Abdullāh Ibn ‚Umar gab Alī ibn Abī Ṭālib nicht den Treueschwur (Bayah)?

بِسْــــــــــــــــــمِ اﷲِالرَّحْمَنِ اارَّحِيم

Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Alles Lob gebührt Allāh, dem Herrn aller Welten. Friede und Segen seien auf dem Gesandten, seiner Familie, seine Ehefrauen und seinen Gefährten.

In den letzten Jahren endecken wir viele hinterlistige Angriffe seitens der Rāfiḍah gegen den Gefährten des Propheten ﷺ Abdullāh ibn Umar ibn al-Khaṭṭāb (raḍiallāhu anhu), welche wir – wenn Allāh es uns ermöglicht – nacheinander wiederlegen werden. Eins dieser Behauptung dem wir ein Ende setzen werden, ist, dass er nicht den Treueschwur an den Āmīr al-Mū’minīn Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) geleistet hat, sondern vielmehr einen Frevler wie Yazīd ibn Mu’āwiyah. Hierzu schlussfolgern die Rāfiḍah fälschlicherweise, dass Ibn ‚Umar ein Hass auf Alī hegte. Selbstverständlich ist das ein Irrtum, denn wenn man sich mit seiner Biographie befasst, wird einem sofort klar wie sehr er (raḍiallāhu anhu) die Ahl-l-Bāyt geliebt und verteidigt hat. Die Ahl-l-Bāyt selbst haben Ibn Umar geehrt [1].

Was den Treueschwur anbelangt, so besteht einen Konsens unter den Ahl-l-Ṣunnāh und allesamt den Gefährten, dass sie Alī ibn Abī Ṭālib nach der Ermordung von Uṭhmān ibn Affān (raḍiallāhu anhu) als Kalif am würdigsten sahen. Wenn gesagt wird, ob es darüber eine Meinungsverschiedenheit herrscht und das einige Gelehrten und Historiker dies von Ibn ‚Umar behaupten, fragen wir auf welchem Beweise man sich stützte? Es gibt nämlich keinen authentisch Beweis dafür, dass er nicht Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) die Treue leistete, eher findet man eine schwache Überlieferung diesbezüglich [2]. Es kann nicht stimmen, dass Ibn ‚Umar (raḍiallāhu anhu) den Treueschwur ablehnte, da wir wissen, welche Probleme er gehabt hätte mit Alī wie einst Mu’āwiyah (raḍiallāhu anhu) in Ṣiffīn. Hierbei liegt auch eine Verwechslung vor, nämlich er gab ihm den Treueschwur, was er aber nicht tat, war es Alī zu gehorchen die ungerechte Partei zubekämpfen. Der Beweis dafür, dass er ihm die Treue leistete, berichtet er selbst.

Abdullāh ibn ‚Umar (raḍiallāhu anhu) sagte:

بَعَثَ إلِي عَلِيُّ ابْنُ أَبِي طَالِبٍ ، فَأَتَيْتُهُ ، فَقَالَ : يَا أَبَا عَبْدِ الرَّحْمَنِ ، إِنَّكَ رَجُلٌ مُطَاعٌ فِي أَهْلِ الشَّامِ ، فَسِرْ ، فَقَدْ أَمَّرْتُكَ عَلَيْهِمْ ، فَقُلْتُ : أُذَكِّرُكَ اللَّه وَقَرَابَتِي مِنْ رَسُولِ اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَصُحْبَتِي إِيَّاهُ إِلا مَا أَعْفَيْتَنِي . فَأَبَى عَلِيٌّ ، فَاسْتَعَنْتُ عَلَيْهِ بِحَفْصَةَ ، فَأَبَى فَخَرَجْتُ لَيْلا إِلَى مَكَّةَ ، فَأُتِيَ ، فَقِيلَ لَهُ : إِنَّهُ قَدْ خَرَجَ إِلَى الشَّامِ ، فَبَعَثَ فِي أَثَرِي فَجَعَلَ الرَّجُلُ يَأْتِي الْمِرْبَدَ ، فَيَخْطِمُ بَعِيرَهُ بِعِمَامَتِهِ لِيُدْرِكَنِي ، فَأَرْسَلَتْ حَفْصَةُ : إِنَّهُ لَمْ يَخْرُجْ إِلَى الشَّامِ ، إِنَّمَا خَرَجَ إِلَى مَكَّةَ .

Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) schickte nach mir, so dass ich zu ihm kam und er mir sagte: „Oh Abū Aburraḥmān ! Du bist ein Mann, der von den Menschen in Syrien erhört wird. Marschiere dort hin, da ich dich zum Anführer ernannt habe.“ So sagte ich ihm: „Bei Allāh, ich will dich daran erinnern, meine Nähe zu dem Gesandten Allāhs ﷺ und meine Begleitschaft zu ihm, dass du mich davon befreist.“ Er wollte es aber nicht akzeptieren und ich eilte meine Schwester ‚Umm al-Mū’minīn Ḥafsa (raḍiallāhu anha) um Beistand (ihn davon zu überzeugen), aber er bestand darauf und so ging ich nach Mekka während der Nacht und sie sagte zu ihm: „Er ging nach Syrien.“ So schickte er nach mir und der Reiter ging in Eile, um mich einzuholen, dann schickte Ḥafsa ihm eine Nachricht: „Er ging nicht nach Syrien, sondern ist nach Mekka ausgereist.“

[ad-Dhahābī, Siyār al-A’lām an-Nubalā’a no. 262; Ṣaḥīḥ]

Anhand dieser Überlieferung wird Ibn Umar’s Treueschwur an Alī (raḍiallāhu anhu) bewiesen. Wie sonst könnte Alī ihn mit dem Gouverneursamt schmücken wollen, wenn er nicht mal die Treue von ihm bekommen hat?! Die Gelehrten der Ahl-l-Ṣunnāh sprachen auch nichts anderes und bestätigen dass Ibn Umar unter Alī’s Autorität stand.

(1) Imām al-Ḥāfīḍ Muḥammad Ibn Sā’d al-Baġdādī (raḥimahullāh) sagte:

وبويع لعلي بن أبي طالب رحمه الله بالمدينة الغد من يوم قتل عثمان بالخلافة، بايعه طلحة والزبير، وسعد بن أبي وقاص وسعيد بن زيد بن عمرو بن نفيل، وعمار بن ياسر، وأسامة بن زيد، وسهل بن حنيف، وأبو أيوب الأنصارى، ومحمد بن مسلمة، وزيد بن ثابت، وخزيمة بن ثابت وجميع من كان بالمدينة من أصحاب رسول الله – صلى الله عليه وسلم – وغيرهم

„Der Treueschwur an Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) wurde in al-Madinah geleistet, unmittelbar nach der Ermordung von Uṭhmān (raḍiallāhu anhu). Jene die den Treueschwur leisteten waren Ṭalḥa, az-Zubāyr, Sā’d ibn Abī Waqqas, Sā’id ibn Zāyd ibn ‚Amr ibn Nufāyl, Ammār ibn Yaṣīr, Usamah ibn Zāyd, Saḥl ibn Hunāyf, Abū Ayyūb al-Anṣārī, Zāid ibn Thābit, Khuzāymah ibn Thābit und all jene Gefährten des Propheten ﷺ die in al-Madinah wohnten und andere.“

[aṭ-Ṭabaqāt al-Kubrā (3/31)]

(2) Imām Abū Abdullāh al-Ḥākim an-Nāysaburī (raḥimahullāh) sagte:

هَذِهِ الأَخْبَارُ الْوَارِدَةُ فِي بَيْعَةِ أَمِيرِ الْمُؤْمِنِينَ كُلُّهَا صَحِيحَةٌ مُجْمَعٌ عَلَيْهَا ، فَأَمَّا قَوْلُ مَنْ زَعَمَ أَنَّ عَبْدَ اللَّهِ بْنَ عَمْرٍو أَبَا مَسْعُودٍ الأَنْصَارِيَّ ، وَسَعْدَ بْنَ أَبِي وَقَّاصٍ ، وَأَبَا مُوسَى الأَشْعَرِيَّ ، وَمُحَمَّدَ بْنَ مَسْلَمَةَ الأَنْصَارِيَّ ، وَأُسَامَةَ بْنَ زَيْدٍ قَعَدُوا عَنْ بَيْعَتِهِ ، فَإِنَّ هَذَا قَوْلُ مَنْ يَجْحَدُ حَقِيقَةَ تِلْكَ الأَحْوَالِ فَاسْمَعِ الآنَ حَقِيقَتَهَا

„Diese überlieferten Nachrichten über den Treueschwur gegenüber dem Āmīr al-Mū’minīn Alī (raḍiallāhu anhu) sind mit Übereinkunft authentisch. Und wer behauptet, dass Abdullāh ibn ‚Umar, Abū Mas’ūd al-Anṣārī, Sā’id ibn Abī Waqqas, Abū Mūsā al-‚Āsh’ārī, Muḥammad ibn Muslimah al-Anṣārī und Usamah ibn Zāyd (raḍiallāhu anhum) ihren Treueschwur verspätet haben, so ist es eine Aussage von jemanden der die Wirklichkeit dieser Ereignisse verleugnet.“

[Mustadrak alā‘ al-Ṣaḥīḥayn (3/115)]

(3) Imām Abū Abdullāh Ibn Baṭṭāh (raḥimahullāh) sagte:

انَتْ بَيْعَةُ عَلِيٍّ -رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ – ( بَيْعَةَ ) اجْتِمَاعٍ وَرَحْمَةٍ لَمْ يَدْعُ إِلَى نَفْسِهِ ، وَلَمْ يُجْبِرْهُمْ عَلَى بَيْعَتِهِ بِسَيْفِهِ ، وَلَمْ يَغْلِبْهُمْ بِعَشِيرَتِهِ ، وَلَقَدْ شَرَّفَ الْخِلَافَةَ بِنَفْسِهِ ، وَزَانَهَا بِشَرَفِهِ وَكَسَاهَا حُلَّةَ الْبَهَاءِ بِعَدْلِهِ ، وَرَفَعَهَا بِعُلُوِّ قَدْرِهِ ، وَلَقَدْ أَبَاهَا فَأَجْبَرُوهُ وَتَقَاعَسَ عَنْهَا فَأَكْرَهُوهُ

„Der Treueschwur an Alī (raḍiallāhu anhu) basiert auf Konsens und Barmherzigkeit. Er wollte nicht diese Position an sich nehmen und er zwang sie auch nicht durch das Schwert ihm die Treue zuschwören; noch hat er die Macht bekommen mittels seiner Familie. Die Position des Kalifats wurde selbst geehrt, als Alī Kalif wurde. Er schmückte es aus mit seinen Hohen Status; gab es ein Gefühl der Würde durch seine Gerechtigkeit und erhöht durch seine edle Haltung. Er weigerte sich diese Position zutragen, aber sie (die Gefährten) zwangen ihn. Er zögerte, aber sie stellten ihn unter Druck.“

[Ibn Qudamah, Minhāj al-Qāṣidīn (1/77)]

(4) Āmīr al-Mū’minīn fīl Ḥādith Ibn Ḥajar al-‚Asqălānī (raḥimahullāh) sagte:

كَانَتْ بَيْعَةُ عَلِيٍّ بِالْخِلَافَةِ عَقِبَ قَتْلِ عُثْمَانَ فِي أَوَائِلِ ذِي الْحِجَّةِ سَنَةَ خَمْسٍ وَثَلَاثِينَ ، فَبَايَعَهُ الْمُهَاجِرُونَ وَالْأَنْصَارُوَكُلُّ مَنْ حَضَرَ ، وَكَتَبَ بَيْعَتَهُ إِلَى الْآفَاقِ فَأَذْعَنُوا كُلُّهُمْ إِلَّامُعَاوِيَةَ فِي أَهْلِ الشَّامِ فَكَانَ بَيْنَهُمْ بَعْدُ مَا كَانَ .

„Der Treueschwur an Alī (raḍiallāhu anhu) als Khalif kam unmittelbar nach der Ermordung von Uṭhmān, Anfang des Monats Dhū’l-Hijjah im Jahre 35 nach der Hijra. All die Muhājirīn wā’l Anṣār und jeder der Anwesenden schwor ihm die Treue. Kurz danach schrieb er an die anderen Provinzen um ihnen zu sagen, dass auch sie ihm den Treueschwur leisten sollen; Alle bis auf Mu’āwiyah (raḍiallāhu anhu) und seine Partei waren einverstanden und es geschah zwischen ihnen, was geschehen ist.“

[Fatḥūl-Bārī (7/72)]

Und bezüglich seine Aussage als er im Sterbebett lag:

مَا أَجِدُ فِي نَفْسِي شَيْئًا إِلَّا أَنِّي لَمْ أُقَاتِلِ الْفِئَةَ الْبَاغِيَةَ مَعَ عَلِيِّ بْنِ أَبِي طَالِبٍ

„Ich bereue nichts was Ich verpasst habe, außer das ich nicht an der Seite von Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) gekämpft habe, gegen die ungerechte Seite.“

[Ibn Abd al-Barr, Istī’āb fī Marī’fat al-Aṣḥāb no. 1774; Ibn Sād, aṭ-Ṭabaqāt no. 5152; Yaqūb ibn Sufyān, al-Marī’fat wā‘ at-Tarīkḥ no. 1433; Ṣaḥīḥ]

Zeigt auf, dass er es bereut hat nicht mit ihm gekämpft zuhaben, aber nicht wegen dem Treueschwur. Wenn er wirklich auf dem Treueschwur verzichtet hätte, wäre sein Bedauern dafür größer gewesen und er hätte es deutlich gesagt. Denn der Eid ist Pflicht und es zu unterlassen, droht eine Strafe wie es Ibn ‚Umar vom Propheten ﷺ überliefert hat, als er sagte:

َلَيْسَ فِي عُنُقِهِ بَيْعَةٌ مَاتَ مِيتَةً جَاهِلِيَّةً ‏

„Wer stirbt ohne ein Treueschwur zu leisten, stirbt den Tod der Unwissenheit.“

[Ṣaḥīḥ Muslim no. 1851]

Er weigerte sich nicht an der Seite von Alī ibn Abī Ṭālib zu kämpfen weil er sich schützen wollte, sondern wegen der ganzen Sache an sich, denn er lehnte diesen ganzen Streit und diese bewaffnete Auseinandersetzung zwischen den Gefährten ab. Er würde sich nicht dagegenstellen wenn es um Muslime gegen Ungläubige ging, sondern nur wenn die Muslime sich gegenseitig bekämpften und töteten. Er machte seinen Standpunkt klar als Nāfi’ī (raḥimahullāh) berichtete, dass ein Mann Ibn Umar (raḍiallāhu anhu) fragte:

يَا أَبَا عَبْدِ الرَّحْمَنِ ، أَنْتَ ابْنَ عُمَرَ ، وَصَاحِبُ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَذَكَرَ مَنَاقِبَهُ ، فَمَا يَمْنَعُكَ مِنْ هَذَا الأَمْرِ ؟ قَالَ : يَمْنَعُنِي أَنَّ اللَّهَ تَعَالَى حَرَّمَ عَلَيَّ دَمَ الْمُسْلِمِ ، قَالَ : فَإِنَّ اللَّهَ عَزَّ وَجَلَّ يَقُولُ : وَقَاتِلُوهُمْ حَتَّى لا تَكُونَ فِتْنَةٌ وَيَكُونَ الدِّينُ لِلَّهِ سورة البقرة آية 193 قَالَ : قَدْ فَعَلْنَا وَقَدْ قَاتَلْنَاهُمْ حَتَّى كَانَ الدِّينُ لِلَّهِ ، فَأَنْتُمْ تُرِيدُونَ أَنْ تُقَاتِلُوا حَتَّى يَكُونَ الدِّينُ لِغَيْرِ اللَّهِ

„Oh Abū Aburraḥmān ! Du bist der Sohn von ‚Umar und ein Gefährte des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Heil) und du bist so wie du bist. Was hielt dich damals ab?“ Er meinte an Alī’s Seite zu kämpfen. Ibn ‚Umar (raḍiallāhu anhu) antwortete: „Was mich daran hinderte waren die Worte von Allāh, die uns untersagen das Blut von Muslimen zu vergiessen. Allah der Allmächtige und Gewaltige sagt: „Und kämpft gegen sie, bis es keine Verführung (mehr) gibt und die Religion Allāh gehört.“ (2:193) Wir taten dies und kämpften solange bis es keine Verführung mehr gab und die Religion gänzlich Allāh gehört. Jedoch kämpft ihr für das Gegenteil, eine Religion für jemand anderen als Allāh.“

[Abū Nu’āym, Hilyāt al-Āwlīyyah no. 1030]

Und er (raḍiallāhu anhu) sagte auch:

قَدْ قَاتَلْتُ وَالأَنْصَابُ بَيْنَ الرُّكْنِ وَالْبَابِ حَتَّى نَفَاهَا اللَّهُ عَزَّ وَجَلَّ مِنْ أَرْضِ الْعَرَبِ ، فَأَنَا أَكْرَهُ أَنْ أُقَاتِلَ مَنْ يَقُولُ : لا إِلَهَ إِلا اللَّهُ

„Ich habe gekämpft als all die Götzen das heilige Haus besetzt hielten, von der jeder Ecke bis zur Tür, solange bis Allāh dieses Land der Araber davon befreit hatte. Ich hasse es jetzt gegen jene zu kämpfen die sagen: „Es gibt keinen Gott außer Allāh.“

[Ibn Ḥadhlam, Juzʼ min ḥadīth al-‚Awzāʻī no. 22]

al-Ḥāssan al-Baṣrī (raḥimahullāh) sagte:

لَمَّا كَانَ مِنْ أَمْرِ النَّاسِ مَا كَانَ مِنْ أَمْرِ الْفِتْنَةِ ، أَتَوْا عَبْدَ اللَّهِ بْنَ عُمَرَ فَقَالُوا : أَنْتَ سَيِّدُ النَّاسِ ، وَابْنُ سَيِّدِهُمْ ، وَالنَّاسُ بِكَ رَاضُونَ ، اخْرُجْ نُبَايعْكَ ، فَقَالَ : لا وَاللَّهِ ، لا يُهَرَاقُ فِيَّ مِحْجَمَةٍ مِنْ دَمٍ ، وَلا فِي سَبَبِي مَا كَانَ فِيَّ الرُّوحُ ، قَالَ : ثُمَّ أُتِيَ فَخُوِّفَ ، فَقِيلَ لَهُ : لَتَخْرُجَنَّ أَوْ لَتُقْتَلَنَّ عَلَى فِرَاشِكَ ، فَقَالَ مِثْلَ قَوْلِهِ الأَوَّلِ ، قَالَ الْحَسَنُ : فَوَاللَّهِ مَا اسْتَقَلُّوا مِنْهُ شَيْئًا حَتَّى لَحِقَ بِاللَّهِ

„Als die Leute in der Fitnah fielen, kamen sie zu Abdullāh ibn ‚Umar (raḍiallāhu anhu) und sagten ihm: „Du bist der Meister dieses Volkes und Sohn eines Meisters; Die Leute sind zufrieden mit dir, also komm hinaus und lass uns dir die Treue schwören.“ Er sagte: „Nein ! Bei Allāh so lange ich lebe, wird kein Blut meinetwegen vergossen werden.“ Sodann entfernte er sich von ihnen, aber sie versuchten ihn mit Worten zu einzuschüchtern: „Du wirst sicherlich mitgehen oder du wirst auf deinem Bett getötet werden.“ Er aber wiederholte nur Wörter, die ähnlich wie seine letzten Worte waren. al-Ḥāssan sagte weiter: „Bei Allāh! Sie waren nicht in der Lage etwas von ihm zu bekommen, bis er Allāh getroffen hat.“

[al-Baghāwī, Mu’jam as-Ṣaḥābah no. 1446; Ṣaḥīḥ]

Mar’hūm ibn Abd al-‚Āzīz (raḥimahullāh) sagte:

سمعت أَبِي ، يَقُولُ : لما كانت فتنة يَزِيد بْن المهلب انطلقت أنا ورجل إِلَى ابن سيرين ، فقلنا : ما ترى ؟ فَقَالَ : انظروا إِلَى أسعد الناس حين قتل عُثْمَان فاقتدوا به ، قلنا : هَذَا ابن عُمَرَ كف يده

Ich hörte meinen Vater sagen: „Als die Fitnah von Yazīd ibn Muhallāb stattfand, ging ich und ein Mann zu Ibn Ṣīrīn (raḥimahullāh) und fragten ihn: „Was ist deine Meinung (d.h was sollen wir tun bzgl. dieser Fitnah)?“ Er sagte: „Schaut auf den glücklichsten Menschen an als Uthmān getötet wurde und folgt ihm.“ Wir sagten: „Dies ist Ibn ‚Umar der Abstand (von der Fitnah) hielt.“

[Ibn Asākīr, Tarīkḥ ad-Dimašhq no. 31216]

Alī ibn Abī Ṭālib (raḍiallāhu anhu) nahm die Haltung von Ibn ‚Umar auch nicht übel als er sagte:

لِلَّهِ دَرُّ مَقَامٍ قَامَهُ سَعْدُ بْنُ مَالِكٍ وَعَبْدُ اللَّهِ بْنُ عُمَرَ، إِنْ كَانَ بِرًّا إِنَّ أَجْرَهُ لَعَظِيمٌ، وَإِنْ كَانَ إِثْمًا إِنَّ خَطَرَهُ لَيَسِيرٌ.

„Was für eine lobenwerte Stellung hat Sā’d ibn Mālik und Abdullāh ibn Umar eingenommen (d.h. sich fernhielten von dieser Zwietracht). Wenn es gut und richtig ist, so ist ihr Lohn groß. Und wenn es ein Fehler gewesen ist, dann ist ihr Vergehen gering.“

[Ibn Taymīyah, Minhāj aṣ-Ṣunnāh (6/209)]

Das war seine Argumentation und der Grund gewesen warum er sich nicht am Kampf beteiligte und warum er Abstand hielt an einer Schlacht teilzunehmen, nicht weil er vor dem Kampf flüchten wollte, oder er sich passiv verhielt um den Ausgang des Bürgerkrieges innerhalb der Gläubigen mitzubestimmen, sondern schlicht und einfach, weil er sein Schwert nicht gegen einen Muslimbruder ziehen wollte. Das er verzichtet hat seine Treue an Alī abzugeben ist eine Haltlose Lüge.

وَاللَّهُ أَعْلَمُ

۝  ﴿۝﴾  ۝

Abū Aḥmād Ibn Aḥmād al-‘Ḥanbālī

____________

Fußnoten:

[1] https://antimajozze.wordpress.com/2014/01/06/ahlu-bayt-ra-uber-den-sohn-al-khattab-ra/

[2] Mu’sāb ibn Abdullāh az-Zubāyrī (raḥimahullāh) berichtete:

لَمَّا قُتِلَ عُثْمَانُ وَبُويِعَ عَلِيٌّ أُتِيَ بِعَبْدِ اللَّه بْنِ عُمَرَ ، فَقِيلَ : بَايِعْ ، فَأَبَى ، فَشَدَّ بِهِ أَصْحَابُ عَلِيٍّ ، فَقَالَ عَبْد اللَّهِ بْنُ عُمَرَ لِعَلِيٍّ : مَا تَصْنَعُ بِهَذَا ؟ لا وَاللَّهِ لا أَبْسُطُ يَدِي بِبَيْعَةٍ فِي فُرْقَةٍ ، وَلا أَقْبِضُهَا فِي جَمَاعَةٍ أَبَدًا ، فَقَالَ عَلِيٌّ : خَلُّوهُ ، أَنَا كَفِيلُهُ

„Als Uṭhmān (raḍiallāhu anhu) getötet und man Alī (raḍiallāhu anhu) die Treue leistete, wurde Abdullāh ibn ‚Umar zu ihm gebracht und es wurde ihm gesagt: „Gebe deine Treue ab.“ Aber er lehnte es ab. Die Gefährten von Alī haben ihn ergriffen, dann aber sagte Abdullāh zu Alī: „Was willst du dagegen tun? Nein Bei Allāh ! Ich werde meine Treue nicht an jemanden leisten in der Zeit der Bedrängnisse, noch werde ich es jemals widerrufen wenn die Mehrheit sich geeinigt hat.“ Alī sagte dann: „Lasst ihn ! Ich werde für ihn bürgen.“

[Ibn Asākīr, Tarīkḥ ad-Dimašhq no. 31214; Dā’if]

Mu’sāb ibn Abdullāh az-Zubāyrī ist im Jahre 156 nach der Hijra geboren und der Treueschwur an Alī fand im Jahre 35 statt. Es kann nicht möglich sein das er dieses Ereignis miterlebt hat. Somit ist sie getrennt und schwach.

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Nach dem Verständnis der Salaf
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