Der Titan: Abdullāh ibn Mubarak

abdullah ibn mubarak

Alles Lob gebührt Allāh, dem Herrn aller Welten, und Frieden und Segen seien auf dem Gesandten, seiner Familie und seinen Gefährten

Name:

Abdullāh ibn Mubarak ibn Wadhih Al-Handhālī At-Tamimī

[Adh-Dhāhabī, Tadhkirat Al-Huffāz; An-Nawāwī, Tahdhīb Al-Asmā wāl Lughāt]

Seine Kunya:

Abū Aburrahmān

Geburtsort:

Er wurde in Marw geboren eine der wichtigsten Städte in Khorasan (heute in der Umgebung von Afghanistan und Zentralasien) im Jahr 118 nach der Hijra. Es gibt eine leichte Meinungsverschiedenheit über sein tatsächliches Geburtsdatum, aber die meisten Quellen geben 118 nach der Hijra.

[Ibn Hājar, Tahdhīb At-Tahdhīb; Ibn Sād, Tabaqāt]

Die Ajm (nicht Araber) merkten sich ihr Geburtstag nicht, jedoch erinnerte sich Abdullāh, dass er schwarz trug, während er Jung war als Abū Muslim auftauchte. Das war der Anfang des Abbasiden Reiches, als die Regierung die Farbe schwarz als Motto nahm und alle es tragen müssten. Das Reich selbst wurde 132 nach der Hijra gegründet. Marw war historisch gesehen eine pulsierende Stadt des Wissens (Īlm), welche viele Gelehrte hervorbrachte, wie Ahmād ibn Hanbāl, Sufyān Ath-Thāwurī und Ishāq ibn Rahawāih. In der selben Stadt, wurde Abdullāh ibn Mubarak geboren und groß geworden, bis er etwa das Alter von zwanzig erreichte und daraufhin er die Stadt verließ und seine Reise begann um nach Wissen zu suchen.

[Ibn Hājar, Tahdhīb At-Tahdhīb]

Sein Vater Mubarak war ursprünglich Türke, ein Sklave der einem Geschäftsmann von Banu Handhala gehörte. Er war für seine Rechtschaffenheit und Zurückgezogenheit, die er in Anbetung Allāhs verbrachte, bekannt. Historische Aufzeichnungen und Quellen wie Shadhārat al-Dhahab und Wafayāt al-A’yan erwähnen eine interessante Geschichte, die sich ereignete, als Mubarak für seinen Besitzer auf den Feldern/Plantagen arbeitete: Nachdem er viele Jahre auf diesen Feldern gearbeitet, und die Früchte und Ernte gehegt hatte, kam eines Tages sein Besitzer auf ihn zu, und bat um einen süßen Granatapfel. Mubarak ging zu der Ernte und brachte einen, aber als der Dienstherr hineinbiss, fand er ihn viel zu sauer. Er sagte: „Ich bat um einen süßen Granatapfel, und du bringst mir einen sauren. Bring einen süßen!“ Also ging er und brachte einen anderen Granatapfel, der sich wieder als sauer herausstellte. Er wies ihn hart zurecht, und verlangte einen anderen. Nach dem dritten Mal sagte er: „Kennst du den Unterschied zwischen süß und sauer?“ Mubarak sagte: „Nein.“ Er sagte: „Wie ist das möglich?“ Er sagte: „Weil ich noch nie davon gegessen habe, um den Unterschied zu kennen.“ Sein Dienstherr sagte: „Und warum hast du nie davon gegessen?“Er sagte: „Weil du mir nie die Erlaubnis dazu gegeben hast.“

So war die Gottesfurcht seines Vaters, die ihn davon abhielt von den Früchten zu essen, die er lange im Laufe der Jahre, während seiner Arbeit auf den Feldern, gehegt und gepflegt hatte – ihm wurde die Erlaubnis zu essen nicht gegeben, also unterließ er es, aus Gehorsam und Angst vor Allāh. Als der Dienstherr die Rechtschaffenheit Mubaraks sah, bat er ihn seine Tochter zu heiraten, aber dieser sagte: „Die Leute in der Zeit der Unwissenheit pflegten die Frauen wegen ihrer Abstammung zu heiraten, die Juden heirateten wegen Reichtum, und die Christen wegen Schönheit, aber diese Ummah heiratet wegen Frömmigkeit (Religion).“

Die Einstellung Mubaraks erstaunte ihn um so mehr, woraufhin er seine Frau informierte, die sagte: „Ich kenne niemanden, der geeigneter wäre sie zu heiraten, als Mubarak.“ Er heiratete dann die Tochter seines Dienstherrn (ursprünglich aus Khuwarizm), die später Abdullāh zur Welt brachte.

[Ibn Īmad Al-Hanbālī, Shadhārat Al-Dhahab; Ibn Khalikān, Wafayāt al-A’yān; Al-Khātib, Tārikh Baghdād; Adh-Dhāhabī, Siyār A’lām an-Nubalā]

Abdullāh wuchs folglich in einem rechtschaffenen Haushalt auf, und wurde von Eltern aufgezogen, die für ihre Frömmigkeit, Gerechtigkeit und Demut bekannt waren.

Abdullāh ibn al-Mubarak erhielt seine erste Ausbildung in einem der vielen Kuttab (örtliche Schulen, wo die Kinder in schreiben und lesen unterrichtet werden). Als Kind und Schüler begann Ibn al-Mubarak Intellekt und ein leistungsstarkes Gedächtnis aufzuzeigen. Einer seiner Freunde erzählt ein Ereignis, das stattgefunden hat während sie Schüler in dem Kuttab waren. Er sagte: „Wir waren junge Knaben in der Schule, als Ibn al-Mubarak und ich an einem Mann vorbeigingen der eine Khutbah (Predigt) hielt. Er hielt eine lange Khutba und als wir auseinander gingen sagte Ibn al-Mubarak zu mir: „Ich habe es auswendig gelernt.“ Ein Mann hörte ihn und sagte: „Dann trage es vor.“ Also wiederholte Ibn al-Mubarak ihm alles und in der Tat er hatte es auswendig gelernt.“

[Khātib, Tārikh Baghdād]

Die Leute Fragten ihn: „Wie viel beabsichtigst du zu schreiben?!“ Und er würde antworten: „Möglicherweise ist ein Wort von Nutzen, welches ich noch nicht aufgeschrieben habe.“

[Ibn Abū Hātim, Al-Jarh wā’t Ta’dīl]

Imām Adh-Dhāhabī erwähnt, dass Abu Sālih al-Farrā‘ sagte: „Ich fragte Ibn al-Mubarak über das Niederschreiben von Wissen (in Büchern) und er sagte: „Wäre es nicht für die Bücher, wären wir nie in der Lage gewesen es auswendig zu lernen.“

[Adh-Dhāhabī, Siyār A’lām an-Nubalā]

Er soll ebenfalls auch gesagt haben: „Der Tintenfleck auf der Kleidung, ist das Markenzeichen der Gelehrten.“

[Adh-Dhāhabī, Siyār A’lām an-Nubalā]

Mit anderen Worten, es ist ein Zeichen der Gelehrsamkeit, wenn Tintenflecke auf der Kleidung sind, aufgrund der Wichtigkeit der Person in der Niederschrift des Wissens und des verfassen von Büchern.

Von seinem Talent Wissen aufzuschreiben profitierte er sehr, als er seine eignen Bücher zurück griff. Al-Sindī Ibn Abī Harūn sagte: „Früher bin ich mit Ibn al-Mubarak zu den Gelehrten gegangen und einmal sagte ich zu ihm (als wir keinen Gelehrten finden könnten): „O Abu Abdur-Rahmān! Nun, von wem werden wir Nutzen ziehen? Er sagte: „Aus unseren Büchern.“

[Abū Nu’āym, Hilyatū’l Awlīyā]

Als Schüler des Wissens, zahlte Ibn al-Mubarak seinen Lehrern und die die höhergestellt waren als ihn hohen Respekt. Er wurde einmal, in der Gegenwart von Sufyān Ibn Uyaynah über ein Thema gefragt und so sagte er: „Wir haben es uns verboten in der Gegenwart unserer Älteren zu sprechen!“

[Adh-Dhāhabī, Siyār A’lām an-Nubalā]

Einer seiner Lehrer, Īsa Ibn Yūnus sagte: „Ibn al-Mubarak und Ich waren einmal im Land der Römer und aufgrund der zu hohen Dienste bezahlte mich Ibn al-Mubarak, Ich wurde schüchtern – Er hielt mein Reittier und als wir uns nieder ließen, bracht er mir die Khabis Speise (Gericht aus Datteln und Fett) und fing dann an mich damit Häppchen weise zu ernähren und während dessen fragte er mich über Hādithe um sie wiederum aufzuschreiben. So sagte ich zu ihm: „O Shāykh (wegen seiner Güte zu mir).. ist es nicht Zeit, das du müde wirst davon?“ Er sagte zu mir: „Und wer kann müde werden von diesem (d.H Wissen)?“

[Ibn Abū Hātim, Al-Jarh wā’t Ta’dīl]

Kreativität bei der Suche nach Wissen war nicht etwas was an Ibn al-Mubarak verloren ging. Wie aus dem obigen Vorfall zusehen ist, verwendete er verschiedene Wege um an Gelehrten und seinen Lehrern zu bestimmten Frage in Fīqh, Hādith und so weiter zu sprechen. Einmal sagte er: „Ich war mit Muhammād ibn Nadhr Al-Harithī auf einem Schiff als ich zu mir selbst sagte: „Wie kann ich ihn zum sprechen bringen?“ Also sagte ich zu ihm: „Was sagst du über das fasten während einer Reise?“ Er sagte zu mir: „Es ist in der Tat ein schwieriges Unterfangen O Cousin…“ Und so bei Allāh, gab er mir eine Fatwa, die unterschiedlich war wie die Fatwa von Ibrahīm (An-Nakh’aī) und Aš-Šhā’bī.“

[Ibn Abd Rabihī, Al-Aqd Al-Fārid]

Dies zeigt sein Eifer wie er von einem Gelehrten profitiert; und er hat nicht eine einfache Frage gestellt, sondern eine die sowohl im Bereich des Fasten und der Reise eine breite Erklärung erfordert – all das bei einer Schiffsfahrt!

Nu’āym Ibn Hammād sagte: „Abdullāh ibn al-Mubarak pflegte es viel in seinem Haus zu bleiben, so wurde zu ihm gesagt: „fühlst du dich nicht einsam?“ Er sagte: „Wie kann ich mich einsam fühlen, wenn ich mit dem Propheten (sallallahu alaihi wa salam) und seinen Gefährten bin?“ In einer anderen Überlieferung sagte er: „Bin ich auf mich allein gestellt?! Nein, sondern ich bin mit den Propheten, den Rechtschaffenen, den Weisen; der Prophet und seinen Gefährten!“ Dann begann er folgende Gedichtzeilen zu rezitierten:

ولي جلساء ما أمل حديثهم *** ألباء مأمونون غيباً ومشهدا

Ich habe Gefährten, von dessen Rede ich nicht ermüde, vertrauenswürdig in Abwesenheit und in Anwesenheit

إذا ما اجتمعنا آان حسن حديثهم *** معيناً على دفع الهموم مؤيدا

Wenn wir zusammen treffen, dann hilft mir ihre gute Rede alle Sorgen und Bedenken abzuwehren

يفيدونني من علمهم علم ما مضى *** وعقلا وتأديبا ورأيا مسددا

Sie nutzen mir mit ihrem Wissen von dem was verging, an Weisheit, Intelligenz, Disziplin und richtiger Anschauung.

بلا رقبة أخشى ولا سوء عشرة *** ولا أتقي منهم لسانا ولا يدا

Ich fürchte weder Grausamkeit noch schlechte Gesellschaft, ich fürchte auch nicht eine rücksichtslose Zunge oder Hand von ihnen

فإذا قلت: أحياء فلست بكاذب *** وإن قلت: أموات فلست مفندا

Wenn du sagen würdest: „Sie sind am Leben“ dann hast du keine Lüge erzählt und wenn du sagst: „Sie sind Tot“ dann liegst du nicht falsch.

Es wird überliefert das er gesagt hat: „Eine Person hört nicht auf kenntnisreich zu sein, solange er nach Wissen sucht. Der Moment indem er denkt das er Wissend ist, wird er zum unwissenden.“

[Abū Hāmid Al-Ğhazzālī, Ihyā‘ Ulūm Ad-Dīn]

Es wird berichtet, dass Abdullāh ibn al-Mubarak (rahimahullāh) sagte: „Es ist richtig, dass ein intelligenter Mensch drei (Arten von Menschen) nicht unterschätzt: die Gelehrten, die Herrscher und (seine muslimischen) Brüder. Wer die Gelehrten unterbewertet wird sein Leben nach dem Tod verlieren, wer auch immer den Herrscher unterbewertet wird sein weltliches Leben verlieren, und wer seine Brüder unterbewertet verliert seinen guten Charakter und Benehmen verlieren.“

[Adh-Dhāhabī, Siyār A’lām an-Nubalā]

Seine Bemühungen in der Suche nach Wissen, erreichte solche Höhen das sein Name unter den Gelehrten des Hadith bekanntheit erlangte. Es wird gesagt das er zu Hammād ibn Zāyd, den Muhaddith, zum ersten Mal ging und Hammad schaute ihn erstaunt an. Er sagte: „Wo kommst du her?“ Er sagte: „Von den Leuten aus Khorasan.“ Er sagte: „Welchen Teil von Khorasan?“ Er sagte: „Von Marw.“ Er sagte: „Kennst du einen Mann den man Abdullāh ibn al-Mubarak nennt?“ Er sagte: „Ja.“ Hammad fragte dann: „Was macht er?“ Ibn al-Mubarak sagte: „Er ist der, mit dem du grade sprichst.“So grüßte ihn Hammād und hieß ihn sehr willkommen.“

[Khātib, Tārikh Baghdād]

Al-Abbās ibn Mūs’ab sagte: „Abdullāh ibn al-Mubarak sammelte Wissen über Hādith, Fīqh, der arabischen Sprache, Geschichte, er hatte Mut, er machte Geschäfte, war freigiebig und lieb wenn er die Leute verließ.“

[Khātib, Tārikh Baghdād]

Abū Dawūd al-Tāyalisī kommentiert: „Ich habe niemanden gesehen der soviel Wissen sammelte wie Abdullāh ibn al-Mubarak, den in der Tat er war ein Muhaddith, Faqīh (Jurist), Redner und Dichter mit Beredsamkeit. Jede gelernte Person suchte ihn auf, um bei ihm Wissen zu finden, dass sie anderswo nicht finden könnten.“

[Ibn Abū Hātim, Al-Jarh wā’t Ta’dīl]

Seine Großzügigkeit

Ibn Jawzī erwähnt, dass Ibn al-Mubarak jedes Jahr für die Armen 100.000 Dirham spendete.

[Ibn Jawzī, Sifāt as-Sahwah]

Seine Lehrer und Schüler:

Abdullāh ibn al-Mubarak reiste viel und daher lernte er viele Menschen kennen. Einige von ihnen wurden seine Lehrer von denen er überlieferte und andere wurden seine Schüler von denen er berichtete.

Seine Lehrer

● Abū Hanifah

● Hammād ibn Zāyd

● Hammād Ibn Salamah

● Sufyān ibn ‚Uyaynah

● Ibn Jurayh

● Sufyān Ath-Thāwurī

● Sulāyman ibn Mihrān Al-A’māsh ● Yahyā ibn Sā’id

● Ibn Shurāyh ● Al-Awza’ī

● Ismā’il ibn ‚Ayyāsh

● Ibn Abī Dhi’b, Hishām ibn ‚Urwah al-Jarirī

● Sulāyman al-Taymī

● Mālik ibn Anas

● Lāyth ibn Sād

● Mu’ammar ibn Rāshid

● Mu’ammar Ibn Sulāyman

● Zakariyyā ibn Ishāq und viele mehr.

Seine Schüler

● Abu Ishāq al-Fazarī

● Ibn Wahb

● Aburrahmān ibn Mahdī

● Abū Dawūd

● Yahyā ibn Sā’id Al-Qattān

● Yahyā ibn Mā’in

● Abū Bakr Ibn Abī Shāybah

● Uthmān Ibn Abī Shāybah

● al-Hāssan ibn al-Rabi’ī

● Al-Fudhāyl ibn ‚Īyadh

● Yahyā ibn Adam

● Ishāq ibn Rahawāih

Bücher von Abdullāh ibn al-Mubarak:

● Kitāb Al-Arba’īn

● Kitāb Al-Jihād

● Kitāb Isti’dhān

● Kitāb Al-Birr wā’l Al-Silāh

● Kitāb Al-Tārikh

● Kitāb Al-Daqa’īq fī al-Raqa’īq

● Kitāb Riqa‘ Al-Fatāwa

● Kitāb Al-Zuhd & Al-Raqa’īq

● Kitāb As-Sunan fī’l Fīqh

● Kitāb Al-Musnad

● Kitāb Tafsīr Al-Qur’ān

Abdullāh ibn al-Mubarak’s Tapferkeit und Jihād

Al-Hāfidh Ibn Kathīr sagte: „Er war bekannt dafür sehr oft an Schlachten und am Hajj teilzunehmen.“

[Ibn Kathīr, Al-Bidāyah wā’n Nihāyah]

Imām Adh-Dhāhabī sagte: „Den Stolz der Mujahidīn.“ Und er sagte: „Er war der Anführer der Tapferen […] er nahm in einem Jahr am Hajj teil und im nächsten Jahr würde er stationiert in den Kämpfen auf dem Weg Allāhs.“

[Adh-Dhāhabī, Tadhkirat Al-Huffāz, Al-‚Ibar fī Akhbar man Ghabar]

Ibn Abī Hātim erwähnt, dass wenn er in die Schlachten und Ribăt (Bewachung der Armee Fronten) ging, versammelte er die Mujahidīn um ihnen Hādith beizubringen. Bei seiner Ankunft, war das erste was die Armee tat sich um Ibn al-Mubarak zu versammeln und er lehrte sie dann das Wissen und Hādith die sie aufschrieben. Sie haben von ihm Wissen gelernt wie sie die Fähigkeiten des Krieges und der Tapferkeit lernten.“

[Ibn Abū Hātim, Al-Jarh wā’t Ta’dīl]

Muhammād ibn Fudhāil ibn Īyadh sagte: „Ich sah Ibn Al-Mubarak in meinem Traum, daher fragte ich ihn: „Was hast du gesehen, das deine beste Tat war?“ Er sagte: „Die Tat, mit der ich mich beschäftigte.“ Ich fragte: „Jihād und Ribăt?“ Er sagte: „Ja.“ Ich sagte zu ihm: „Was hat Allāh also mit dir gemacht?“ Er sagte: „Er vergab mir.“

[Abūl-Qāsim ibn Asākīr, Tārikh Ad-Dimašhq]

Abdah bin Sulayman sagte: „Wir waren mit ‘Abdullāh ibn al-Mubarak auf einem Feldzug im Land der Römer. Wir trafen auf den Feind und als die beiden Armeen aufeinander stießen, kam ein Mann von ihrer Seite hervor und forderte zu einem Duell auf. Einer unserer Männer ging zu ihm hinaus und duellierte mit ihm für eine Stunde, wobei jener ihn verletzte und schließlich tötete. Ein anderer kam hervor und jener tötete ihn. Er forderte zu einem weiteren Duell auf und ein weiterer Mann trat hervor. Sie duellierten für eine Stunde, jener verletzte ihn und tötete auch ihn. Die Menschen versammelten sich um diesen Mann und ich war unter ihnen, und ich sah, dass er sein Gesicht mit seinem Ärmel bedeckte. Ich zog am Ärmelende und riss ihn weg, um festzustellen, dass es sich um ‘Abdullah bin al-Mubarak handelte.“

[Ibn Jawzī, Sifāt Al-Safwah]

Allāh nahm seine Sadaqa an

Abdullāh ibn al-Mubarak traf in Kufa ein, als er vorhatte die Pilgerfahrt (Hajj) zu vollziehen. Da war eine Frau, die auf einem Abfallhaufen saß und eine Ente rupfte. Es fiel ihm auf, dass es ein Kadaver war. Er hielt sein Maultier an, und sagte zu ihr: „Frau! Ist diese Ente ein Kadaver oder geopfert?“ Sie sagte: „Kadaver.“ Er sagte: „Warum rupfst du es dann?“ Sie sagte: „Damit meine Familie und ich es essen können.“ Er sagte: „Frau! Allāh, der Erhabene, hat dir Kadaver verboten, während du in einem Land wie diesem bist!“Sie sagte: „Mann, geh weg.“ Ihr Wortwechsel ging weiter, bis er ihr sagte: „Wo in Kufa lebst du?“ Sie sagte: „Im Viertel von Banu soundso.“ Er sagte: „Unter was (welchem Namen) ist dein Haus bekannt?“ Sie sagte: „Unter Banu soundso.“ Er verließ sie und ging zum Gasthof. Dort fragte er nach dem Stamm, und sie wiesen ihm den Weg. Er sagte zu einem Mann: „Du bekommst ein Dirham, wenn du mich zu diesem Ort begleitest.“ Er ging, bis er zum Stamm kam, den die Frau erwähnt hatte. Er sagte zu dem Mann: „Geh.“ Dann kam er zur Tür und klopfte mit einem Stock an.Die alte Frau sagte: „Wer ist da?“Er sagte zu ihr: „Öffne die Tür.“ Sie öffnete die Tür ein Stück.Er sagte: „Öffne sie ganz.“ Dann stieg er von seinem Maultier ab und schlug es mit dem Stock, und das Maultier trat ins Haus ein.Dann sagte er zu der Frau: „Dieses Maultier und der Proviant, das Geld und die Kleidung darauf gehören dir, und du wirst haben was halal davon ist, im Diesseits und im Jenseits.“ Dann blieb ibn al-Mubarak im Verborgenen, bis die Leute von der Hajj zurückkamen. Einige seiner Landsleute kamen zu ihm, um ihn zu grüßen und ihm zur Hajj zu gratulieren. Er wandte sich zu ihnen und sagte: „Ich hatte eine Krankheit und hab dieses Jahr die Hajj nicht vollzogen.“ Einer von ihnen sagte: „Gepriesen sei Allāh! Hab ich dir nicht meine Waren hinterlassen, als wir in Mina waren und nach Arafat gingen?“ Ein anderer sagte: „Hast du nicht ebenso für mich gekauft?“ Er sagte: „Ich weiß nicht, was ihr da sagt. Was mich angeht, ich war nicht auf Hajj dieses Jahr.“ Er träumte, dass jemand ihm in der Nacht sagte: „Abdullāh, sei efreut! Allāh hat deine Sadaqa (Spende) angenommen, und hat einen Engel in deiner Gestalt gesandt, damit er für dich die Hajj vollzieht.“

[Al-Qādī Īyadh, Tartib al-Madarik]

Abdullāh ibn al-Mubarak der Rechts-und Hādithgelehrte und Lobsprüche der Gelehrten:

Abdullāh ibn Idrīs sagte: „Wir haben nichts mit einem Hādith zutun, der Ibn al-Mubarak unbekannt ist.“

[Adh-Dhāhabī, Siyār A’lām an-Nubalā]

Yahyā ibn Mā’in sagte: „Er (Ibn al-Mubarak) war intelligent und präzise (beim Überliefern von Hādithe). Er war vertrauenswürdig (Thiqā) und sachkundig über die Sahih Überlieferungen.“

[Ibn Hājar, Tahdhīb At-Tahdhīb]

Aburrahmān ibn Mahdī sagte: „Es gibt vier Führer (in der Religion): „Mālik, Ath-Thāwurī, Hammād ibn Zāid und Ibn Mubarak.“ Und in einer anderen Stelle sagt er: „Ich traf vier Fuqaha: „Mālik, Shū’bah (ibn Al-Hajjāj), Sufyān und Ibn Al-Mubarak. Ich habe niemanden gesehen, der einen besseren Rat an der Gemeinschaft gab als Ibn al-Mubarak. Wenn Ibn Mubarak einen Hādith nicht kannte, würde wir davon ablassen.“

[Adh-Dhāhabī, Tadhkirat Al-Huffāz]

Ahmād ibn Hanbāl sagte: „Es gab niemanden in seiner Zeit, der fleißig nach Wissen gesucht hat, als Ibn al-Mubarak.“

[Adh-Dhāhabī, Tadhkirat Al-Huffāz]

Aswad ibn Sālim sagte: „Ibn al-Mubarak war ein Imām dem gefolgt wurde. Er war der führende in der Kenntnis der Sunnah. Wenn du einen Mann siehst, (der) abfällig über Ibn al-Mubarak redet, dann beschuldige ihn (Fehler zuhaben in) seinem Islām!“

[Khātib, Tārikh Baghdād]

Yahyā ibn Yahyā al-Laythī berichtet: „Imam Mālik sagte: „Das ist Ibn al-Mubarak der Faqīh aus Khorasan.“

[Adh-Dhāhabī, Siyār A’lām an-Nubalā]

Ibn Hājar Al-Asqălānī sagte: „Abdullāh ibn al-Mubarak ist vertrauenswürdig, zuverlässig und ein Faqīh „

[Ibn Hājar, Tāqrib At-Tahdhīb]

Sufyān ibn Uyaynah sagte: „Er war ein Faqīh und ein Gelehrter.“

[Ibn Hājar, Tāqrib At-Tahdhīb]

Ibrahīm ibn Šhama sagte: :“Ich sah einen der das meiste Verständnis besaß (Fīqh), einer der die meiste Frömmigkeit besaß und einer der eine starkes Erinnerungsvermögen besaß. Derjenige der das meiste Verständnis besaß war Abdullāh ibn al-Mubarak, der die meiste Frömmigkeit besaß war al-Fudhāyl ibn Īyadh und derjenige mit dem stärkesten Erinnerungsvermögen war Wakī ibn Jarrāh.“

[Khātib, Tārikh Baghdād]

Al-Awza’ī sagte Abū Uthmān Al-Kalbī über ibn Mubarak: „Wenn ich ihn gesehen hätte, wäre ich sehr erfreut gewesen.“ Ibn Waddah sagte: „Ich hörte eine Gruppe der Gelehrten des Wissens sagen: „Wissen, Taqwa, Hādith, die Anerkennung der Männer, Poesie, Großzügigkeit, Gottesdienst und Gewissenhaftigkeit waren bei Ibn Mubarak vorhanden.“

[Adh-Dhāhabī, Tadhkirat Al-Huffāz]

Jā’far ibn Abī Uthmān al-Tāyalisī sagte zu Yahyā ibn Mā’in: „Wenn es einen Widerspruch zwischen Yahyā al-Qattan und Wakī geben würde (wenn würdest du vorziehen) ?“ Ibn Mā’in’in sagte: „Das letzte Wort ist mit Yahyā.“ Jā’far sagte: „Und zwischen Abdurrahmān (ibn Mahdī) und Yahyā?“ Jā’far: „Was ist mit Abu Nu’āym und ‚Abdurrahmān“ Er sagte: „Das erfordert die Anwesenheit von jemanden, der zwischen ihnen richten kann.“ Jā’far sagte: „Was ist mit al-Ashjā’i?“ Er sagte:“al-Ashjā’i ist gestorben und mit ihm sind seine Erzählungen gestorben.“ Jā’far sagte: „Was ist mit Ibn al-Mubarak?“ Ibn Mā’in sagte: „Er ist der Amīr Al-Mu’mīnīn fī’l Hadīth (Führer der Gläubigen im Hādith).“

[Khātib, Tārikh Baghdād]

Sein Tod:

Im Jahre 181 nach der Hijra im gesegneten Monat Ramadan im Alter von 63 Jahren nach dem er aus einer Schlacht zurückkehrte starb er. Als die Nachricht vom Tode Ibn al-Mubarak dem Herrscher Harūn al-Rashīd (rahimahullāh) erreichte sagte er: „Heute ist der Führer der Gelehrten gestorben.“

[Khātib, Tārikh Baghdād]

Imām Adh-Dhāhabī sagte: „Bei Allāh, Ich liebe ihn um Allāhs Willen und wünsche das Gute durch das, wie Allāh ihn gesegnet hat mit Frömmigkeit, des Gottesdienstes, der Aufrichtigkeit, des Jihāds, des reichlich vorhandenen Wissen, Kompetenz, Balance und lobenswürdigen Atrittbuten.“

[Adh-Dhāhabī, Tadhkirat Al-Huffāz]

Möge Allah barmherzig mit Ibn al-Mubarak sein

◆ ◆ ◆ ◆ ◆

Abu Kālash Aš-Shāfiī

Über antimajoze

Nach dem Verständnis der Salaf
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