdächtige:

‚Amr ibn al-ʿĀṣ

Der Beweis:

Imām Ibn Abd al-Barr (raḥimahullāh) überliefert:

حَدَّثَنَا حَمَّادُ بْنُ سَلَمَةَ ، عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ عَمْرِو بْنِ عَلْقَمَةَ ، عَنْ أَبِيهِ ، عَنْ جَدِّهِ عَلْقَمَةَ بْنِ وَقَّاصٍ ، أَنَّ عَمْرَو بْنَ الْعَاصِقَامَ إِلَى عُثْمَانَ وَهُوَ يَخْطُبُ النَّاسَ ، فَقَالَ : “ يَا عُثْمَانُ ، إِنَّكَ قَدْ رَكِبْتَ بِالنَّاسِ الْمَهَامِهَ وَرَكِبُوهَا مِنْكَ ، فَتُبْ إِلَى اللَّهِ عَزَّ وَجَلَّ وَلِيَتُوبُوا. قَالَ فَالْتَفَتَ إِلَيْهِ عُثْمَانُ ، فَقَالَ : وَإِنَّكَ لَهُنَاكَ يَابْنَ النَّابِغَةِ ، ثُمَّ رَفَعَ يَدَيْهِ وَاسْتَقْبَلَ الْقِبْلَةَ ، وَقَالَ : أَتُوبُ إِلَى اللَّهِ اللَّهُمَّ إِنِّي أَوَّلُ تَائِبٍ إِلَيْكَ

Uns berichtete Ḥammad ibn Salamah von Muḥammad Ibn ‚Amr ibn Alqamā‘ von seinem Vater von seinem Großvater Alqamā‘ ibn Waqqās (raḥimahullāh), der sagte: “ ‚Amr ibn al-ʿĀṣ (raḍiallāhu anhu) stand vor Uṭhmān und sprach vor den Menschen: „Oh Uṭhmān! Du wirst von den Leuten angezweifelt und du bist von ihnen angezweifelt. Zeig deine Reue bei Allāh und lass sie auch bereuen.“ Uṭhmān (raḍiallāhu anhu) sah ihn an und sagte: „Und du, du Sohn einer Hure.“ So hob er die Hände und stand vor der Qibla und sagte: „Ich bereue bei Allāh. Oh Allāh ich gehöre zu den ersten der bereut.“

[al-Istīʻāb fī Maʻrifat al-Aṣḥāb (1/320)]

Urteil: Freispruch

Urteilsbegründung:

▪ Zwischen Ibn Abd al-Barr und Ḥammad ibn Salamah herrscht eine große Lücke. Es fehlen einige Überlieferer. Und Muḥammad Ibn ‚Amr ist Sadūq, litt jedoch an Illusionen und sein Vater Amr ibn al-‚Alqamā‘ ist solange akzeptiert (Maqbūl), wenn gesicherte Überlieferung vorhanden sind. Wenn nicht ist er als Schwach einzustufen. Da es also keine anderen gesunden Wege bezuglich dieses Geschehen berichtet worden ist, ist sie abzulehnen. Neben diesen Sachen ist die Überlieferung sehr verwerflich, denn wie kann man annehmen, dass Uṭhmān (raḍiallāhu anhu) der für seine Milde und schönen Worte bekannt ist, so über die Mutter von ‚Amr (raḍiallāhu anhu) herabzieht. Außerdem sind die Überlieferung in dem ‚Amr erzürnt von Uṭhmān war oder die Leute gegen ihn aufhetzte erlogen. Es ist nicht bekannt, dass ein Syrier an der Ermordung von Uṭhmān teil nahm, dies weil ‚Amr (raḍiallāhu anhu) zu diesem Zeitpunkt in Palästina war und so gesehen die Leute von dort aus gegen ihn schüren kann, tat er aber nicht.

(6) Der sechste Verdächtige:

Aburraḥmān ibn Udāys al-Balawīyy

Der Beweis:

Imām Ibn Sā’d (raḥimahullāh) schreibt:

كان المصريون الذين حصروا عثمان ستمائة رأسهم عبد الرحمن بن عديس البلوي وكنانة بن بشر بن عتاب الكندي وعمروبن الحمق الخزاعي

„Die Ägypter die Uṭhmān (raḍiallāhu anhu) belagert hatten (um ihn zutöten) waren 600, unter der Führung von Aburraḥmān ibn Udāys al-Balawīyy, al-Kinana ibn Bishr al-‚Kanadīyy und ‚Amr ibn al-Ḥamiq al-‚Khuza’īyy.“

[at-Ṭabaqāt (3/71)]

Urteil: Freispruch

Urteilsbegründung:

▪ Es gibt eine Meinungsverschiedenheit ob Aburraḥmān ibn Udāys al-Balawīyy ein Gefährte ist. Die Mehrheit jedoch scheint dafür zusein [11], wobei diese sich auf Ibn Lahiā’s Überlieferung gestützt haben, die seine Gefährtenschaft beweist. Und Ibn Lahiā‘ ist schwach, nachdem seine Bücher verbrannt worden sind. Aber mal abgesehen davon, das Ibn Udāys einer der Mörder gewesen sein soll, wurde hauptsächlich von Muḥammad Ibn ‚Umar al-Waqidī überliefert, der schwach ist. Erstaunlich jedoch behauptete Imām Alī ibn ‚Umar ad-Daraqutnī (raḥimahullāh), dass er einer der Anführer gewesen ist, die Uṭhmān angegriffen haben, ohne jedoch auf irgendein Beweis gestützt zu haben. Als Antwort gab Imām Abū Naṣr Ibn Maqula (raḥimahullāh) darauf:

أقول: ولا نعلم ثبوت هذا الخبر عن الدراقطني، وعلى فرض ثبوته فيحتاج لمعرفة الإسناد الذي اعتمد عليه الدارقطني، فإن كان الواقدي فهو مردود. ثم ليس كل من ركب إلى عثمان كان يريد قتله، بل كثير منهم من كان يريد عزله فحسب.

„Ich sage: Uns sind solche Ereignisse nicht bekannt, was ad-Daraqutnī berichtet hat und auf welchem Argument er sich stützte. Wir müssen die Kette kennen, auf den sich ad-Daraqutnī verlassen hat. Und wenn al-Waqidī es war, so wird sie abgelehnt. Darüber hinaus ist es notwendig zuwissen, dass nicht alle die aus Ägypten raus maschierten ihn töten wollten. Die Mehrheit wollte ihn lediglich (von seinem Amt) entfernen.“

[al-Ikmāl fī Rafʻ al-Īrtiyāb an al-‚Muʼtalif (6/150)]

Jedenfalls fanden wir keinen handfesten Beleg, dass man Aburraḥmān an der Ermordung von Uṭhmān für schuldig erklärt.

7) Der siebte Verdächtige:

‚Amr ibn Ḥāmiq al-‚Khuza’īyy

Der Beweis:

Imām al-Ḥāfīḍ Ibn Kaṭīr (raḥimahullāh) schreibt:

وَرَوَى ابْنُ عَسَاكِرَ ، عَنِ ابْنِ عَوْنٍ ، أَنَّ كِنَانَةَ بْنَ بِشْرٍ ضَرَبَ جَبِينَهُ وَمُقَدَّمَ رَأْسِهِ بِعَمُودٍ حَدِيدٍ ، فَخَرَّ لِجَنْبِهِ ، وَضَرَبَهُ سُودَانُ بْنُ حُمْرَانَ الْمُرَادِيُّ بَعْدَ مَا خَرَّ لِجَنْبِهِ فَقَتَلَهُ ، وَأَمَّا عَمْرُو بْنُ الْحَمِقِ فَوَثَبَ عَلَى عُثْمَانَ فَجَلَسَ عَلَى صَدْرِهِ وَبِهِ رَمَقٌ ، فَطَعَنَهُ تِسْعَ طَعَنَاتٍ وَقَالَ : أَمَّا ثَلَاثٌ مِنْهُنَّ فَلِلَّهِ ، وَسِتٌّ لِمَا كَانَ فِي صَدْرِي عَلَيْهِ

„Ibn Asākīr überliefert von Ibn ‚Awn, dass Kinanā ibn Bishr auf die Wangen von Uṭhmān ibn Affān (raḍiallāhu anhu) schlug und auf seinem Kopf mit einer eisernen Rute. Er fiel auf die Seite. Danach tötete ihn Sudān ibn Ḥumrān al-Muradīyy mit einem Schwerthieb. ‚Amr ibn Ḥāmiq setzte sich auf die Brust von Uṭhmān, nachdem er auf dem Boden lag. Uṭhmān rang nach Luft, doch ‚Amr fügte ihm weitere neun Wunden zu, drei Wunden in die Bauchgegend und sechs in die Brust.“

[al-Bidayāh wā’n Nihayāh (7/207)]

Urteil: Freispruch

Urteilsbegründung:

▪ Die ursprüngliche Quelle wo sich Ibn Asākīr gestützt hat, befindet sich bei Ibn Sā’d in seinem Ṭabaqāt [12]. Dort endecken wir in der Kette wieder einmal Muḥammad Ibn ‚Umar al-Waqidī. Ein zusätzliches Problem ist Aburraḥmān ibn Muḥammad ibn Abd, er kann das Geschehen nicht gesehen haben, weil er im Jahre 211 nach der Hijra gestorben ist [13]. Solch Unterstellungen überlieferte auch al-Kalbīyy und Abū Mikhnāf. Es gibt noch eine weitere Kette die bis Ṣalīḥ ibn Khāysan überliefert ist, [14] aber auch die wird als Schwach eingestuft. Ṣalīḥ ibn Khāysan ist nämlich im Jahre 140 oder vorher gestorben und hat ebenfalls das Ereignis nicht miterlebt. Wir überprüften alle solche Überlieferung und stellten fest, dass ‚Amr ibn Ḥāmiq al-‚Khuza’īyy (raḍiallāhu anhu) [15] nicht schuldig ist für dieses Verbrechen.

8) Der achte Verdächtige:

Abū ‚Amr ibn al-Budāyl al-‚Khuza’īyy

Der Beweis:

Imām Ibn Ṣhabāḥ (raḥimahullāh) überliefert:

حَدَّثَنَا عَفَّانُ ، قال : حَدَّثَنَا أَبُو مِحْصَنٍ ، قال : حَدَّثَنَا حُصَينُ بْنُ عَبْدِ الرَّحْمَنِ ، قَالَ : حَدَّثَنِي جُهَيْمٌ قَالَ : أَنَا شَاهِدٌ ، دَخَلَ عَلَيْهِ عَمْرُو بْنُ بُدَيْلٍ الْخُزَاعِيُّ , وَالتُّجِيبِيُّ يَطْعَنُهُ أَحَدُهُمَا بِمِشْقَصٍ فِي أَوْدَاجِهِ , وَعَلاهُ الآخَرُ بِالسَّيْفِ فَقَتَلُوهُ

Uns berichtete Affān der sagte: Uns berichtete Abū Muhsīn der sagte: Uns berichtete al-Ḥusāin ibn Aburraḥmān der sagte: Uns berichtete Juhāym der sagte: „Ich sah (Abū) ‚Amr ibn al-Budāyl al-‚Khuza’īyy und al-‚Tujibīyy zu ihn (Uṭhmān) hereinkamen. Einer von ihnen stach ihn mit einem Messer und der andere schlug ihn mit einem Schwert nieder und sie tötete ihn.“

[Tarīkḥ al-Madinah al-Munawwarah no. 2201]

Urteil: Schuldig

Urteilsbegründung:

▪ Obwohl die Kette einige schwächen vorweist wie Juhāym der nur von Ibn Ḥibbān authentifiziert ist, gibt es auch andere authentische Überlieferungen, die diese unterstützt. Wir selber wissen, das Abū Amr ibn al-Budāyl al-‚Khuza’īyy, der auch als Abdullāh bekannt ist, Uṭhmān tötete. Jedoch war er kein Gefährte des Propheten ﷺ gewesen, gemäß Ibn Mā’in, Ibn Ḥibbān, Ibn Adī und ad-Daraqutnī. Der einzige der ihn als Gefährte betrachtete war der Imām Sulāyman ibn Ahmad at-Ṭabarānī (raḥimahullāh).

9) Der neunte Verdächtige:

Farwah ibn ‚Amr al-Bayyādī

Der Beweis:

Imām Ibn Abd al-Barr (raḥimahullāh) schreibt:

فروة بْن عَمْرو بْن ودقة بْن عُبَيْد بْن عَامِر بْن بياضة البياضي الأَنْصَارِيّ ، شهد العقبة ، وشهد بدرا ، وما بعدها من المشاهد مع رَسُول اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ، وَلَمْ (مَالِكٌ) يُسَمِّهِ فِي الْمُوَطَّأِ وكان ابْن وَضَّاح وَابْن مزين ، يقولان : إنما سكت مَالِك عَنِ اسمه لأنه كَانَ ممن أعان على قتل عُثْمَان رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ.

„Sein Name ist Farwah ibn ‚Amr ibn Ubāyd ibn ‚Āmīr ibn Bayadā‘ al-Bayyādī al-Anṣārī. Er erlebte al-‚Aqaba und Badr und alle nachfolgenden Kämpfe an der Seite des Gesandten Allāhs ﷺ. Er (Imām Mālik) erwähnte ihn nicht in seinem al-Muwaṭṭā‘ und Ibn Waḍḍāḥ und Ibn ‚Muzāin meinten: Mālik hat auf ihn verzichtet (etwas zu berichten), weil er einer derer war, die sich an der Ermordung von Uṭhmān (raḍiallāhu anhu) beteiligten.“

[al-Istīʻāb fī Maʻrifat al-Aṣḥāb (1/389)]

Urteil: Freispruch

Urteilsbegründung:

▪ Zunächst einmal gibt es keine Überlieferungen von einem Vertrauenswürdigen Augenzeugen der Farwah ibn ‚Amr al-Bayyādī (raḍiallāhu anhu) jemals am Mord von Uṭhmān (raḍiallāhu anhu) gesichtet hat oder gesehen hat, dass er die Leute dazu aufstachelte. Selbst bei einem schwachen Bericht worden wir nicht fundig geworden für diese haltlose Unterstellung. Das ist wie wenn einer Behaupten würde al-Ḥāssan ibn Alī (raḍiallāhu anhu) hat Uṭhmān getötet ohne jedoch eine Überlieferungskette zunennen. Zum anderen zeigt es wieder wie verlogen die Schiiten sind, und nur das rauskristallisieren was in ihren Kram passt. Denn hätten sie seine Worte von Ibn Abd al-Barr (raḥimahullāh) weiter zitiert, wäre die Beweisführung nichtig gewesen. Er sagte als Antwort darauf:

هَذَا لا يعرف ، ولا وجه لما قالاه فِي ذَلِكَ

„Der ist nicht bekannt und dessen Gesicht(punkt) auch nicht was sie darüber erzählt haben.“

[al-Istīʻāb fī Maʻrifat al-Aṣḥāb (1/389)]

Und was die Worte der beiden Mālikiten Gelehrten Ibn Waḍḍāḥ und Ibn ‚Muzāin anbelangt, falls diese authentisch auf ihnen zurückzuführen sei, so sei gesagt, dass sie im Irrtum lagen. Imām Mālik überliefert sehr wohl von Farwa ibn ‚Amr al-Bayyādī (raḍiallāhu anhu) in seinem al-Muwaṭṭā‘. [16]

10) Der zehnte Verdächtige:

Ğubālah ibn ‚Amr al-Anṣārī

Der Beweis:

Der Āmīr al-Mū’minīn fīl Ḥadīṯ Ibn Ḥājar al-Asqălānī (raḥimahullāh) schreibt:

جبلة بن عمرو الأنصاري. قال بن السكن شهد أحدا قلت هو كما قال وروى بن شبة في أخبار المدينة من طريق عبد الرحمن بن أزهر أنهم لما  أرادوا دفن عثمان فانتهوا إلى البقيع فمنعهم من دفنه جبلة بن عمرو الساعدي فانطلقوا إلى حش كوكب ومعهم معبد بن معمر فدفنوه فيه.

„Er heißt Ğubālah ibn ‚Amr al-Anṣārī. ibn Ṣaqan sagte: „Er war bei Uhud dabei gewesen.“ Ich sage: Er (Ğubālah) war wie Ibn Ṣhabāḥ in seinem Geschichtswerk al-Madinah berichtet hat von Aburraḥmān ibn Azḥār (raḍiallāhu anhu), dass als man Uṭhmān (raḍiallāhu anhu) in al-Baqī‘ beerdigen wollte, ihnen Ğubālah verbietete ihn dort zu begraben. So gingen sie in Hashsh Kawkab und begruben ihn dort. Mit ihnen war Mu’bād ibn Mu’amar.“

[Iṣāba fī‘ Tamyīzʾ aṣ-Ṣaḥāba no. 1081]

Urteil: Freispruch

Urteilsbegründung:

▪ Wir schlugen das Werk von Ibn Ṣhabāḥ auf, um uns die Kette genauer anzuschauen [17] und die authentizität dieses Berichtes bringt folgende Mangel auf. Der Überlieferer Sharhbāyl ibn Sā’d [18] ist schwach und wurde im Jahre 65 nach der Hijra geboren. Aburraḥmān ibn Azḥār az-Zuhrīyy (raḍiallāhu anhu) gehörte zu den kleinen Gefährten und starb im Jahre 63 nach der Hijra. Es kann also nicht sein, dass Sharhbāyl ibn Sā’d je diesen Gefährten getroffen hat. Folglich wird Ğubalah ibn ‚Amr al-Sa’dīy al-Anṣārī (raḍiallāhu anhu) des Mordes an Uṭhmān frei gesprochen.

(11) Der elfte Verdächtige:

Niyār ibn ʿIyāḍ al-‚Aslāmīyy

Der Beweis:

Imām Ibn Ṣhabāḥ überliefert:

حَدَّثَنَا عَلِيُّ بْنُ مُحَمَّدٍ ، عَنْ عَوَانَةَ ، عَمَّنْ حَدَّثَهُ ، عَنِ الشَّعْبِيِّ ، قَالَ :  أَوَّلُ مَنْ رَمَى عُثْمَانَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ نِيَارُ بْنُ عِيَاضٍ الأَسْلَمِيُّ

Uns berichtete Alī ibn Muḥammad von Awanāh‘ der ihm sagte von aš-Ṣhā’bī (raḥimahullāh) der sagte: „Der erste der ein Pfeil auf Uṭhmān (raḍiallāhu anhu) schoss war Niyār ibn ʿIyāḍ al-‚Aslāmīyy.“

[Tarīkḥ al-Madinah al-Munawwarah no. 2204]

Urteil: Freispruch

Urteilsbegründung:

▪ Zunächst einmal ist es um seine Gefährtenschaft nicht bewiesen. Nur at-Ṭabarī sieht ihn als Gefährte an, über andere Gelehrten ist nichts über ihn dokumentiert. Aber sollte dies der Fall sein, ist die Überlieferung eindeutig unzugänglich und wird als Beweis für eine Verurteilung abgelehnt. Awanāh‘ ibn al-Ḥakam al-‚Akhbārīyy [19] wurde der Fälschung bezichtigt. Gemäß einer anderen Kette überlieferte uns Abū’l-Arab al-‚Qayrawānīyy (raḥimahullāh) ein ähnliches Geschehen [20], doch dort stellen wir fest, dass sie ebenfalls als schwach gilt wegen Yaḥyā ibn Salam [21].

■ Töteten die Gläubigen Uṭhmān ?

Widmen wir uns der letzten Überlieferung, in dem Uṭhmān vor seinem Tod seiner Mörder als Gläubige bzw. als Muslime identifiziert hat. Imām Ibn Sā’d (raḥimahullāh) überliefert:

أَخْبَرَنَا رَوْحُ بْنُ عُبَادَةَ ، قَالَ : أَخْبَرَنَا عُثْمَانُ بْنُ عَتَّابٍ ، عَنْ خَالِدٍ الرَّبَعِيِّ ، قَالَ: أَنَّ عُثْمَانَ بْنَ عَفَّانَ رَافِعٌ يَدَيْهِ إِلَى اللَّهِ ، يَقُولُ : يَا رَبِّ ، قَتَلَنِي عِبَادُكَ الْمُؤْمِنُونَ

Uns berichtete Ruḥ ibn ‚Ubadāh der sagte: Uns berichtete Uṭhmān ibn Āṭṭāb von Khālid ar-Rab’īy der sagte: „Uṭhmān (raḍiallāhu anhu) hob seine Hände und sagte: „Oh Herr! Deine Gläubigen Diener haben mich getötet.“

[at-Ṭabaqāt no. 2919]

Unsere Antwort darauf lautet:

Die Überlieferung ist schwach. Khāled ibn Bā’b ar-Rabā’īyy ist Matruk [22]. Wenn man aber von der Schwäche des Berichts absieht, ist die Aussage von Uṭhmān (raḍiallāhu anhu) völlig korrekt. Es stimmt, dass diese Kriminellen und Niederträchtigen Muslime waren, die einen der besten Menschen auf dem Gewissen hatten. Aber auch derjenige der einen Muslim tötet fällt nicht in der Abtrünnigkeit wie bei einem Abtrünnigen der einen Propheten tötete. Weiter haben Wir bewiesen, dass keiner der Gefährten an der Ermordung teilnahmen, was also richtig wäre, dass die Aussage sich an die Tabi’īn richtete und nicht an die Gefährten. Die Ahl-l-Ṣunnāh verfluchen die Mörder Uṭhmān, hassen sie für Allāh und wünschen ihnen die Hölle. Aber wir kennen ihr Urteil nicht wie Allāh mit ihnen wiederfährt. Villeicht vergibt er ihnen oder auch nicht. Einige von ihnen bereuten im Nachhinein, obgleich sie unwissende Rebellen waren. zu einem anderem Zeitpunkt, witmen wir uns voll und ganz über die wahren Mörder von Uṭhmān (raḍiallāhu anhu).

Fazit:

Alle Scheinargument der Schiiten sind nicht gestützt auf glaubwürdige Beweise. Somit steht fest, dass die Gefährten des Propheten ﷺ niemals an seiner Tötung teilnahmen oder dazu beitrugen. Sollten in Zukunft weitere Prophetengefährten des Mordes an Uṭhmān verdächtigt werden, sollte die Worte von Imām al-Ḥāfīḍ Ibn Kaṭīr (raḥimahullāh) für jeden ausreichend sein:

إِنْ قَالَ قَائِلٌ : كَيْفَ وَقَعَ قَتْلُ عُثْمَانَ ، رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ ،بِالْمَدِينَةِ وَفِيهَا جَمَاعَةٌ مِنْ كِبَارِ الصَّحَابَةِ ، رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمْ ؟ فَجَوَابُهُ مِنْ وُجُوهٍ : أَحَدُهَا ، أَنَّ كَثِيرًا مِنْهُمْ ، بَلْ أَكْثَرُهُمْ أَوْ كُلُّهُمْ ، لَمْ يَكُنْ يَظُنُّ أَنَّهُ يَبْلُغُ الْأَمْرُ إِلَى قَتْلِهِ ، فَإِنَّ أُولَئِكَ الْأَحْزَابَ لَمْ يَكُونُوا يُحَاوِلُونَ قَتْلَهُ عَيْنًا ، بَلْ طَلَبُوا مِنْهُ أَحَدَ أُمُورٍ ثَلَاثَةٍ ; إِمَّا أَنْ يَعْزِلَ نَفْسَهُ ، أَوْ يُسَلِّمَ إِلَيْهِمْ مَرْوَانَ بْنَ الْحَكَمِ ، أَوْ يَقْتُلُوهُ ، فَكَانُوا يَرْجُونَ أَنْ يُسَلِّمَ إِلَى النَّاسِ مَرْوَانَ ، أَوْ أَنْ يَعْزِلَ نَفْسَهُ وَيَسْتَرِيحَ مِنْ هَذِهِ الضَّائِقَةِ الشَّدِيدَةِ . وَأَمَّا الْقَتْلُ فَمَا كَانَ يَظُنُّ أَحَدٌ أَنَّهُ يَقَعُ ، وَلَا أَنَّ هَؤُلَاءِ يَجْتَرِئُونَ عَلَيْهِ إِلَى مَا هَذَا حَدُّهُ ، حَتَّى وَقَعَ مَا وَقَعَ . وَاللَّهُ أَعْلَمُ . الثَّانِي ، أَنَّ الصَّحَابَةَ مَانَعُوا دُونَهُ أَشَدَّ الْمُمَانَعَةِ ، وَلَكِنْ لَمَّا وَقَعَ التَّضْيِيقُ الشَّدِيدُ عَزَمَ عُثْمَانُ عَلَى النَّاسِ أَنَّ يَكُفُّوا أَيْدِيَهُمْ وَيُغْمِدُوا أَسْلِحَتَهُمْ فَفَعَلُوا ، فَتَمَكَّنَ أُولَئِكَ مِمَّا أَرَادُوا ، وَمَعَ هَذَا مَا ظَنَّ أَحَدٌ مِنَ النَّاسِ أَنَّهُ يُقْتَلُ بِالْكُلِّيَّةِ . الثَّالِثُ ، أَنَّ هَؤُلَاءِ الْخَوَارِجَ لَمَّا اغْتَنَمُوا غَيْبَةَ كَثِيرٍ مِنْ أَهْلِ الْمَدِينَةِ فِي أَيَّامِ الْحَجِّ ، وَلَمْ تَقْدِمِ الْجُيُوشُ مِنَ الْآفَاقِ لِلنُّصْرَةِ ، بَلْ لَمَّا اقْتَرَبَ مَجِيئُهُمْ ، انْتَهَزُوا فُرْصَتَهُمْ ، قَبَّحَهُمُ اللَّهُ ، وَصَنَعُوا مَا صَنَعُوا مِنَ الْأَمْرِ الْعَظِيمِ . الرَّابِعُ ، أَنَّ هَؤُلَاءِ الْخَوَارِجُ كَانُوا قَرِيبًا مِنْ أَلْفَيْ مُقَاتِلٍ مِنَ الْأَبْطَالِ ، وَرُبَّمَا لَمْ يَكُنْ فِي أَهْلِ الْمَدِينَةِ هَذِهِ الْعِدَّةُ مِنَ الْمُقَاتِلَةِ ; لِأَنَّ النَّاسَ كَانُوا فِي الثُّغُورِ وَفِي الْأَقَالِيمِ فِي كُلِّ جِهَةٍ وَفِي الْحَجِّ . وَمَعَ هَذَا كَانَ كَثِيرٌ مِنَ الصَّحَابَةِ قَدِ اعْتَزَلَ هَذِهِ الْفِتْنَةَ وَلَزِمُوا بُيُوتَهُمْ ، وَمَنْ كَانَ يَحْضُرُ مِنْهُمُ الْمَسْجِدَ لَا يَجِيءُ إِلَّا وَمَعَهُ السَّيْفُ يَضَعُهُ عَلَى حَبْوَتِهِ إِذَا احْتَبَى ، وَالْخَوَارِجُمُحْدِقُونَ بِدَارِ عُثْمَانَ ، رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ . وَرُبَّمَا لَوْ أَرَادُوا صَرْفَهُمْ عَنِ الدَّارِ لَمَا أَمْكَنَ ذَلِكَ . وَلَكِنَّ كِبَارَ الصَّحَابَةِ قَدْ بَعَثُوا أَوْلَادَهُمْ إِلَى الدَّارِ يُجَاحِفُونَ عَنْ عُثْمَانَ ، رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ ، لِكَيْ تَقْدَمَ الْجُيُوشُ مِنَ الْأَمْصَارِ لِنُصْرَتِهِ ، فَمَا فَجَأَ النَّاسَ إِلَّا وَقَدْ ظَفِرَ أُولَئِكَ بِالدَّارِ مِنْ خَارِجِهَا ، وَأَحْرَقُوا بَابَهَا ، وَتَسَوَّرُوا عَلَيْهِ حَتَّى قَتَلُوهُ . وَأَمَّا مَا يَذْكُرُهُ بَعْضُ النَّاسِ مِنْ أَنَّ بَعْضَ الصَّحَابَةِ أَسْلَمَهُ وَرَضِيَ بِقَتْلِهِ ، فَهَذَا لَا يَصِحُّ عَنْ أَحَدٍ مِنَ الصَّحَابَةِ أَنَّهُ رَضِيَ بِقَتْلِ عُثْمَانَ ، رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ ، بَلْ كُلُّهُمْ كَرِهَهُ ، وَمَقَتَهُ ، وَسَبَّ مَنْ فَعَلَهُ ، وَلَكِنَّ بَعْضَهُمْ كَانَ يَوَدُّ لَوْ خَلَعَ نَفْسَهُ مِنَ الْأَمْرِ ; كَعَمَّارِ بْنِ يَاسِرٍ ، وَمُحَمَّدِ بْنِ أَبِي بَكْرٍ ، وَعَمْرِو بْنِ الْحَمِقِ وَغَيْرِهِمْ . وَلَقَدْ أَحْسَنَ بَعْضُ السَّلَفِ حَيْثُ يَقُولُ وَقَدْ سُئِلَ عَنْ عُثْمَانَ :هُوَ أَمِيرُ الْبَرَرَةِ ، وَقَتِيلُ الْفَجَرَةِ ، مَخْذُولٌ مَنْ خَذَلَهُ ، مَنْصُورٌ مَنْ نَصَرَهُ . وَقَالَ شَيْخُنَا أَبُو عَبْدِ اللَّهِ الذَّهَبِيُّ فِي آخِرِ تَرْجَمَةِ عُثْمَانَ وَفَضَائِلِهِ ، بَعْدَ حِكَايَتِهِ هَذَا الْكَلَامَ : قُلْتُ : الَّذِينَ قَتَلُوهُ أَوْ أَلَّبُوا عَلَيْهِ قَتَلُوا إِلَى عَفْوِ اللَّهِ وَرَحْمَتِهِ ، وَالَّذِينَ خَذَلُوهُ خَذَلُوا وَتَنَغَّصَ عَيْشُهُمْ

„Wenn jemand fragt: „Wie konnte Uṭhmān ibn Affān in Medina getötet werden, obgleich doch die namhaften Prophetengefährten mit ihm waren?“ So gereichen ihm folgende zeilen zur Antwort: 1) Viele von ihnen, die meisten von ihnen, oder alle von ihnen hatten sich nie vorstellen können, dass man Uṭhmān ibn Affān töten würde. Das Ziel der Rebellen war ja nicht speziell sein Tötung, sondern sie verlangten eins von Dreien: Dass er abdanke, Marwān ibn al-Ḥakam ausliefere, oder sie würden ihn töten. Deshalb hofften sie auf die Auslieferung Marwān’s oder auf seinen Rücktritt, um sich aus dieser schwierigen Situation zu befreien. Niemand glaubte, dass der Mord wirklich geschehen würde, und dies war auch nicht das Ziel der Rebellen. Dennoch geschah dieses Verbrechen. 2) Die Gefährten des Propheten ﷺ gaben ihr Bestes ihn zu schützen, und dies unter widrigen Bedingungen. Als die Schwierigkeit jedoch zu groß wurde, befahl Uṭhmān ibn Affān allen seinen Anhängern die Hände still zu halten, und ihre Waffen niederzulegen. So fügten sie sich seinem Befehl, und den Rebellen war es ein leichtes ihre Tat zu vollbringen. Obgleich all dies so geschah glaubte niemand, dass man ihn töten würde. 3) Die Rebellen nutzten die Abwesenheit der Bewohner zur Zeit der Pilgerfahrt, und auch die Tatsache, dass die Armeen Uṭhmān ibn Affān’s noch nicht eingetroffen waren. Als seine Armeen immer näher kamen, schritten sie zur Tat. Möge Allāh sie verfluchen. Sie taten was auch immer sie taten. 4) Die Anzahl der Rebellen lag bei etwa 2.000 Männern. Vielleicht waren in Medina auch nicht genügend kampfbereite Männer vorhanden, da man viele Kämpfer an die Grenzen des Reiches und in die Provinzen entsandt hatte. Außerdem war zu jener Zeit die Pilgerfahrt in Mekka. Überdies wollten viele Gefährten des Propheten mit diesem Übel nichts zu tun haben, und verschanzten sich in ihren Häusern. Jene, welche in die Moschee gingen, um zu beten, gingen nicht ohne ihre Schwerter und legten sie sich in den Schoß, wenn sie im Schneidersitz saßen. Die Khawārīj hatten das Haus von Uṭhmān ibn Affān umzingelt. Vielleicht versuchten die Gefährten des Propheten ﷺ auch zu ihm durchzudringen und es war ihnen schier unmöglich. Nichtsdestotrotz entsandten die berühmten Prophetengefährten ihre Söhne zum Haus um Uṭhmān ibn Affān zu beschützen. Sie erwarteten Hilfe von den anrückenden Armeen. Bevor diese jedoch eintreffen konnten, griffen die Rebellen an, brannten Türe nieder, drangen in das Haus ein und töteten ihn unbarmherzig. 5) Bezüglich der Anschuldigung, dass einige Prophetengefährten mit dem Mord einverstanden gewesen wären, sagen wir: Dies ist falsch! Jeder von ihnen verabscheute diesen Mord und hasste und verfluchte die Mörder! Es gab jedoch einige, welchen seinen Rücktritt forderten, unter anderem: ‚Ammār ibn Yaṣīr, Muḥammad ibn Abū Bakr, ‚Amr ibn Ḥamīq und andere. Einige unserer Vorfahren sprachen die Wahrheit, als sie sagten, wenn man sie über Uṭhmān ibn Affān (raḍiallāhu anhu) befragte: „Er war der Führer der Gottesfurchtigen und der Ermordete der Sünder, wer ihn im Stich ließ, der wurde im Stich gelassen, wer ihm half, dem wurde geholfen.“ Unser Shāykh Abū Abdullāh aḏ-Ḏhahabī (raḥimahullāh) sagt, nachdem er die vor Uṭhmān’s aufgezählt und seine Geschichte beendet hat: Jene, welche ihn töteten, oder sich am Verbrechen beteiligten, schickten ihn zur Barmherzigkeit Allāhs und seiner Vergebung. Jene, welche ihn im Stich ließen, wurden ebenso hilflos zurückgelassen, wie sie ihn zurückließen.“

[al-Bidayāh wā’n Nihayāh (7/218-222)]

وَاللَّهُ أَعْلَمُ

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Abū Aḥmād Ibn Aḥmād al-‘Ḥanbālī

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Fußnoten:

[1] Abū Sulāyman Jā’far ibn Suāyman ad-Dubā’iyy (gest. 178) ist Sadūq, Schiite, ein Asket und ein Analphabet. Verzeichnet ist er in allen Kuṭṭub-Siṭṭa außer al-Bukhārī.

[Siyār al-Alām an-Nubalā’a no. 4036; Taqrīb al-Tahḏīb no. 942]

[2] Abū Saḥl Awf ibn Abī Ğamīla‘ ar-Arab’īy (gest. 147) ist Sadūq, Qadārī und ein Schiite. Verzeichnet ist er in allen Kuṭṭub-Siṭṭa außer Muslim.

Aḥmad, Ibn Mā’in, Alī ibn al-Madānī, an-Nasā’ī und al-Ḥakīm: „Thiqā.“ Abū Dāwūd: „Schiite.“ Muḥammad Ibn Bašar al-Abdī: „Er war ein Qadarī, Rāfiḍī, Schāytan.“ Abū Ḥātim: „Sadūq, Ṣālīḥ.“ Ibn Sā’d: „Thiqā, überliefert viel und war ein Schiite.“ aḏ-Ḏhahabī: „Ḥāfīḍ al-Imām.“ Ibn Ḥājar: „Thiqā, bezichtigt des Qadr und Schiismus.“

[Siyār al-Alām an-Nubalā’a no. 2161; Lisān al-Mizān no. 13701; Tahḏīb at-Tahḏīb no. 7302]

[3] in seinem Werk ‚Ilāl al-Ḥadīth wā‘ Ma’rifah al-‚Rijāl wā al-Tarīkḥ (1/164).

[4] Für weitere Widerlegung solcher Art, sehe den Link: Drück

[5] Der Āmīr al-Mū’minīn fīl Ḥadīṯ Ibn Ḥājar al-Asqălānī (raḥimahullāh) schreibt:

إسماعيل بن أبي خالد المشهور الكوفي الثقة من صغار التابعين وصفه النسائي بالتدليس

„Ismā’il ibn Abī Khālid, der Bekannte, Kufite, von den Vertrauenswürdigen (und) kleinen Tabi’īn und an-Nasā’ī beschrieb, dass er Tadlīs betreibte.“

[Ṭabaqāt al-‚Mudallisīyyn no. 36]

[6] Sehe Hier

[7] Sehe hier

[8] Sehe hier

[9] Abū Nadr Muḥammad Ibn Sā’ib ibn Bishr ibn ‚Amr ibn Abd al-Ḥārith ibn Abd al-‚Uzzā‘ al-Kalbīyy al-Kufīyy (gest. 146) ist ein Saba’ite und Matruk.

Mu’ṭāmir ibn Sulāyman: „Mein Vater sagte: „Dort gab es zwei Lügner in Kufa. Einer von ihnen war Ṣuddīyy und der andere war al-Kalbīyy. “ Ibn Mā’in: „Da’īf.“ Und: „Nichts.“ al-Bukhārī: „Abu Nadhr al-Kalbīyy ist Matruk, gemäß Yaḥyā ibn al-Qaṭṭan und ibn Maḥdī.“ Abū ‚Amr al-Baṣrī: „Ich bezeuge das al-Kalbīyy ein Ungläubiger ist.“ Abū Ḥātim: „Man einigte sich, seine Überlieferungen zuverlassen.“ an-Nasā’ī: „Nicht Thiqā, schreibt seine Überlieferungen nicht auf.“ Uqāily: „Einer der Rawāfīḍ, Anhānger von Abdullāh ibn Saba‘.“ Ḥammām ibn Yaḥyā Al-‘Adzīyy: Muḥammad Ibn Sa’īb sagte: „Ich bin ein Saba’ite, ich bin ein Saba’ite.“ Yazīd ibn Zurāiyy: „Er (Muḥammād ibn Sā’ib) sagte uns, dass er ein Saba’ite ist.“ Aḥmad ibn Zuhāir: Ich fragte Aḥmad ibn Ḥanbāl: „Ist es erlaubt die Berichte von al-Kalbīyy anzuschauen ?“ Er sagte: „Nein.“ Abu Awānah: „Ich hörte al-Kalbīyy sagen: „Jibril pflegte es den Gesandten ﷺ die Offenbarung zu diktieren, und wenn er (der Prophet) auf die Toilette ging, so diktierte er (Jibril) dies Alī.“ Ibn Ḥibbān: „Al-Kalbīyy war ein Saba’ite, jene der zusagen pflegte, dass Alī nicht gestroben sei und zu Erde zurückkehrt.“ Juzjănī: „Lügner.“ ad-Daraqutnī und Alī ibn Ğunāyd: „Matruk.“ Shāykhul’Islām Ibn Taymīyah: „Lügner.“ Und: „Yahyā ibn Mā’in bezeichnete ihn als einen Betrüger und Hochstapler.“ Ibn Kathīr: „Matruk.“ aḏ-Ḏhahabī: „Alī (Ibn Madinī) sagte: „Yaḥyā überliefert von Sufyān der sagte: „al-Kalbīyy sagte mir: „Alles was ich dir von Abu Ṣalīḥ berichtete, ist gelogen.“ Ibn Hājar: „Bezichtigt des lügens und einer der Rāfiḍah.“

[Tahḏīb al-Kamāl no. 5234; Ibn Hibbān, al-Majrūhin (2/253); Ad-Du’afā al-Kabīr no 1637; Ibn Adī, al-Kāmil (7/275); Tafsir ibn Kathīr (5/56); Mizān al-I’tidāl (4/556); Taqrīb at-Tahḏīb no. 5901]

[10] Abū Makhārq Jawayrīyya ibn Aṣma‘ al-Baṣrī (gest. 173) ist Sadūq. Verzeichnet ist er in allen Kuṭṭub-Siṭṭa außer Tirmidhī.

Abū Ḥātim: „Ṣālīḥ.“ Ibn Mā’in und Ibn Abī Khaythamah: „Es gibt nichts falsches an ihm.“ Aḥmad: „Thiqā, es gibt nichts falsches an ihm.“ ad-Daraqutnī und aḏ-Ḏhahabī: „Thiqā.“ Ibn Ḥājar: „Sadūq.“

[Siyār al-Alām an-Nubalā’a no. 3106; Tahḏīb at-Tahḏīb no. 1202; Taqrib al-Tahḏīb no. 988]

[11] Aburraḥmān ibn Udāys al-Balawīyy (gest. 36) war gemäß der Mehrheit ein Gefährte gewesen.

Ibn Sā’d, Ibn Mandah, Abū Ḥātim, Ibn Ḥibbān, Ibn Asākīr, Ibn Yunūs, al-Baġawīyy, Abū Bakr ibn al-‚Burqī, Abd al-Ghanīyy ibn Sā’id al-‚Azdīyy, Abū Alī ibn Ṣaqan, Abū Nu’āym und aḏ-Ḏhahabī sagen, dass er ein Gefährte des Propheten ﷺ ist und einer von den Ahl-l-Ridwān.

[al-Jarh wā’t Ta’dīl no. 1182; Ibn Asākīr, Tarīkḥ ad-Dimašhq no. 12742; al-Bagawīyy, Mu’jām as-Ṣaḥābah no. 1942; ad-Dhahabī, Tarīkḥ al-Islām (3/531); Iṣāba fī Tamyīz as-Ṣaḥābah no. 5167]

[12] Ibn Sā’d überliefert in seinem at-Ṭabaqāt no. 2881 (Dā’if):

أَخْبَرَنَا مُحَمَّدُ بْنُ عُمَرَ ، حَدَّثَنِي عَبْدُ الرَّحْمَنِ بْنُ عَبْدِ الْعَزِيزِ ، عَنْ عَبْدِ الرَّحْمَنِ بْنِ مُحَمَّدِ بْنِ عَبْدٍ ، أَنَّ مُحَمَّدَ بْنَ أَبِي بَكْرٍ تَسَوَّرَ عَلَى عُثْمَانَ مِنْ دَارِ عَمْرِو بْنِ حَزْمٍ وَمَعَهُ كِنَانَةُ بْنُ بِشْرِ بْنِ عَتَّابٍ ، وَسَوْدَانُ بْنُ حُمْرَانُ ، وَعَمْرُو بْنُ الْحَمِقِ ، فَوَجَدُوا عُثْمَانَ عِنْدَ امْرَأَتِهِ نَائِلَةَ وَهُوَ يَقْرَأُ فِي الْمُصْحَفِ سُورَةَ الْبَقَرَةِ ، فَتَقَدَّمَهُمْ مُحَمَّدُ بْنُ أَبِي بَكْرٍ فَأَخَذَ بِلِحْيَةِ عُثْمَانَ ، فَقَالَ : قَدْ أَخْزَاكَ اللَّهُ يَا نَعْثَلُ ، فَقَالَ عُثْمَانُ : “ لَسْتُ بِنَعْثَلٍ ، وَلَكِنْ عَبْدُ اللَّهِ وَأَمِيرُ الْمُؤْمِنِينَ “ ، فَقَالَ مُحَمَّدٌ : مَا أَغْنَى عَنْكَ مُعَاوِيَةُ وَفُلانٌ وَفُلانٌ ، فَقَالَ عُثْمَانُ : “ يَا ابْنَ أَخِي ، دَعْ عَنْكَ لِحْيَتِي ، فَمَا كَانَ أَبُوكَ لِيَقْبِضَ عَلَى مَا قَبَضْتَ عَلَيْهِ “ ، فَقَالَ مُحَمَّدٌ : مَا أُرِيدُ بِكَ أَشَدُّ مِنْ قَبْضِي عَلَى لِحْيَتِكَ ، فَقَالَ عُثْمَانُ : “ أَسْتَنْصِرُ اللَّهَ عَلَيْكَ وَأَسْتَعِينُ بِهِ “ ، ثُمَّ طَعَنَ جَبِينَهُ بِمِشْقَصٍ فِي يَدِهِ ، وَرَفَعَ كِنَانَةُ بْنُ بِشْرِ بْنِ عَتَّابٍ مَشَاقِصَ كَانَتْ فِي يَدِهِ فَوَجَأَ بِهَا فِي أَصْلِ أُذُنِ عُثْمَانَ ، فَمَضَتْ حَتَّى دَخَلَتْ فِي حَلْقِهِ ، ثُمَّ عَلاهُ بِالسَّيْفِ حَتَّى قَتَلَهُ ، قَالَ عَبْدُ الرَّحْمَنِ بْنُ عَبْدِ الْعَزِيزِ : فَسَمِعْتُ ابْنَ أَبِي عَوْنٍ يَقُولُ : ضَرَبَ كِنَانَةُ بْنُ بِشْرٍ جَبِينَهُ وَمُقَدَّمَ رَأْسِهِ بِعَمُودِ حَدِيدٍ فَخَرَّ لِجَنْبِهِ ، وَضَرَبَهُ سَوْدَانُ بْنُ حُمْرَانَ الْمُرَادِيُّ بَعْدَمَا خَرَّ لِجَنْبِهِ فَقَتَلَهُ ، وَأَمَّا عَمْرُو بْنُ الْحَمِقِ فَوَثَبَ عَلَى عُثْمَانَ فَجَلَسَ عَلَى صَدْرِهِ وَبِهِ رَمَقٌ فَطَعَنَهُ تِسْعَ طَعَنَاتٍ وَقَالَ : أَمَّا ثَلاثٌ مِنْهُنَّ فَإِنِّي طَعَنْتُهُنَّ لِلَّهِ ، وَأَمَّا سِتٌّ فَإِنِّي طَعَنْتُ إِيَّاهُنَّ لِمَا كَانَ فِي صَدْرِي عَلَيْهِ .

[13] Abū Muḥammad Aburraḥmān ibn Muḥammad ibn Abd al-‚Maharpīyy (gest. 211) ist Thiqā. Jedoch besitzt er verwerfliche Überlieferungen die er von Unbekannten (Majhūlīn) berichtet. Verzeichnet ist er in al-Bukhārī.

[Siyār al-Alām an-Nubalā’a no. 1488; Tahḏīb at-Tahḏīb no. 5604]

[14] Ibn Ṣhabāḥ überliefert in seinem Tarīkḥ al-Madinah al-Munawwarah no. 2022 (Dā’if):

حَدَّثَنَا عَلِيٌّ ، عَنْ عِيسَى بْنِ يَزِيدَ ، عَنْصَالِحِ بْنِ كَيْسَانَ ، قال : دَخَلَ عَلَيْهِ مُحَمَّدُ بْنُ أَبِي بَكْرٍ بِشَرْيَانَ كَانَ مَعَهُ فَضَرَبَهُ فِي حَشَائِهِ حَتَّى وَقَعَتْ فِي أَوْدَاجِهِ فَخَرَّ ، وَضَرَبَ كِنَانَةُ بْنُ بِشْرٍ جَبْهَتَهُ بِعَمُودٍ ، وَضَرَبَهُ أَسْوَدَانُ بْنُ حُمْرَانَ بِالسَّيْفِ ، وَقَعَدَ عَمْرُو بْنُ الْحَمِقِ عَلَى صَدْرِهِ فَطَعَنَهُ تِسْعَ طَعَنَاتٍ . وَقَالَ : عَلِمْتُ أَنَّهُ مَاتَ فِي الثَّانِيَةِ فَطَعَنْتُهُ سِتًّا لِمَا كَانَ فِي قَلْبِي عَلَيْهِ

[15] ‚Amr ibn al-Ḥamiq al-‚Khuza’īyy (gest. 50/51/52) ist ein Gefährte gewesen.

Abū Ḥātim, Ibn Sā’d, Ibn Mandah, Ibn Asākīr, Abū Nu’āym, al-Baġawīyy, al-‚Mizzī und Ibn Ḥājar sagen, er sei ein Gefährte des Propheten ﷺ gewesen.

[Ibn Asākīr, Tarīkḥ ad-Dimašhq no. 798; Taqrīb at-Tahḏīb no. 5033]

[16] Imām Mālik (raḥimahullāh) überliefert:

عَنْ يَحْيَى بْنِ سَعِيدٍ ، عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ إِبْرَاهِيمَ بْنِ الْحَارِثِ التَّيْمِيِّ ، عَنْ أَبِي حَازِمٍ التَّمَّارِ ، عَنِ الْبَيَاضِيِّ : أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ – صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ – خَرَجَ عَلَى النَّاسِ وَهُمْ يُصَلُّونَ ، وَقَدْ عَلَتْ أَصْوَاتُهُمْ بِالْقِرَاءَةِ ، فَقَالَ : إِنَّ الْمُصَلِّيَ يُنَاجِي رَبَّهُ ، فَلْيَنْظُرْ بِمَا يُنَاجِيهِ بِهِ ، وَلَا يَجْهَرْ بَعْضُكُمْ عَلَى بَعْضٍ بِالْقُرْآنِ

Von Yaḥyā ibn Sā’id: Von Muḥammad Ibn Ibrāhīm ibn al-Ḥārith al-Taymīyy von Abū Hazīm al-Tamar von al-Bayyādī (raḍiallāhu anhu), dass der Gesandte Allāhs ﷺ sich in der Moschee zurückzog und hörte wie sie (die Gefährten) laut den Qur’ān lasen. Dann Öffnete er den Vorhang und sagte: „Sucht denn nicht jeder von euch Rettung bei seinem Herrn, so stört euch nicht gegenseitig und niemand soll laut lesen, wenn auch andere lesen“, oder er sagte dies im Bezug aufs Gebet.“

[al-Muwaṭṭā no. 177; Ṣaḥīḥ]

[17] Ibn Ṣhabāḥ überliefert in seinem Tarīkḥ al-Madinah al-Munawwarah no. 320 (Dā’if):

حَدَّثَنِي عَلِيُّ بْنُ دَابِهٍ ، عَنْشُرَحْبِيلَ بْنِ سَعْدٍ ، قال : قال عَبْدُ الرَّحْمَنِ بْنُ أَزْهَرَ : لَمْ أَدْخُلْ فِي شَيْءٍ مِنْ أَمْرِ عُثْمَانَ ، رضي الله عنه ، فَإِنِّي لَفِي بَيْتِي إِذْ أَتَانِي الْمُنْذِرُ بْنُ الزُّبَيْرِ ، فقال : عَبْدُ اللَّهِ يَدْعُوكَ ، فَأَتَيْتُهُ وَهُوَ قَاعِدٌ إِلَى جَنْبِ غِرَارَةِ حِنْطَةٍ ، فقال : هَلْ لَكَ إِلَى دَفْنِ عُثْمَانَ ، رضي الله عنه ، ؟ فَقُلْتُ : مَا دَخَلْتُ فِي شَيْءٍ مِنْ أَمْرِهِ ، وَمَا أُرِيدُ ذَاكَ ، فَاحْتَمَلُوهُ ، مَعَهُمْ معَبْدُ بْنُ مَعْمَرٍ ، فَانْتَهَوْا بِهِ إِلَى الْبَقِيعِ ، فَمَنَعَهُمْ مِنْ دَفْنِهِ جَبَلَةُ بْنُ عَمْرٍو السَّاعِدِيُّ ، فَانْطَلَقُوا إِلَى حُشِّ كَوْكَبٍ ، وَمَعَهُمْ عَائِشَةُ بِنْتُ عُثْمَانَ ، مَعَهَا مِصْبَاحٌ فِي حُقٍّ ، فَصَلَّى عَلَيْهِ مِسْوَرُ بْنُ مَخْرَمَةَ ، ثُمَّ حَفَرُوا لَهُ ، فَلَمَّا دَلَّوْهُ صَاحَتْ بِنْتُهُ ، فَلَمْ يَضَعُوا عَلَى لَحْدِهِ لَبِنًا ، وَأَهَلُّوا عَلَيْهِ التُّرَابَ ، وَانْصَرَفُوا

[18] Abū Sā’d Sharhbāyl ibn Sā’d al-‚Khutamīyy (gest. 123) ist schwach. Verzeichnet ist er bei Muslim und Ibn Mağah.

Mālik: „Nicht Thiqā.“ Abū Ḥātim: „Dā’ifūl-Ḥadīṯ.“ Abū Zu’rāh: „Layyin.“ Ibn Abū Ḥātim: „War ein Gelehrter in Maghazī.“ an-Nasā’ī und ad-Daraqutnī: „Dā’if.“ Ibn Mā’in: „Er ist nichts, Dā’if.“ Ibn Adī: „Er ist näher zu den Schwachen.“ al-Ḥākim: „Wird (der Lüge) bezichtigt.“ Ibn Ḥājar: „Sadūq, jedoch verschlechterte sich sein Zustand am Ende.“

[Tahḏīb at-Tahḏīb no. 3562; Taqrib al-Tahḏīb no. 2764]

[19] Awanāh‘ ibn al-Ḥakam al-‚Akhbārīyy (gest. 158) war ein Fälscher.

Asmā’īyy: „Ich verlasse seine Überlieferungen.“ Ibn Ḥajar: „Sie schwächten ihn.“ Ibn Irāq: „Er war ein Anhänger von Uṭhmān gewesen und fälschte für die Banū Umayyāh Überlieferungen.“

[Lisān al-Mizān no. 1167; Tanzih al-Shāri’yyah no. 370]

[20] Abū’l-Arab al-‚Qayrawānīyy überliefert in seinem Kitāb al-Miḥan 1/78 (Dā’if):

حَدَّثَنَا أَبُو الْعَرَبِ وَحَدَّثَنِي يَحْيَى بْنُ مُحَمَّدِ بْنِ يَحْيَى بْنِ سَلامٍ , عَنْ أَبِيهِ , عَنْ جَدِّهِ , عَنْ أَبِي الأَشْهَبِ , عَنِ الْحَسَنِ , قَالَ : أَوَّلُ مَنْ دَخَلَ عَلَى عُثْمَانَ حِينَ قُتِلَ مُحَمَّدُ بْنُ أَبِي بَكْرٍ ، فَأَخَذَ بِرَأْسِهِ وَكَانَ رَجُلا حَسَنَ الْوَجْهِ ، طَوِيلَ اللِّحْيَةِ ، فَهَزَّهُ حَتَّى وَجَفَ ، فَقَالَ : مَهْلا يَابْنَ أَخِي ، مَا كَانَ أَبُوكَ لِيَقْعُدَ مِنِّي هَذَا الْمَقْعَدَ ، قَالَ : وَجَاءَ رَجُلٌ طِوَالٌ بِيَدِهِ نَصْلٌ فَأَهْوَى إِلَيْهِ بِمِشْقَصٍ كَانَ أَوْ سِلاحٍ أَصَابَهُ بِهِ ، فَقَالَ : صَاحِبُ الْمِشْقَصِ نِيَارُ بْنُ عِيَاضٍ الأَسْلَمِيُّ

[21] Abū Zakarīyah Yaḥyā ibn Salam ibn Abī Ṭalb al-Baṣrī (gest. 200) war ein Faqih und Schwach.

Abū Ḥātim: „Sadūq.“ Abū Zu’rāh: „Hatte Einbildungen.“ ad-Daraqutnī: „Dā’ifūl-Ḥadīṯ.“ Ibn Adī: „Schreibt seine Überlieferung auf, jedoch hat er schwächen.“ Ibn Ḥibbān erwähnt ihn in seinem at-Thiqāt und sagte: „Er begehte Fehler.“

[Mizān al-I’tidāl no. 9526; Lisān al-Mizān no. 9110]

[22] Khāled ibn Bā’b ar-Rabā’īyy ist Matruk.

Abū Zu’rāh sagte: „Matrukūl-Ḥadīṯ.“ Und Ibn Mā’in sagte: „Dā’if.“ Und Ibn Ḥibbān erwähnt ihn in seinem at-Thiqāt.

[Lisān al-Mizān no. 2861]

Über antimajoze

Nach dem Verständnis der Salaf
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