Fadak & der Zorn Fatima’s

1. Einleitung
2. Geschenk oder Erbe?
3. Die Propheten hinterlassen kein Erbe
4. Frauen erben bei den Schiiten ohnehin kein Land
5. Wieso gab Ali Fadak nicht zurück?
6. Der Zorn Fatimas

1. Einleitung

Die Angelegenheit von Fadak ist eines der Lieblingsthemen der Schiiten und die Geschichte ist – vermischt mit böswilliger Rethorik – eine, mit der schiitische Kinder aufwachsen. Die schiitischen Propagandisten haben keinerlei Skrupel davor, ihre Hetze zu stützen, indem sie Fadak für ihre Zwecke benutzen und so einen Streit wiederbeleben, welcher bereits vor hunderten von Jahren beigelegt wurde. Auf sunnitischer Seite hingegen ist Fadak kaum jemandem bekannt, und der Grund hierfür ist, dass eine Aufwärmung dieses Streitfalles von den Gelehrten aus Respekt vor Fatimah (ra) und Abu Bakr (ra) stets vermieden wurde.

Aufgrund der Tatsache, dass selbst die schiitische Jugend mit der Propaganda über Fadak vollends indoktriniert ist und auf der anderen Seite bei den Sunniten größtenteils Unwissenheit über diese Sache vorherscht, kommt es dazu, dass mit diesem Argument in der Diskussion zwischen Sunnah und Shia schnell billige Scheinsiege seitens der Schiiten eingefahren werden können. Aufklärung tut also Not.

Fadak war ein fruchtbares Stück Land, welches der Gesandte Allahs (saws) besaß. Als er verstarb, erwartete Fatima (ra) es als Erbe, doch Abu Bakr verweigerte es ihr und gab es stattdessen als Almosen in den kollektiven Besitz:

Aischa berichtete: „Fatima und Al-`Abbas, Allahs Friede auf beiden, kamen zu Abu Bakr, um ihre Erbschaftsanteile aus der Hinterlassenschaft des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, zu fordern, sie forderten seinerzeit ihre beiden Landgebiete in Fadak und ihre beiden Anteile in Chaibar. Abu Bakr sagte zu ihnen: „Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagen: „Wir (Propheten) werden nicht beerbt. Was wir hinterlassen haben, ist ein Almosen (Sadaqa). Die Angehörigen Muhammads nehmen wahrlich (nur) ihre Nahrung aus diesen Gütern.“ Bei Allah, ich werde das nicht sein lassen, was ich sah, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, getan hat, ohne es zu tun.“ Aus diesem Grund mied ihn Fatima und sprach nicht mehr mit ihm, bis sie starb.“

(Sahih al-Bukhari 6725, 6726)

Auf Basis dieses Ereignisses unterstellen die Schiiten Abu Bakr, er hätte Fadak von Fatima gestohlen, was seinen üblen Charakter und sein korruptes Wesen beweisen soll. Es geht gar soweit, dass Rückschlüsse auf die übrigen Gefährten des Propheten gezogen werden, so fragt man: „Wenn dies der Beste der Gefährten war – ein Dieb und Unterdrücker, wie müssen dann erst die anderen gewesen sein.“ Möge Allah uns vor diesem Argwohn bewahren und uns zu jenen machen die sagen: Unser Herr, vergib uns und unseren Brüdern, die uns im Glauben vorangingen, und lasse in unsere Herzen keinen Groll gegen die Gläubigen. Unser Herr! Du bist wahrlich Gütig, Barmherzig. [59:10]

2. Geschenk oder Erbe?

Bevor man den Sachverhalt näher untersucht ist es zunächst notwendig eine Grundfrage zu klären, nämlich ob Fadak ein Geschenk war, welches der Gesandte Allahs Fatima schon vor seinem Tod gegeben hatte, oder ob es ein Erbe war welches sie beanspruchte. Es ist wichtig an dieser Stelle sehr konsequent zu unterscheiden, denn oft liest man schiitische Beweisführungen, welche erst lang und breit ausführen, warum Fatima dieses Erbe zugestanden haben soll und warum die Propheten vererben können und so weiter, nur damit sie dann im nächsten Atemzug behaupten, Fadak sei ein Geschenk gewesen. Wenn es ein Geschenk war, warum argumentiert man dann damit, dass Propheten vererben können? Und wenn es kein Geschenk war, sondern ein Erbe, wieso bringt man dann Überlieferungen vor, welche sagen es sei ein Geschenk gewesen?

Die korrekte Ansicht ist, dass Fadak als Erbe beansprucht wurde und kein Geschenk an Fatima war. Alle authentischen Überlieferungen, sprechen von Erbschaft und dies ist auch was Fatima in allen Berichten einfordert: Ihr Erbe. Die fragwürdigen Berichte von einer Schenkung, wie sie in einigen Tafsir- und Geschichtswerken zu finden sind, sind durch die Bank schwach oder erfunden und widersprechen ganz klar den Überlieferungen, welche sowohl bei Sunniten als auch Schiiten zu finden sind, wonach es sich um einen Erbschaftsanspruch handelte.

Dass Fadak kein Geschenk gewesen sein konnte, lässt sich auch an einer anderen Sache festmachen, nämlich an der Gerechtigkeit des Gesandten. Ist es vorstellbar, dass der Gesandte Allahs (saws) seiner Tochter Fatima ein solch wertvolles Stück Land zum Geschenk macht, während er seine anderen Töchter leer ausgehen lässt? In Sahih al-Bukhari lesen wir hierzu einen interessanten Bericht:

Der Gefährte Bashir ibn Saad kam zum Gesandten Allahs (saws) und berichtete ihm, dass er einem seiner Söhne einen Garten geschenkt hatte, und er wollte, dass der Gesandte Allahs Zeuge darüber ist. Der Gesandte Allahs fragte ihn, ob er allen seinen Kindern ein ähnliches Geschenk gemacht habe, und als er dies verneinte sagte er: „Geh hinfort, denn ich werde fürwahr kein Zeuge über eine Ungerechtigkeit sein.“

Zweifelsohne erwarten wir, dass der Gesandte Allah (saws) die Ansprüche die er an andere stellte, auch selbst erfüllte, und entsprechend solch eine Ungerechtigkeit nie begangen hätte.

3. Die Propheten hinterlassen kein Erbe

Vor dem Hintergrund, dass Fatima (ra) eindeutig einen Erbschaftsanspruch geltend machen wollte, muss nun die Entscheidung Abu Bakrs betrachtet werden. Folgende Aussagen werden vom Gesandten Allahs (saws) überliefert:
Wir hinterlassen keine Erbschaften, was wir hinterlassen ist Almonsen.“

(Sahih Muslim)

„Wir, die Propheten, hinterlassen kein Erbe.“

(Musnad Ahmad)

Vor diesem Hintergrund war die Entscheidung Abu Bakrs, Fatima Fadak zu verweigern also offensichtlich korrekt und dem Willen des Gesandten Allahs entsprechend. Die Tatsache, dass Propheten kein Erbe hinterlassen wird auch in schiitischen Überlieferungen bestätigt:

„Die Propheten hinterlassen keinen Dinar oder Dirham als Erbschaft, sie hinterlassen Wissen.“

(Al-Kafi, Band 1, Seite 42)

Die Authentizität dieses Hadiths wird von niemand geringerem als Ayatollah Khomeini bestätigt. Er sagt:
„Die Überlieferer dieses Berichtes sind alle zuverlässig und vertrauenswürdig. Der Vater von Ali ibn Ibrahim (Ibrahim ibn Hashim) ist nicht nur zuverlässig, er ist der zuverlässigste und vertrauenswürdigste Überlieferer.“

(al-Hukumat al-Islamiyyah, Seite 133)

Einwand: Der Quran schreibt vor, dass Töchter erben

Es ist bekannt, dass Allah im Quran den Töchtern einer Person das Recht auf Erbschaft gibt, und zwar das Recht auf die Hälfte von dem was ein Sohn erhält. Dennoch ist dies kein Widerspruch dazu, dass die Töchter des Propheten kein Erbe erhielten, vielmehr ist das Urteil im Quran, das allgemeine Urteil, für welches es Bedingungen und Ausnahmen gibt und dies ist ein wohlbekanntes Prinzip in der islamischen Rechtswissenschaft. Es ist erstaunlich, dass ausgerechnet die Schiiten, welche der Ansicht sind selbst fundamentale Glaubensgrundlagen wie das Imamat müssten im Quran keine Erwähnung finden, plötzlich verlangen im Erbrecht müsste selbst die kleinste Ausnahme im Quran zu finden sein, damit sie akzeptiert werden kann.

Einwand: Das Bittgebet Zakariyyahs und das Erbe Dawuds

Allah berichtet uns im Quran von der Bitte Zakariyyahs: Gewähre mir einen Nachfolger, auf dass er mein Erbe sein möge und der Erbe des Hauses Jakobs [19:5,6] Dieses Bittgebet wird allen Ernstes von Schiiten als Beweis dafür herangezogen, dass Propheten Vermögen vererben können. Was für ein Licht wirft dies nur auf Zakariyyah, dass er allein darum besorgt ist, wer seine wenigen weltlichen Besitztümer erben wird. Dieser Gedanke ist wirklich abwegig, und tatsächlich war die Sorge Zakariyahs die Weitergabe des Wissens und des Prophetentums und nicht die von unbedeutendem Besitz. So lesen wir im Tafsir von Ibn Kathir:
Mujahid sagte: „Sein Erbe war Wissen“.

Abu Salih sagte: „Er wurde Prophet so wie sein Vater ein Prophet war“.

Al-Hassan sagte: „Er vererbte das Prophetentum und sein Wissen“.

Das selbe kann analog über die Aussage Allahs gesagt werden: Und Sulayman wurde Dawuds Erbe [27:16]

4. Frauen erben bei den Schiiten ohnehin kein Land

Etwas was die ganze Diskussion um Fadak in einem besonders merkwürdigen Licht erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass Frauen gemäß schiitischer Überlieferungen überhaupt nicht erbberechtigt sind:
Al-Kulayni berichtet unter der Überschrift „Frauen erben kein Land“ das Hadith:
„Frauen erben nichts von Land- oder Grundbesitzt.“

(al-Kafi, Band 7, Seite 127, Kitab al-Mawarith, Hadithnummer 1)

Al-Tusi und al-Majlisi berichten von Maysarah, dass er Imam Jafar as-Sadiq über das Erbe der Frau befragte. Der Imam antwortete:
„Sie erben den Wert der Ziegel, des Gebäudes, des Holzes und des Bambus, aber sie erben nichts vom Land oder vom Grundbesitz.“

(Tahdhib al-Ahkam, Band 9, Seite 299 / Bihar al-Anwar, Band 104, Seite 351)

Imam Muhammad al-Baqir sagte:
„Eine Frau erbt nichts vom Land oder vom Grundbesitz.“

(Tahdhib al-Ahkam, Band 9, Seite 298 / al-Istibsar, Band 4, Seite 152)

Imam Jafar as-Sadiq sagte:
„Frauen werden nichts von den Häusern oder von dem Lande haben.“

(Tahdhib al-Ahkam, Band 9, Seite 299 / Bihar al-Anwar, Band 104, Seite 351)

5. Wieso gab Ali Fadak nicht zurück?

Als Ali die Herrschaft als Kalif übernahm, machte er keine Anstalten, den Beschluss Abu Bakrs rückgängig zu machen und Fadak zurückzugeben. Dies verwundert sehr, wo doch die Verweigerung Fadaks ein solch gewaltiges Unrecht gewesen sein soll. Man stellt sich die Frage, warum die Schiiten Abu Bakr wegen seines Urteils verabscheuen und hassen, während sie gleichzeitig Ali, welcher dieses Urteil bestätigte und aufrecht erhielt, verschonen. So berichtet der schiitische Gelehrte Sayyid Murtadha, das Ali auf die Rückgabe Fadaks angesprochen wurde und antwortete:

„Ich schäme mich vor Allah, eine Sache zu übergeben, die Abu Bakr verbot und worin ihm Umar folgte. “

(al-Murtada, ash-Schafi fil-Imamah, S. 231; und Ibn Abil Hadid, Sharh Nahj al-Balaghah, B. 4)

Am Ende war es niemand anderes, als ein späterer umayyadischer Kalif, der Fadak den Nachkommen Fatimas übergab. Obgleich dies später durch nachfolgende Herrscher wieder rückgängig gemacht wurde, ist es doch eine bemerkenswerte Tatsache, da gerade die Umayyaden bei den Schiiten so sehr verhasst sind.

Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass al-Hassan, der für eine kurze Zeit das Amt des Kalifen inne hatte, das Land ebenfalls nicht zurücknahm. Weder erhob er Anspruch auf Fadak, noch verteilte er es an die übrigen Nachkommen und Erben Fatimas. Wieso trifft ihn nicht der Zorn der Schiiten?

Erklärungsversuche

Es wird behauptet, die Ahlel-Bayt würden einmal entrissenes Besitztum nicht zurücknehmen und aus diesem Grund habe Ali auf eine Aufhebung von Abu Bakrs Beschluss verzichtet.

Der Beweis für die Falschheit dieser Behauptung ist die Handlung des zu den 12 unfehlbaren Imamen der Schiiten gehörenden Imams Muhammad Al-Baqir, dem Fadak durch den Kalifen Umar bin Abdul-Aziz übergegeben wurde, und der es annahm.

Fatima war bereits verstorben, womit es keine Bedeutung mehr hatte.

Es wird damit argumentiert, dass Fatima sechs Monate nach dem Amtsantritt Abu Bakrs verstorben war und somit Fadak kein Thema mehr darstellte, als Ali Kalif wurde. Jedoch fällt dieses Argument auseinander, wenn wir ein Blick auf die schiitischen Überlieferungen werfen, die zeigen, dass Ali Umar darauf ansprach, Fadak den Erben Fatimas, einschließlich Hassan und Hussain, zurückzugeben. Somit stellte Fadak den Schiiten zufolge weiterhin ein gewichtiges Thema dar und das Land sollte den Nachkommen Fatimas zurückgegeben werden. Tatsächlich, fordern die Schiiten heute immer noch, dass Fadak den Leuten zurückgegeben werden sollte, die sie Sayyids nennen.

6. Der Zorn Fatimas

Die Schiiten ziehen die Tatsache, dass Fatima über die Entscheidung Abu Bakrs verärgert war, gerne als Beweis dafür heran, dass dieser im Unrecht lag. Mehr noch gehen sie sogar soweit zu sagen, dass ihr Zorn zwingend den Zorn Allahs nach sich ziehe, und Abu Bakr deswegen im Feuer sei und dergleichen mehr. Als Beweis für diesen Standpunkt verweisen sie auf eine Aussage des Gesandten Allahs , welche unter anderem in Sahih al-Bukhārī zu finden ist. So sagte der Gesandte Allahs:
„Fatima ist ein Teil von mir und wer sie verärgert, der verärgert mich.“ (Bukhārī)

Doch wird unterschlagen, in welchem Kontext der Prophet diese Worte sagte, welcher ebenfalls in Ṣaḥīḥ al-Bukhārī zu finden ist:
„Der Stamm von Hāschim al-Mughirah hat mich um die Erlaubnis gebeten, ihre Tochter mit ʿAlī bin Abī Ṭālib vermälen zu dürfen, doch ich erlaube es nicht, ich erlaube es nicht, ich erlaube es nicht, es sei denn ʿAlī bin Abī Ṭālib gedenkt sich von meiner Tochter zu scheiden und stattdessen ihre Tochter zu heiraten, denn wahrlich, Fatima ist ein Teil von mir, mich verärgert was sie verärgert und mich verletzt was sie verletzt.“ (Bukhārī)

Tatsächlich war also der Grund dafür, dass der Gesandte Allahs diese Aussage traf der Umstand, dass Ali die Tochter Abu Jahls heiraten wollte, was bei Fatima Eifersucht entflammen lies und sie erzürnte. Und dieser Kontext wird nicht nur in der sunnitischen Version der Überlieferung deutlich, laut schiitischen Berichten ging es sogar soweit, dass Fatima das Haus Alis verließ und mit ihren Kindern in das Haus ihres Vaters flüchtete, worauf der Prophet Ali aufsuchte:

جاء شقي من الاشقياء إلى فاطمة بنت محمد صلى الله عليه واله فقال لها : أما علمت أن عليا قد خطب بنت أبي جهل فقالت : حقاما تقول : فقال : حقا ما أقول – ثلاث مرات – فدخلها من الغيرة ما لا تملك نفسها […] فقال رسول الله صلى الله عليه واله : يا علي أما علمت أن فاطمة بضعة مني وأنا منها ، فمن آذاها فقد آذاني ومن آذاني فقد آذي الله…

Ein Elender kam zu Fatima der Tochter Muhammads, Allahs Segen seien auf ihm und seiner Familie, und sagte zu ihr: „Weißt du, dass Ali der Tochter Abu Jahls den Antrag gemacht hat?“ Sie sagte: „Stimmt es was du sagst?“ Er sagte drei mal: „Was ich sage ist die Wahrheit!“ Da erfasste sie die Eifersucht in einem Maß, dass sie sich nicht mehr beherrschen konnte […]
So sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen seien auf ihm und seiner Familie, [nachdem er davon erfahren hatte]: „Oh Ali! Weißt du denn nicht, dass Fatima ein Teil von mir ist und ich von ihr? Was sie verärgert verärgert mich und was sie verletzt verletzt mich.“

(Al-Madschlisī: Biḥār al-Anwār 43/201f., Siehe Online-Ausgabe; Al-Qummī: ʿAlal al-Scharā’iʿ 185f.)

Wenn also der Zorn Fatimas ebenso Ali getroffen hat, ist dann auch er im Feuer und trifft auch ihn der Zorn Allahs? Hat der unfehlbare Imām einen Fehler gemacht? Nein, hier gilt bei den Schiiten nun ein anderer Maßstab, wie Ayatollah al-Khoi uns erklärt:

بل حتى ولو فرض كونه إيذاءً لها ، فإنّه لا دليل على حرمة الفعل المباح المقتضي لإيذاء المؤمن قهراً ، على ما ذكرنا في محلّه . وحيث إنّ المقام من هذا القبيل لأنّ التزوّج بالثانية أمر مباح في حدّ نفسه ، فمجرد تأذي فاطمة (عليها السلام) لا يقتضي حرمته .

„Selbst wenn man annehmen wollte, dass es sie verärgert hatte, so ist doch der Ärger eines Gläubigen kein zwingender Beweis für das Verbot einer zulässigen Tat […] denn das Heiraten einer zweiten Frau ist eine in sich selbst zulässige Angelegenheit und der bloße Ärger Fatimas (Friede sei mit ihr) rechtfertigt kein Verbot.“
(Großayatollah Imām al-Khoi: Al-Mabānī fī Scharḥ al-ʿUrwah S. 364, Siehe Online-Ausgabe)

Ohne Zweifel hat der Ayatollah hier die Wahrheit gesprochen, doch fragt man sich, warum man die gleiche, richtige Schlussfolgerung nicht auch auf Abu Bakr anwendet? Denn wer konsequent ist hat nur zwei Optionen: Entweder er verteufelt sowohl Ali als auch Abu Bakr aufgrund des Zorns Fatimas, oder aber er lässt diesen in beiden Fällen außen vor und schaut stattdessen auf die Beweise aus Quran und Sunnah, um ihre Taten zu bewerten.

Quelle maslul.de

Über antimajoze

Nach dem Verständnis der Salaf
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