Hādith: Ibn Abbās & Vers 42:23

Allāh (swt) sagt:

{…Ich verlange von euch keinen Lohn dafür, es sei denn die Liebe wie zu den Verwandten’…} [42:23]

Ibn ʿAbbās – Raḍiya ʾllāhu ʿanhu – soll bezüglich dieser Verse (ANGEBLICH) gesagt haben:

„Oh Prophet Allāhs, wer sind die Verwandten, dessen Liebe Allāh vorschreibt? Der Prophet sagte: „ʿAlī, Fāṭima und ihre beiden Söhne.“ Er wiederholten diesen Satz dreimal.“

[Tāfsir al-Kābir, von Fakhr al-Dīn al-Razī, Band 27, s. 165-166]

Antwort:

Dieser Ḥadīṯ ist aus folgenden Gründen ERFUNDEN:

Es herrscht ein Konzens im Islām, dass diese Verse (42:23) zu den mekkanischen Suren gehören. ʿAlī – Raḍiya ʾllāhu ʿanhu – heiratete Fāṭima – Raḍiya ʾllāhu ʿanha – erst nach der Schlacht von Badr. Die Geburt von al-Ḥasan – Raḍiya ʾllāhu ʿanhu – war erst bei der 2. Hiǧra, wieso sollte also Allāh einen Vers an die heidnischen Quraiš offenbaren, mit dem Befehl Personen zu lieben, welche noch nicht einmal erzeugt wurden?

Außerdem hat dieser Ḥadīṯ Mängel in seiner Überlieferungskette, wie von Ibn Ḥaǧar al-ʿAsqalāni in seinem Fatḥu ʾl-bārī (8:564) berichtet wird.

Ibn Kaṯīr sagt, dass die Überlieferungskette schwach ist, da al-Ḥussain al-Ašrāq drinnen vorkommt, und er ein Schiite ist.

Imām as-Suyūṭī schreibt in seinem ad-durr al-manṯūr (6/7), dass die Überlieferungskette schwach ist.

Lait Baluchi

Über antimajoze

Nach dem Verständnis der Salaf
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