al-Ḥusāin ibn Alī stellte die Führerschaft von ‚Umar ibn al-Khaṭṭāb in Frage?

بِسْــــــــــــــــــمِ اﷲِالرَّحْمَنِ اارَّحِيم

Alles Lob gebührt Allāh, dem Herrn aller Welten. Friede und Segen seien auf dem Gesandten, seiner Familie, seine Ehefrauen und seinen Gefährten.

Es ist immer wieder bemerkenswert wie die Schiiten buchstäblich versuchen, alles in die Hände zubekommen, um damit die Gefährten des Propheten ﷺ zu beschmutzen. Es gibt keine Religionsgemeinschaft dessen Hass gegenüber den Gefährten erheblich größer wäre als diese erbärmliche und dumme Gruppe. Und kein Gefährte des Propheten ﷺ war ihnen ein Dorn im Auge als ‚Umar ibn al-Khaṭṭāb (raḍiallāhu anhu). So viele Scheinargumente schossen sie gegen ihn und trotzdem hat es ihnen nichts im geringsten genutzt. Auch in diesem Fall werden ihnen ihre Argumente nichts bringen. Sie belegen eine Sache in dem al-Ḥusāin ibn Alī (raḍiallāhu anhu) die Führerschaft von ‚Umar ibn al-Khaṭṭāb in Frage stellte, mit einer Überlieferung die sie bewusst aus dem Kontext gerissen haben und einen wichtigen Teil außer acht ließen oder nicht mitzitierten. Er (raḍiallāhu anhu) soll zu ‚Umar ibn al-Khaṭṭāb bei einer Predigt gesagt haben:

انْزِلْ عَنْ مِنْبَرِ أَبِي وَاذْهَبْ إِلَى مِنْبَرِ أَبِيكَ

„Steig von der Kanzel meines Vater herab und besteig die Kanzel deines Vaters!“

Und dies soll für sie ein Indiz sein, dass al-Ḥusāin ibn Alī (raḍiallāhu anhu) nicht die Führerschaft von ‚Umar ibn al-Khaṭṭāb anerkannt hat, sondern eher die Imamah von seinem Vater Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu). Wenn wir jedoch vollständig die Überlieferung zitieren, ist es fürwahr ein Beweis gegen sie.

al-Ḥusāin ibn Alī (raḍiallāhu anhu) sagte:

 أَتَيْتُ عُمَرَ بْنَ الْخَطَّابِ ، وَهُوَ عَلَى الْمِنْبَرِ ، فَصَعِدْتُ إِلَيْهِ ، فَقُلْتُ : انْزِلْ عَنْ مِنْبَرِ أَبِي وَاذْهَبْ إِلَى مِنْبَرِ أَبِيكَ ، فَقَالَ عُمَرُ : لَمْ يَكُنْ لأَبِي مِنْبَرٌ ، وَأَخَذَنِي وَأَجْلَسَنِي مَعَهُ ، فَجَعَلْتُ أُقَلِّبُ حَصًى بِيَدِي ، فَلَمَّا نَزَلَ انْطَلَقَ بِي إِلَى مَنْزِلِهِ , فقَالَ لِي : مَنْ عَلَّمَكَ ؟ فَقُلْتُ ، وَاللَّهِ مَا عَلَّمْنِيهِ أَحَدٌ ، قَالَ : يَا بُنَيَّ لَوْ جَعَلْتَ تَغْشَانَا ، قَالَ : فَأَتَيْتُهُ يَوْمًا وَهُوَ خَالٍ بِمُعَاوِيَةَ وَابْنُ عُمَرَ بِالْبَابِ ، فَرَجَعَ ابْنُ عُمَرَ وَرَجَعْتُ مَعَهُ ، فَلَقِيَنِي بَعْدُ ، فَقَالَ : لَمْ أَرَكَ ؟ فَقُلْتُ : يَا أَمِيرَ الْمُؤْمِنِينَ ، إِنِّي جِئْتُ وَأَنْتَ خَالٍ بِمُعَاوِيَةَ وَابْنُ عُمَرَ بِالْبَابِ ، فَرَجَعَ ابْنُ عُمَرَ وَرَجَعْتُ مَعَهُ . فَقَالَ : أَنْتَ أَحَقُّ بِالإِذْنِ مِنِ ابْنِ عُمَرَ ، وَإِنَّمَا أَنْبَتَ مَا تَرَى فِي رُءُوسِنَا اللَّهُ ، ثُمَّ أَنْتُم ، وَوَضَعَ يَدَهُ عَلَى رَأْسِهِ

„Ich stieg einst auf die Kanzel auf dem ‚Umar ibn al-Khaṭṭāb (raḍiallāhu anhu) war und sagte ihm: „Steig von der Kanzel meines Vater herab und besteig die Kanzel deines Vaters!“ ‚Umar antwortete: „Mein Vater hat keine Kanzel.“ Zu diesem Zeitpunkt stieg er von der Kanzel und setzte mich neben ihn auf der Kanzel und er spielte mit meinen kleinen Finger. Und während er abstieg sagte er zu mir: „Oh mein lieber Sohn! Wer brachte dir das bei?“ Ich sagte: „Bei Allāh! Niemand brachte mir das bei.“ Dann sagte er: „Oh mein lieber Sohn! Es wäre schön wenn du uns besuchtest.“ Ich ging also eines Tages zu ihm aber fand ihn allein mit Mu’āwiyah (raḍiallāhu anhu) während Ibn ‚Umar an der Tür stand und als er rein ging, kehrte ich (ohne nach der Erlaubnis zu fragen) zurück. Später traf mich ‚Umar und sagte: „Warum kamst du uns nicht besuchen?“ Ich antwortete: „Oh Āmīr al-Mū’minīn ! Ich bin gekommen als du mit Mu’āwiyah beschäftigt warst. Allerdings sah ich Ibn ‚Umar (raḍiallāhu anhu) an der Tür stehen und als er rein ging, kehrte ich zurück.“ Als ‚Umar dies hörte sagte er: „Du bist würdiger um Erlaubnis gebeten zuwerden als Ibn ‚Umar. Allāh hat unsere Köpfe wegen euch, Ahl-l-Bāyt, geehrt.“ Und er legte seine Hand auf meinen Kopf.“

[Isḥāq ibn Rahawāyh, Musnad no. 6580; al-Khaṭīb, Tarīkḥ al-Baghdād no. 717; Ṣaḥīḥ] [1]

Und gemäß einer anderen Überlieferung berichtete Abū al-Būḫtarīyy (raḥimahullāh):

كَانَ عُمَرُ يَخْطُبُ عَلَى الْمِنْبَرِ ، فَقَامَ إِلَيْهِ حُسَيْنُ بْنُ عَلِيٍّ ، فَقَالَ : انْزِلْ عَنْ مِنْبَرِ أَبِي ، فَقَالَ عُمَرُ : مِنْبَرُ أَبِيكَ لا مِنْبَرُ أَبِي ، مَنْ أَمَرَكَ بِهَذَا ؟ فَقَامَ عَلِيٌّ ، فَقَالَ : مَا أَمَرَهُ بِهَذَا أَحَدٌ ، أَمَا لأُوَجِّعَنَّكَ يَا غُدَرُ ، قَالَ : فَقَالَ : لا تُوَجِّعِ ابْنَ أَخِي ، فَقَدْ صَدَقَ مِنْبَرُ أَبِيهِ

„Umar lieferte auf der Kanzel eine Predigt, während al-Ḥusāin ibn Alī (raḍiallāhu anhu) aufstand und sagte: „Steig von der Kanzel meines Vater herab.“ Umar (raḍiallāhu anhu) erwiderte: „Wahrlich! Es ist die Kanzel deines Vaters und nicht meines Vaters. Wer brachte dir das bei?“ Alī stand auf und sagte: „Niemand brachte ihm das bei! Bringt mir diesen Schlingel her, ich muss ihn dafür bestrafen.“ Umar sprach jedoch: „Bestraft nicht meinen Neffen! Er sprach lediglich die Wahrheit. Es ist sicherlich die Kanzel seines Vaters.“

[as-Ṣuyūṭī, Ğāmīʻ al-Aḥādīth no. 30786; Abū Sa’īd al-ʻAlāʼīyy, Ğāmīʻ al-Taḥṣīl no. 183; Ṣaḥīḥ]

Wenn man nun die Überlieferung im ganzen betrachtet, ist es die Terminierung ihrer Religion und das aus vielerlei Hinsicht. Einige Punkte werden wir folgendermaßen schildern:

▪ Was die Schiiten nicht erwähnen ist im Grunde genommen sehr wichtig und ein entscheidende Punkt, nämlich, dass al-Ḥusāin (raḍiallāhu anhu) zu diesem Zeitpunkt noch ein sechs oder sieben jähriges Kind war. Dies entnehmen wir klar von seiner Aussage „Und er legte seine Hand auf meinen Kopf.“ So eine Aussage ist eine Reaktion und Formulierung eines Kindes die unterschiedlich sind zu der eines Erwachsenen. Obendrein zeigt es indem Kindesalter seine furchtlose Erozgenheit wie er mit ‚Umar ibn al-Khaṭṭāb (raḍiallāhu anhu) konfrontierte. Die Schiiten hingegen schreiben ihn und seine Familie die Feigheit und Verstellung (Taqiyyah) zu, jene die Allāh als frei von solchen benehmen erklärte. Laut ihnen lebten sie durch ‚Umar ein Leben voller Unterdrückung, dass selbst Alī ibn Abī Ṭālib nur den Mund vor seinen Vertrauten öffnen konnte und das nur Leise. Aber al-Ḥusāin (raḍiallāhu anhu) war Manns genug die Wahrheit vor der Öffentlichkeit preiszugeben. Wenn das also stimmt, müssen die Schiiten definitiv al-Ḥusāin mutiger stellen als sein Vater.

▪ Seine Aussage „Steig von der Kanzel meines Vater herab.“ bezog sich nicht auf seinem Vater persönlich sondern auf seinem Großvater den Gesandten Allāhs ﷺ. Denn gemäß einer anderen Version sagt er, er solle aus dem Kanzel seines Großvater herabsteigen [2]. Und es ist bekannt, dass al-Ḥusāin den Propheten mit Vater angesprochen hat und das der Prophet ﷺ in vielen Überlieferungen seine beiden Enkelkinder als seine Söhne bezeichnete. Damit ist es überhaupt nicht bewiesen das er an die Imamah seines Vaters geglaubt hat.

▪ Der Grund warum al-Ḥusāin (raḍiallāhu anhu) so etwas zu ‚Umar sagte, war, weil er die Jahre nur den Propheten ﷺ sah wie er die Kanzel bestieg und nicht ein anderer von den Gefährten. Er dachte, dass nur der Prophet die Kanzel besteigen darf, sonst hat niemand dieses Recht. Er befand sich in der Phase der egozentrischen Empathie. Das heißt, alles was gut für mich ist, ist auch richtig. Und als man ihn fragte, wer ihm das beibrachte, sagte er niemand. Und Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) lehrte ihm nicht sowas zu sagen, sonst würde er seinen Sohn al-Ḥusāin aufgrundessen nicht bestrafen. Tatsache ist, dass al-Ḥusāin nicht mehr solche Aussagen in den späteren Jahren wiederholt hat, allein in seinem Erwachsenenalter. Der Wahrheitssuchende wird schnell erkennen, dass er keine solche Aussagen in bezug auf Uṭhmān Ibn Affān (raḍiallāhu anhu) getroffen hat, weder zu Mu’āwiyah ibn Abī Sufyān (raḍiallāhu anhu), obwohl die beiden gemäß den Schiiten als Tyrannen erklärt werden.

▪ Wie kann al-Ḥusāin (raḍiallāhu anhu) es wagen den angeblichen Mörder seiner Mutter zu besuchen ? Allein das widerlegt die Behauptung, ‚Umar ibn al-Khaṭṭāb (raḍiallāhu anhu) hätte seine Mutter getötet.

▪ al-Ḥusāin akzeptierte sehr wohl die Führerschaft von Umar ibn al-Khaṭṭāb (raḍiallāhu anhu). Wäre dem nicht so, hätte er nicht zu ihm gesagt: „(يَا أَمِيرَ الْمُؤْمِنِينَ) Oh Āmīr al-Mū’minīn!“ Mit dieser bestätigt er doch seine Führung und wir wissen, dass würdige Araber niemals eine Person mit solchen ehrenvollen Titel benennen, es sei denn, sie glauben wirklich daran, dass die Person diesen Titel verdient.

▪ Um den Hass ihrer blinden Anhänger für ‚Umar ibn al-Khaṭṭāb noch mehr zuerhöhen, haben sie absichtlich daß größte Teil der Überlieferungen nicht erwähnt, um bloß nicht den schönen Charakter von ‚Umar und seine Liebe zu den Ahl-l-Bāyt preiszugeben. Wie wir aber feststellen und der Lob gebührt Allāh, besaß ‚Umar (raḍiallāhu anhu) sehr viel Liebe und Respekt gegenüber den Ahl-l-Bāyt, in einem Ausmaß, dass er die Kinder von Alī ibn Abī Ṭālib über seine eigenen bevorzugt. Ist es nicht ein Beweis genug für seine Liebe zu ihnen, dass er al-Ḥusāin vor seinem Vater beschützt hat, weil er die Wahrheit sprach, dass diese die Kanzel den Gesandten Allāhs ﷺ gehört ?

Diese Überlieferung ist somit in keiner Weise ein Beleg, dass al-Ḥusāin die Führerschaft von ‚Umar ibn al-Khaṭṭāb in Frage gestellt hat oder ihn verachtete.

وَاللَّهُ أَعْلَمُ

۝  ﴿۝﴾  ۝

Abū Aḥmād Ibn Aḥmād al-‘Ḥanbālī

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Fußnoten:

[1] Gemäß Ibn ‚Asākīr, Ibn Ḥājar, aḏ-Ḏhahabī, Ibn Kaṭīr, al-Khaṭīb al-Baghdādī, as-Ṣuyūṭī und viele andere ist die Überlieferung authentisch.

[2] Ibn Ṣhabāḥ, Tarīkḥ al-Madīnah al-Munawwarah no. 1270 (Ḫasan):

حَدَّثَنَا الْحِزَامِيُّ ، قَالَ : حَدَّثَنَاعَبْدُ اللَّهِ بْنُ وَهْبٍ ، قَالَ : أَخْبَرَنِي يُونُسُ ، عَنِ ابْنِ شِهَابٍ، قَالَ : أَخْبَرَنِي عَبْدُ اللَّهِ بْنُ كَعْبٍ : أَنَّ حُسَيْنَ بْنَ عَلِيٍّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا قَامَ إِلَى عُمَرَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ وَهُوَ عَلَى مِنْبَرِ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَخْطُبُ النَّاسَ يَوْمَ الْجُمُعَةِ , فَقَالَ : انْزِلْ عَنْ مِنْبَرِ جَدِّي ، فَقَالَ عُمَرُ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ : تَأَخَّرْ يَا ابْنَ أَخِي ، قَالَ : وَأَخَذَ حُسَيْنٌ بِرِدَاءِ عُمَرَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا فَلَمْ يَزَلْ يَجْبِذُهُ ، وَيَقُولُ : انْزِلْ عَنْ مِنْبَرِ جَدِّي ، وَتَرَدَّدَ عَلَيْهِ حَتَّى قَطَعَ خُطْبَتَهُ وَنَزَلَ عَنِ الْمِنْبَرِ ، وَأَقَامَ الصَّلاةَ ، فَلَمَّا صَلَّى أَرْسَلَ إِلَى حُسَيْنٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ فَلَمَّا جَاءَهُ ، قَالَ : يَا ابْنَ أَخِي مَنْ أَمَرَكَ بِالَّذِي صَنَعْتَ ؟ ، قَالَ حُسَيْنٌ : مَا أَمَرَنِي بِهِ أَحَدٌ ، قَالَ : يَقُولُ لَهُ ذَلِكَ حُسَيْنٌ ثَلاثَ مَرَّاتٍ ، كُلَّ ذَلِكَ يَقُولُ : مَا أَمَرَنِي بِهِ أَحَدٌ ، قَالَ عُمَرُ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ : “ أَوَ لِي ؟ “ ، وَلَمْ يَزِدْ عَلَى ذَلِكَ ، وَحُسَيْنٌ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ يَوْمَئِذٍ دُونَ الْمُحْتَلِمِ

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Nach dem Verständnis der Salaf
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