Nur Fehlerfreie dürfen führen ?

بِسْــــــــــــــــــمِ اﷲِالرَّحْمَنِ اارَّحِيم

Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Alles Lob gebührt Allāh, dem Herrn aller Welten. Friede und Segen seien auf dem Gesandten, seiner Familie, seine Ehefrauen und seinen Gefährten.

Der Āmīr al-Mū’minīn Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) war der festen Überzeugung, dass ein muslimische Anführer nicht Fehlerfrei oder sogar unbedingt gottesfürchtig sein soll, sondern auch ein Sünder oder Tyrann sein kann, der die Aufgabe an sich nimmt, die Menschen in allen Belangen und Fragen zu führen. Er glaubte daran, dass die Leute unbedingt einen Anführer aufstellen müssen; selbst dann wenn er mit vielen Sünden verschmutzt ist.

Imām Ibn Abī Shāybah (raḥimahullāh) überliefert:

 حَدَّثَنَا عَفَّانُ ، قال : حَدَّثَنَا شُعْبَةُ، عَنْ أَبِي إِسْحَاقَ ، قال : سَمِعْتُ عَاصِمَ بْنَ ضَمْرَةَ ، قَالَ : إِنَّ خَارِجَةً خَرَجَتْ عَلَى حُكْمٍ ، فَقَالُوا : لَا حُكْمَ إِلَّا لِلَّهِ , فَقَالَ عَلِيٌّ : إِنَّهُ لَا حُكْمَ إِلَّا لِلَّهِ , وَلَكِنَّهُمْ يَقُولُونَ : لَا إِمْرَةَ , وَلَا بُدَّ لِلنَّاسِ مِنْ أَمِيرٍ بَرٍّ أَوْ فَاجِرٍ , يَعْمَلُ فِي إِمَارَتِهِ الْمُؤْمِنُ ، وَيَسْتَمْتِعُ فِيهَا الْكَافِرُ , وَيُبَلِّغُ اللَّهُ فِيهِ الْأَجَلَ

Uns berichtete Affān [1]: Uns berichtete Shū’bāh [2] von Abū Isḥāq [3]: Ich hörte ‚Āṣim ibn Ḍhamra (raḥimahullāh) [4] sagte: „Als die Khawārij gegen das Urteil revoltiert haben sagten sie: „Das Urteil gebührt nur Allāh.“ So sagte Alī (raḍiallāhu anhu): „Wahrlich, das Urteil gebührt nur Allāh. Jedoch sagen sie: „Keine Führerschaft.“ Und die Leute müssen einen Anführer aufstellen, sei er ein Gottesfürchtiger oder ein Frevler, unter dessen Führung der Gläubige arbeitet und der Ungläubige diese Führung genießt und währenddessen lässt Allāh die Frist ablaufen.

[Muṣannaf fī al-Aḥādith wā’ al-Āthār no. 37204; Isnādū‘ Ḫasan]

Imām Abū Bakr al-Bayhāqī (raḥimahullāh) überliefert:

 أَخْبَرَنَا أَبُو الْحُسَيْنِ بْنُ بِشْرَانَ ، أنا دَعْلَجُ بْنُ أَحْمَدَ ، نا مُحَمَّدُ بْنُ الْعَبَّاسِ ، نا شُرَيْحُ بْنُ النُّعْمَانِ ، نا مُحَمَّدُ بْنُ طَلْحَةَ ، عَنْ لَيْثٍ ، قَالَ : قَالَ عَلِيُّ بْنُ أَبِي طَالِبٍ : لا يُصْلِحُ النَّاسَ إِلا أَمِيرٌ بَرٌّ أَوْ فَاجِرٌ ، قَالُوا : يَا أَمِيرَ الْمُؤْمِنِينَ ، هَذَا الْبَرُّ فَكَيْفَ بِالْفَاجِرِ ؟ قَالَ : إِنَّ الْفَاجِرَ يُؤَمِّنُ اللَّهُ عَزَّ وَجَلَّ بِهِ السُّبُلَ ، وَيُجَاهِدُ بِهِ الْعَدُوَّ ، وَيَجْبِي بِهِ الْفَيْءَ ، وَتُقَامُ بِهِ الْحُدُودُ ، وَيُحَجُّ بِهِ الْبَيْتُ ، وَيَعْبُدُ اللَّهَ فِيهِ الْمُسْلِمُ آمِنًا حَتَّى يَأْتِيَهُ أَجَلُهُ

Uns berichtete Abū al-Ḥusāin ibn Bishrān von Dalağ ibn Aḥmad von Muḥammad ibn Abbās von Shurāyh ibn al-Nu’mān von Muḥammad ibn Talḥah von Lāith (raḥimahullāh) [5] der sagte: Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) sagte: „Die Angelegenheit der Leute wird nicht rechtens sein außer mit einem Anführer, sei er ein Gottesfürchtiger oder ein Frevler.“ Sie sagten: „Oh Āmīr al-Mū’minīn ! Wir erkennen eine gerechten Anführer an, aber ein Frevler ?“ Er sagte: „Ja ! Durch den Frevler lässt Allāh die Straßen sicher machen, setzt den bewaffneten Kampf gegen die Feinde fort, sammelt die Beute (Fay‘), führt die Haddstrafe (ḥudūd) durch, ermöglicht die Pilgerfahrt zum heiligen Haus und die Muslime werden Allāh sicher (unter seiner Herrschaft) anbeten, bis seine Frist gekommen ist.“

[Shu’ab al-Īmān no. 6697; Ḫasan lī‘ ghāyrī wā Isnādū‘ Dā’if]

In diesem bestätigt Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) seinen sunnitischen Glauben und widerlegt ganz eindeutig, woran die heutigen Rāfiḍah glauben, dass die Führung der Muslime nur von einem fehlerfreien durchführbar ist.

وَاللَّهُ أَعْلَمُ

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Abū Aḥmād Ibn Aḥmād al-‘Ḥanbālī

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Fußnoten:

[1] Abū Uṭhmān Affān ibn Muslim ibn Abdullāh al-Bahilī al-Bagdādī (gest. 220) ist Thiqā. Verzeichnet ist er in allen Kuṭṭūb-Siṭṭa.

Ibn Karāš, Ibn Mā’in, Yaqūb ibn Sufyān und Abū Hātim: „Thiqā.“ al-‚Ijjlī: „Thiqā, Präzise.“ Ibn Adī: „Sadūq.“ Aḥmad: „Er war mehr präzise als Aburraḥmān ibn Mahdī.“ Ibn ‚Qānī: „Thiqā; Ma’mūn.“ Abdullāh ibn al-Wālid al-Muwāity: „Affān war mehr präzise als Yaḥyā al-Qaṭṭān.“ Ibn Ḥibbān erwähnte ihn in seinem at-Thiqāt. Ibn Sā’d: „Thiqā, Präzise und Hujjah.“ ad-Dhahabī: „Imām, al-Ḥāfiḍ.“ Ibn Ḥājar: „Von den großen Vertrauenswürdigen.“

[Siyār al-Alām an-Nubalā’a no. 6065; Tahdhīb at-Tahdhīb no. 6424; Taqrīb at-Tahdhīb no. 4625]

[2] Abū Bustām Shū‘bāh ibn al-Ḥajjāj ibn al-Warḍ al-Atakī al-Azdī (gest. 160) ist Thiqā, Ḥāfiḍ, Mutqīn, Sayyid al-Muḥaddithīn und Āmīr al-Mū’minīn fīl Ḥadīṯ. Verzeichnet ist er in allen Kuṭṭūb-Siṭṭa.

[Taqrīb at-Tahdhīb no. 2805]

[3] Abū Isḥāq aṣ-Sabā’īyy (rahimahullāh) ist Thiqā, gehört zu den bekanntesten Mudallisīn und seine Überlieferungen werden abgelehnt, wenn er nicht klar macht, von wem er dieses gehört hat. In diesem Fall aber wird es akzeptiert, da er sein hören bekräftigt.

[4] Āṣim ibn Ḍhamra al-Sawlyy (gest. 74) ist Sadūq.

at-Tirmidhī, al-‚Ijjlī, Ibn Sā’d und Alī ibn al-Madānī: „Thiqā.“ Ibn Mā’in: „Thiqā; Schiite.“ Bazzār: „Saliḥ al-Ḥadīṯ.“ Aḥmad: „Gemäß mir ist Āṣim mehr Beweis tüchtig als al-Ḥārith.“ an-Nasā’ī: „Es gibt nichtsfalsches in ihm.“ Juzjănī: „Er ist sehr verwerflich.“ Sufyān at-Thawrī: „Wir bevorzugten die Berichte von Āṣim über die von al-Ḥārith.“ Ibn Ḥājar: „Sadūq.“

[Mizān al-‚Itidāl no. 4052; Tahdhīb at-Tahdhīb no. 4077; Taqrīb at-Tahdhīb no. 3063]

[5] Abū Bakr Lāith ibn Abī Sulāym ibn Zanāym al-Qurāishī al-Kufī (gest. 148) – Ein Überlieferer von Muslim – ist schwach, gemäß der Mehrheit.

Ibn Mā’in:“Seine Überlieferungen sind nichts, er ist Dā’if.“ Aḥmad, Abū Ḥātim und Ibn Sā’d: “Dā’iful-Ḥadīṯ.“ Abū Zu’rāh: “Er ist Layyinūl-Ḥadīṯ, Beweise werden von seinen Überlieferungen nicht genommen; Gemäß den Leuten des Wissens.” Abū Mu’amar al-Qādi’ī: “(Sufyān) Ibn Uyaynah lobte nicht das Gedächtnis von Lāith ibn Abī Sulāym.” Jarīr ibn Abd al-Ḥumāyd: “Lāith Gedächtnis wurde mehr verschlechtert, als ihre (Atā ibn as-Sā’ib und Yazīd ibn Abī Ziyād).” Amr ibn Alī al-Fallāš: “Yaḥyā (al-Qaṭṭān) überliefert nichts von Lāith.” Bukhārī: “Sadūq, doch manchmal irrte er sich in einigen Sachen.” at-Tirmidhī: “Er wurde für schwach erklärt.” Ibn Khuzāymah: “Wir entnahmen keine Beweise von den Überlieferungen von Lāith ibn Abī Sulāym.” Sufyān: “Ich fragte Ayyūb as-Sakhtiyānī: “Was ist mit dir, dass du die Überlieferung von Tawūs nicht aufschreibst ?” Er sagte: “Ich ging zu ihm und ich sah, dass zwischen ihm Lāith ibn Abī Sulāym und Abd al-Karīm ibn Abī Umayyāh sitzen, daher kam ich zurück und verlasse (es) von ihm zu erzählen.” Alī ibn Madānī: “Mujālid (ein schwacher Überlieferer) ist mir Lieber als Lāith und Ḥajjāj ibn Artā.” Uṭhmān ibn Abī Shāybah: “Er ist Thiqā, Sadūq, doch nicht Hujjah.” An-Nasā’ī: “Dā’if.” Juzjănī: “Er wird für schwach erklärt, er ist kein feststehender Überlieferer.” Imām At-Tahāwī: “Seine Überlieferungen sind nicht stark, gemäß den Leuten des Wissens in der Asānīd.”

[Tahdhīb al-Kamāl no. 5721; Siyār al-Alām an-Nubalā’a no. 2084; Ahwāl al-Rijāl no. 132]

Über antimajoze

Nach dem Verständnis der Salaf
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