Das Gebet der Ahl-l-Bāyt hinter den Herrscher beruhte nicht auf Taqiyyah

Alles Lob gebührt Allāh, dem Herrn aller Welten. Friede und Segen seien auf dem Gesandten, seiner Familie und seinen Gefährten.

Allāh ﷻ spricht:

مَن كَفَرَ بِاللَّهِ مِن بَعْدِ إِيمَانِهِ إِلَّا مَنْ أُكْرِهَ وَقَلْبُهُ مُطْمَئِنٌّ بِالْإِيمَانِ وَلَٰكِن مَّن شَرَحَ بِالْكُفْرِ صَدْرًا فَعَلَيْهِمْ غَضَبٌ مِّنَ اللَّهِ وَلَهُمْ عَذَابٌ عَظِيمٌ 

《Wer Allāh verleugnet, nachdem er geglaubt hat – den allein ausgenommen, der (dazu) gezwungen wird, während sein Herz im Glauben Frieden findet -, auf jenen aber, die ihre Brust dem Unglauben öffnen, lastet Allāhs Zorn; und ihnen wird eine strenge Strafe zuteil sein.》

[Qur’ān 16:106]

An einer anderen Stelle spricht Allāh ﷻ:

لَّا يَتَّخِذِ الْمُؤْمِنُونَ الْكَافِرِينَ أَوْلِيَاءَ مِن دُونِ الْمُؤْمِنِينَ ۖ وَمَن يَفْعَلْ ذَٰلِكَ فَلَيْسَ مِنَ اللَّهِ فِي شَيْءٍ إِلَّا أَن تَتَّقُوا مِنْهُمْ تُقَاةً ۗ وَيُحَذِّرُكُمُ اللَّهُ نَفْسَهُ ۗ وَإِلَى اللَّهِ الْمَصِيرُ

„Die Gläubigen sollen nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren nehmen. Wer das tut, hat überhaupt nichts mit Allāh (gemeinsam) –, es sei denn, daß ihr euch (durch dieses Verhalten) vor ihnen wirklich schützt. Allah mahnt euch zur Vorsicht vor Sich selbst. Und zu Allāh ist der Ausgang.“

[Qur’ān 3:28]

Diese Verse sind Beweise für die Zulässigkeit Taqqiyah (Lügen/Verheimlichen) zu praktizieren. Jedoch muss man verinnerlichen, dass die Taqiyyah gemäß Ahl-l-Sunnāh und Ahl-l-Bāyt nur dann anzuwenden ist, wenn das Leben eines Menschen in Gefahr ist oder man diese Person zur Kufr zwingt.

Imām al-Baghāwī (rahimahullāh) sagte:

وأجمع العلماء على أن من أكره على كلمة الكفر, يجوز له أن يقول بلسانه, وإذا قال بلسانه غير معتقد لا يكون كفرا, وإن أبى أن يقول حتى يقتل كان أفضل اضغط هنا

„Die Gelehrten sind sich einig, dass derjenige, der gezwungen wird eine Kufr Aussage zu tätigen, so ist es ihm erlaubt, dies zu sagen, und wenn er es sagt, und nicht daran (im Herzen) glaubt (sondern Imān hat,) dann ist dies kein Kufr; und wenn er es ablehnt (den Kufr) zu sagen und daraufhin getötet wird, so ist dies besser.“

[Mā’lim al-Tanzil fī Tafsīr al-Qur’ān (5/45)]

Der Imām al-Muffasirīn ibn Jārir aṭ-Ṭabārī (rahimahullāh) sagte:

التقية التي ذكرها الله في هذه الآية إنما هي تقية من الكفار لا من غيرهم

„Die Taqiyyah, welches Allāh ﷻ in diesem Vers meint, ist die Taqiyyah gegen über die Ungläubigen und nicht (das praktizieren der Taqqiyah) auf ihresgleichen.“

[Tafsīr at-Tabārī (6/316)]

Der Amīr Al-Mu’mīnīn fī’l Hadīth Ibn Hājar Al-Asqălānī (rahimahullāh) überliefert eine Aussage vom Großgelehrten der Ahl-l-Bāyt Abdullāh Ibn Abbās (Allāhs Wohlgefallen auf ihm) der folgendes sagte:

ليس التقية بالعمل إنما التقية باللسان

„Taqiyya macht man nicht mit der Tat sondern mit der Zunge.“ 

[Fathūl Bārī (12/314); Tafsīr Ibn Kaṯīr (1/358)]

Imām ibn Abī Shāybah (rahimahullāh) überliefert:

حَدَّثَنَا عَبْدُ الرَّحْمَنِ بْنُ مَهْدِيٍّ ، عَنْ عُمَرَ بْنِ عَطِيَّةَ ، قَالَ : سَمِعْتُ أَبَا جَعْفَرٍ ، يَقُولُ :  التَّقِيَّةُ لَا تَحِلُّ إلَّا كَمَا تَحِلُّ الْمَيْتَةُ لِلْمُضْطَرِّ

Umar ibn Attīyah berichtete: Ich hörte Abū Jā’far Al-Baqīr (rahimahullāh) sagen: „Die Taqiyyah ist nicht erlaubt außer in einer Sache, wie wenn das verendete Tier für denjenigen erlaubt ist wenn er kurz vor dem Tod steht und er kein Essen findet, so darf er es essen.“

[Musannāf no. 32341]

Das heißt, dass man Taqiyyah bīl Lisān macht, wenn man sich vom Übel fern halten will und nicht Taqqiyah bīl Amall. Man darf auf keinen Fall aus Taqiyyah Gründen die Feste der Kuffar mitfeiern, ihre Ritten welches der Zorn Allāhs auf ihnen ist nachmachen, mit ihnen das Verwerfliche tun, hinter ihren Gebete stehen, und vorallem nicht wenn man gezwungen wird, sich vor einer Götze niederzuwerden, egal ob er bedroht wird, darf er das auf keinem Fall in die Tat umsetzen. Das ist die Stellung der Muslime, insbesondere das Verständnis der Ahl-l-Bāyt, nicht das die Rāfiḍah versuchen sollten etwas zu vertuschen. Wer mehr wissen eignen möchte über at-Taqqiyah gemäß der Ahl-l-Sunnāh, der sollte zwei folgenden Beiträge lesen [1] [2] .

Die Taqqiyah bei den Rāfiḍah ist komplett das Gegenteil. Sie dürfen in allen Situation bedienungslos lügen, sei es in Aussage oder Tat. Die Taqqiyah bei ihnen ist die beste Tat die ein Rāfiḍī machen kann und er ist verpflichtet dies zumachen. Wer sich von ihrer Taqqiyah distanziert, der gehört nicht zu ihnen. Eine bessere Formulierung für ihre Taqiyyah wäre – „Gib dich als Heuchler aus und du bist bei Allāh ein Gläubiger.“ Schlimmer ist es sogar, dass ihre Imāme bei Allāh schwören, dass die Taqqiyah ihnen lieber ist als den Gesandten Allāhs ﷺ. Wenn du ihre Geschichte von Anfang an und bis jetzt ließt, wird dir erleuchtet, dass die Wahrhaftigkeit bei ihnen ausgestorben ist und die Lüge verinnerlichten und perfektioniert haben. Es gibt keine Religion, die das Lügen in allen Situation erlaubten und Weltklassiche Lügner ausbildeten als die Rāfiḍah. Die Eigenschaft, anderen Menschen aus Furcht vor Ihnen zu schmeicheln oder aus Verachtung ihnen gegenüber nicht die Wahrheit zu sagen, kommt dem Tatbestand der Heuchelei gleich.

Allāh ﷻ spricht:

 إِنَّ اللَّـهَ لَا يَهْدِي مَنْ هُوَ كَاذِبٌ كَفَّارٌ

《Gewiß, Allāh leitet nicht recht, wer ein Lügner und beharrlicher Ungläubiger ist.》

[Qur’ān39:3]

Allāh ﷻ verflucht an einer Stelle diejenigen an, die die Wahrheit verschweigen:

 الَّذِينَ يَكْتُمُونَ مَا أَنزَلْنَا مِنَ الْبَيِّنَاتِ وَالْهُدَىٰ مِن بَعْدِ مَا بَيَّنَّاهُ لِلنَّاسِ فِي الْكِتَابِ ۙ أُولَـٰئِكَ يَلْعَنُهُمُ اللَّـهُ وَيَلْعَنُهُمُ اللَّاعِنُونَ

《Wahrlich, diejenigen, die verheimlichen, was Wir an klaren Beweisen und Rechtleitung hinabgesandt haben, nachdem Wir es den Menschen in der Schrift klar gemacht haben, sie werden von Allāh verflucht und auch von den Fluchenden.》

[Qur’ān 2:159]

Abū Hurāirah (Allāhs Wohlgefallen auf ihm) berichtete vom Propheten ﷺ der sagte

إِنْ شَرَّ النَّاسِ ذُو الْوَجْهَيْنِ، الَّذِي يَأْتِي هَؤُلاَءِ بِوَجْهٍ وَهَؤُلاَءِ بِوَجْهٍ

„Wahrlich, der übelste aller Menschen ist derjenige, der zwei Gesichter hat, indem er sich zu diesen Menschen mit einem Gesicht und zu jenen mit dem anderen Gesicht begibt.“

[Sahih al-Bukhārī no. 7266]

Und Ammār ibn Yāṣir (Allāhs Wohlgefallen auf ihm) berichtete vom Propheten ﷺ der sagte:

 مَنْ كَانَ لَهُ وَجْهَانِ فِي الدُّنْيَا كَانَ لَهُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ لِسَانَانِ مِنْ نَارٍ ‏

„Wer im Diesseits zwei Gesichter hatte, wird am Jüngsten Tag zwei Zungen aus Feuer haben.“

[Sunan Abū Dawūd no. 4873; Sahih; Ahmād, az-Zuhd no. 785; ibn Abī Shāybah, Musnad no. 432]

Shāykhul’Islām Ibn Taymīyah (rahimahullāh) sagte:

أخبر الله تعالى عن المنافقين أنّهم يقولون بألسنتهم ما ليس في قلوبهم والرافضة تجعل ذلك من أصول دينها وتسميه التّقيّة ، وتحكي هذا عن أئمة أهل البيت الذين برأهم الله عن ذلك ، حتى يحكوا ذلك عن جعفر الصادق أنه قال : التقية ديني ودين آبائي . وقـد نزّه الله المؤمنين من أهل البيت وغيرهم عن ذلك ، بل كانوا من أعظم الناس صدقاً وتحقيقاً للإيمان ، وكان دينهم التقوى لا التقية .

„Allāh, der Allmächtige, informiert über die Heuchler, dass sie mit ihren Zungen nicht das wiedergeben was in ihren Herzen ist und die Rāfiḍah haben diese Praxis zu einem fundamentalen Prinzip für ihre Religion erwählt. Sie nennen dies „Taqiyyah“ (Täuschung). Sie berichten dies von den Führern der Ahl-l-Bāyt, jene die Allāh als frei von solchen benehmen erklärte. Sie berichten sogar von Jā’far aš-Šadīq (rahimahullāh) das er gesagt haben soll, „at-Taqiyyah“ ist meine Religion und Religion meiner Väter“ doch Allāh erklärte die Gläubigen unter den Ahl-l-Bāyt und andere als frei von solchen Aussagen. In Wirklichkeit, waren jene (Ahl-l-Bāyt) die besten der Menschheit in Wahrheitsliebe und die wahren Imāme und ihre Religion war Taqwa und nicht Taqiyyah.“

[Minhāj aš-Sunnah (2/46)]

Man sagt die Nawāsib seien ausgestorben, jedoch ist das ein Irrtum. Denn bekanntermaßen sind die Rāfiḍah die neuen Nawāsib. Die Vorfahren der Nawāsib haben so etwas über die Ahl-l-Bāyt niemals behauptet. Sie bezeugten die Stärke der Ahl-l-Bāyt und vor allem Alī ibn Abī Tālib (Allāhs Wohlgefallen auf ihm) der ihre Väter tötete. Ihr Groll gegenüber der Ahl-l-Bāyt ist vielfältig, was Seiten befühlt. Doch gingen sie nicht weit und behaupten, die Ahl-l-Bāyt wären heuchlerischer verlogener feiger Haufen, die sich nichtmal trauten ihr gottgegebenes Recht einzufordern. Sie haben nicht den Löwen Allāhs Schwäche zu geschrieben, dass er dreißig volle Jahre auf Taqiyyah beharrt hat. Sie haben ihn nicht als Ehrenlos dargestellt, der zusieht wie man seine Frau schlug und wegrennt in einer anderen Stadt. Was die Rāfiḍah über Alī ibn Abī Tālib und seiner Ahl-l-Bāyt behauptet haben, ist schlimmer als das was die Nawāsib gesprochen haben. Es ist sogar so, dass solch eine Heuchelei nicht einmal für die Schwächsten im Islām in Frage kommt.

Imām Abūl-Qāsim ibn Asākīr (rahimahullāh) überliefert:

أَخْبَرَنَا أَبُو مُحَمَّد بْن طَاوُس ، أَنَا أَبُو الغنائم بْن أَبِي عُثْمَان ، نَا مُحَمَّد بْن أَحْمَد بْن مُحَمَّد بْن مُحَمَّد بْن رزقوية ، نَا أَبُو مُحَمَّد إِسْمَاعِيل بْن عَلِيّ الخطبي ، نَا بشر بْن مُوسَى ، نَا عَبْد اللَّه بْن صَالِح ، نَا فُضَيْل يعني ابْن مرزوق ، عَنِ الْحَسَن بْن الْحَسَن بْن عَلِيّ بْن أَبِي طَالِب ، قَالَ : سمعته يَقُول لرجل من الرافضة : واللَّه لئن أمكننا اللَّه منكم لنقطعن أيديكم وأرجلكم ، ثُمَّ لا نقبل منكم توبة ، فَقَالَ رجل : لم لا يقبل منهم توبة ؟ قَالَ : نحن أعلم بها ولا منكم إن هؤلاء إن شاءوا صدقوكم ، وإن شاءوا كذبوكم ، وزعموا أن ذَلِكَ يستقيم لهم فِي التقية ، ويلك إن التقية إنما هِيَ باب رخصة للمسلم إِذَا اضطر إِلَيْهَا وخاف من ذي سلطان أعطاه غير ما فِي نفسه ، يدرأ عَنْ ذمة اللَّه عَزَّ وَجَلَّ وليس بباب فضل ، إنما الْفَضْل فِي القيام بأمر اللَّه وقول الحق ، وأيم اللَّه ما بلغ من التقية أن يجعل بها لعبد من عباد اللَّه أن يضل عباد اللَّه

Fudhā’il ibn Masrūq (rahimahullāh) überliefert, dass al-Hāssan (al-Muthānna) ibn al-Hāssan ibn Alī ibn Abī Tālib (rahimahullāh) zu einem Rāfiḍī sagte: “Bei Allāh, würde Allāh mir Macht über euch geben, so werde ich eure Hände und Füße abschneiden. Dann werden wir keinerlei Reue von Ihnen annehmen.“ Ein Mann sagte zu ihm: “Du wirst die Reue von ihnen nicht akzeptieren?” Er sagte: “Wir kennen diese Männer besser als du sie kennst. Sie werden das bestätigen was sie wollen, und das verleugnen was sie wollen. Sie behaupten das, dass richtig für sie ist durch Taqiyyah (Heuchelei). Wehe euch, Taqiyyah ist eine Tür des Genusses für die Muslime, wenn er gezwungen ist, sie zu benutzen und er fürchtet das diejenigen die an der Macht sind ihm etwas anzutun, und er unfähig ist, es abzuwenden und er abgehalten wird von seiner Verantwortung gegen über Allāh. Es ist keine Tür der Vortrefflichkeit. Vortrefflichkeit liegt in der Durchführung von Allāhs Befehlen und die Wahrheit zu sprechen. Bei Allāh Taqiyyah hat noch nicht den Punkt erreicht, wo einer der Knechte Allāhs es verwenden kann, um einen anderen Knecht von Allāh in die Irre zu verleiten.“

[Tārikh Dimašhq (4/165) no. 11458]

Wenn al-Hāssan ibn Hāssan ibn Alī ibn Abī Tālib (rahimahullāh) so eine Einstellung hatte, wie waren dann die anderen Mitglieder der Ahl-l-Bāyt (Möge Allāh sie segnen) ? Daher den Ahl-l-Bāyt die Taqiyyah als Möglichkeit zu erwähnen und dies als gut zu sehen, zeugt von einem großen Fehler im Verstand.

Da wir nun einwandfrei erklärt haben wie Taqiyyah zu verstehen ist, kommen wir auf das Ursprüngliche und zwar das die Ahl-l-Bāyt hinter den sunnitischen Herrschern im Gebet standen.

Imām Ibn Ṣād (rahimahullāh) überliefert:

أَخْبَرَنَا الْفَضْلُ بْنُ دُكَيْنٍ، قَالَ: حَدَّثَنَا أَبُو إِسْرَائِيلَ، عَنِ الْحَكَمِ، عَنْ أَبِي جَعْفَرٍ، قَالَ:  إِنَّا لَنُصَلِّي خَلْفَهُمْ فِي غَيْرِ تَقِيَّةٍ، وَأَشْهَدُ عَلَى عَلِيِّ بْنِ حُسَيْنٍ أَنَّهُ كَانَ يُصَلِّي خَلْفَهُمْ فِي غَيْرِ تَقِيَّةٍ

al-Hakam berichtete von Abū Jā’far (Al-Bāqīr) der sagte: „Ich betete hinter ihnen (den Umayyaden Herrscher) ohne Taqiyyah. Und ich bezeuge, dass auch (mein Vater) Alī ibn al-Hussāin hinter ihnen gebetet hat ohne Taqiyyah.“

[Tabaqāt (5/110]

Imām Aš-Šhāfi’ī (rahimahullāh) überliefert:

حَدَّثَنَا حَاتِمُ بْنُ إِسْمَاعِيلَ، عَنْ جَعْفَرِ بْنِ مُحَمَّدٍ، عَنْ أَبِيهِ  أَنَّ الْحَسَنَ، وَالْحُسَيْنَ كَانَا يُصَلِّيَانِ خَلْفَ مَرْوَانَ، قَالَ: فَقَالَ: مَا كَانَا يُصَلِّيَانِ إِذَا رَجَعَا إِلَى مَنَازِلِهِمَا؟ فَقَالَ: لا وَاللَّهِ، مَا كَانَا يَزِيدَانِ عَلَى صَلاةِ الأَئِمَّةِ

Jā’far ibn Muhammād (Aš-Šādīq) berichtete von seinem Vater (rahimahullāh) der sagte: „al-Hāssan und al-Hussāin (Allāhs Wohlgefallen auf ihnen) verichteten ihr Gebet hinter Marwān.“ Es wurde ihm gesagt: „Widerholten sie das Gebet, als sie in ihren Häusern zurückkehrten?“ Er sagte: „Nein, bei Allāh, sie fügten das Gebet mit dem Herrscher nichts hinzu (dh. Widerholten sie das Gebet nicht nach).“

[Musnad Aš-Šhāfi’ī no. 298: Sahih li Abū Jā’far]

Al-Hāfidh Abūl-Qāsim ibn Asākīr (rahimahullāh) überliefert:

أَخْبَرَنَا أَبُو بكر مُحَمَّد بْن عَبْد الباقي ، أَنْبَأَنَا أَبُو مُحَمَّد الجوهري ، أَنْبَأَنَا أَبُو عمر بْن حَيَّوَيْهِ ، أَنْبَأَنَا أَبُو الحسن أَحْمَد بْن معروف ، حَدَّثَنَا الحسين بْن فهم ، ثنا مُحَمَّد بْن سعد ، أَنْبَأَنَا شبابة بْن سوار ، أخبرني بسام ، قَالَ : سألت أبا جعفر عن الصلاة خلف بني أمية ؟ فقَالَ : صل خلفهم ، فإنا نصلي خلفهم ، قَالَ : قلت : يا أبا جعفر ، إن ناسا يزعمون أن هذا منكم تقية ، قَالَ : قد كان الحسن والحسين يصليان خلف مروان ، يبتدران الصف ، وإن كان الحسين ليسبه ، وهو على المنبر ، حتى ينزل ، أفتقية هذه ؟

Bassām (rahimahullāh) sagte: „Ich fragte Abū Jā’far (rahimahullāh) über das Beten hinter den Umayyaden, und er sagte: „Bete hinter ihnen, denn wir (die Ahl-l-Bāyt) beteten hinter ihnen.“ Ich fragte: „Aber Abū Jā’far, die Leute sagen, dass sei in einem Zustand der Taqiyya gemacht wurde.“ Er (rahimahullāh) antwortete: „al-Hāssan und al-Hussāin (Allāhs Wohlgefallen auf ihnen) beteten hinter Marwān, obwohl al-Hussāin ihn (Marwan) beschimpft hat, bis er aus der Kanzel herabstieg, ist das was du Taqiyyah nennst?“

[Tārikh Dimašhq no. 58106; Ibn Abī Shāybah, Musannāf (2/378-379) no. 7650; Sahih]

Imām Ibn Abī Shāybah (rahimahullāh) überliefert

حَدَّثَنَا وَكِيعٌ، ثَنَا سُفْيَانُ، عَنْ إِبْرَاهِيمَ بْنِ أَبِي حَفْصَةَ، قَالَ:  قُلْتُ لِعَلِيِّ بْنِ حُسَيْنٍ: إِنَّ أَبَا حَمْزَةَ الثُّمَالِيَّ، وَكَانَ فِيهِ غُلُوٌّ، يَقُولُ: لَا نُصَلِّي خَلْفَ الْأَئِمَّةِ، وَلَا نُنَاكِحُ إِلَّا مَنْ يَرَى مثل مَا رَأَيْنَا؟ فَقَالَ عَلِيُّ بْنُ حُسَيْنٍ بَلْ نُصَلِّي خَلْفَهُمْ، وَنُنَاكِحُهُمْ بِالسُّنَّةِ

„Ibrahīm ibn Abī Hafsa sagte: „Ich sagte zu Alī ibn al-Hussāin (rahimahullāh), dass Abū Hamza al-Thūmalī (und er übertreibte über Alī ibn al-Hussāin) sagte: „Wir beten nicht hinter den Führern und weder schließen wir eine Ehe mit ihnen, mit Ausnahme desjenigen der mit uns übereinstimmt.“ So sagte Alī ibn al-Hussāin (rahimahullāh): „Nein, wir beten hinter ihnen und wir heiraten sie, gemäß der Ṣunnāh.“

[Musannāf no. 7651; Sahih]

Imām Bukhārī (rahimahullāh) überliefert:

حَدَّثَنَا مُحَمَّدٌ، قَالَ: حَدَّثَنَا أَبُو نُعَيْمٍ، قَالَ: حَدَّثَنَا عَبْدُ الرَّحِيمِ بْنُ عَبْدِ رَبِّهِ، قَالَ: حَدَّثَنِي شُرَحْبِيلُ أَبُو سَعْدٍ، قَالَ: رَأَيْتُ الْحَسَنَ، وَالْحُسَيْنَ يُصَلِّيَانِ خَلْفَ مَرْوَانَ

Sharbāyil (ibn Sād) Abū Sād berichtete: „Ich sah al-Hāssan und al-Hussāin (Allāhs Wohlgefallen auf ihnen) hinter Marwān beten.“

[Tārikh al-Awsāth no. 417]

Identische Überlieferungen befindet sich bei den Rāfiḍah Büchern. [Drück hier]

Wir fassen zusammen:

● Erstens:

Hier kann man nicht mit Taqiyyah argumentieren, denn das Gebet hinter einem Kafir ist absolut verboten. Wenn die Person hinter einem Kafir betet, ist sein Gebet ungültig. Jemand, der hinter einer solchen Person betet, ob er seinen Kufr nach dem Gebet erfährt oder davor ist, verpflichtet das Gebet nachzuholen. Das ist die Meinung der mehrheitlichen Gelehrten der Ahl-l-Sunnāh, insbesondere die von Imām Aš-Šhāfi’ī (rahimahullāh) Stellung in seinem Buch al-Umm. Das Gebet jedoch wird nicht nachgeholt, wenn er es aus Unwissenheit tat, dh. wenn er seinen Kufr nicht kannte, weil er hinter einer Person gebetet hat, deren Lage unbekannt ist. Doch ist es laut den Rāfiḍah so, dass ihre Imāme von ihren Kufr wussten und die Führer als Kuffar ansahen. Wie erklären sie dies ? Ich hoffe sie haben eine gesunde Erklärung weshalb sie nicht ihr Gebet nachholten.

● Zweitens:

Die Imāme der Ahl-l-Bāyt haben geschworen, dass sie nicht aus Taqiyyah hinter ihnen gebetet haben. Und sie hatten dazu kein Grund, denn Al-Hussāin ibn Alī und al-Hāssan ibn Alī (Allāhs Wohlgefallen auf ihnen) haben öffentlich Marwan beschimpft, ohne dabei die Konsequenzen zufürchten. Und wie wir es von den Rāfiḍah wissen, war Marwan einer der die Ahl-l-Bāyt regelrecht beschimpft (d.h war er ein Nasibī) hat. Die Nawāsib sind allgemein bei den Rāfiḍah Kuffar. Wie auch immer, der Punkt ist dass sie keinen Grund hatten Taqqiyah zu machen. Der Grund warum sie hinter Marwān (Obwohl er ein Sünder war) und seines gleichen gebetet haben, ist, da sie sie als Muslime ansahen.

● Drittens:

Das Gebet hinter den Führern, der ein großer Sünder ist, zeigt Gültigkeit. Die Söhne Alīs und andere Mitglieder der Ahl-l-Bāyt haben ihre Gebete nicht wiederholt. Das ist der Orthodoxe Islām dh. die Sunnah und steht im Widerspruch der Religion der Rawāfiḍh die mutmaßen, dass selbst dann, wenn ihre Imāme hinter den Tyrannen gebetet haben, nur in einem Zustand der Taqiyyah gemacht wurde. Hier ist aber nichts zusehen von Taqiyyah. Es weist daraufhin, dass ein Nasibī, ein Rāfiḍī oder Kharjī nicht automatisch Kuffar sind. Diese Überlieferungen dient auch als Antwort auf die oft widerholte Einwand von den Rāfiḍah, warum Imām Bukhārī (rahimahullāh) Ahādithe von den Nawāsib verzeichnet hat.

Wa Allahu Allam

◆ ◆ ◆ ◆ ◆

Abu Rīyadus

Über antimajoze

Nach dem Verständnis der Salaf
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