Misyar und andere Eheformen der Sunniten?

بسم الله الرحمان الرحيم
صلى الله عليه وآله و صحبه و سلم

Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.

Frieden und Segen auf seinem Propheten, der Familie und den Gefährten

Im folgenden Beitrag möchten wir ein Thema ansprechen, was die Shiiten seit einiger Zeit als neuen Vorwurf und Argument gegen die Sunniten bringen. Da Muta der Shiiten nichts weiter als Prostitution ist und im Namen des Islam missbraucht wird, um die eigenen Gelüste zu befriedigen oder um Geld zu verdienen, versuchen die Shiiten, den Muslimen ein ähnliches Verhalten vorzuwerfen. Doch der Islam legitimiert an keiner Stelle eine Prostitution unter dem Deckmantel einer „islamisch“ legitimen Ehe. Wir möchten unseren Lesern einen Einblick und zugleich einen Beweis unserer Aussage geben. Hierzu nehmen wir einige Fataawa (Rechtsurteile) eines der großen Gelehrten der Shia, der als Groß-Ayatullat „Sayyid“ Sadiq Rohani bekannt ist. Eines der Marja (Vorbild der Nachahmung) für die 12er Imamiten.

Das Erfüllen der Gelüste durch Prostituierte:

Marja Großayatullat „Sayyid“ Sadiq Rohani klärt auf:

Fatwa Nr. 1)
Prostitution Frage:

Ist es erlaubt, Frauen der Ahl Al-Kitab (Juden und Christen) zu heiraten (Zeitehe), die bekannt für ihre Prostitution in „Hotels“ sind und ihre Iddah nicht einhalten.

Antwort: In seinem herrlichen Namen. Die Heirat (Zeitehe) mit den Ahl Al-Kitab und Prostituierten ist erlaubt und es gibt keine Iddah für Zina (Unzucht). Wenn eine Prostituierte aber jemanden verehelicht ( in der Zeitehe), dann ist es nicht erlaubt, sie in ihrer Iddah zu heiraten.

Kommentar: Man kann an der Frage sehen, dass dies einzig auf die Befriedigung der Gelüste (Genussehe mit Prostituierten !?! ) hinaus geht, trotzdem erlaubt der Ayatullat dies.

Fatwa Nr. 2)

Nachtklub mit Prostituierten Frage:

Ich war in einem Nachtclub, als mich eine Prostituierte für 100$ anfragte (Ihre Dienste anbot!). Ich gab ihr die Summe, worauf sie mir sagte, dass sie mir ihren Körper für die Summe die ich bezahlte, in der Genussehe (Zeitehe) für einen Tag anbietet. Wird dies als Genussehe (Zeitehe) betrachtet?

Antwort: In seinem herrlichen Namen. Wenn sie das mit der Absicht einer Genussehe (Zeitehe) sagte und wenn du damit einverstanden warst, dann wird dies als Genussehe (Zeitehe) betrachtet.

Kommentar: Dieser Ayatullat verliert kein Wort darüber, dass es nicht erlaubt sei, in Nachtclubs unterwegs zu sein, im Gegenteil. Er erklärt diese Genussehe, die von der Prostituierten zu ihren wirtschaftlichen Gründen, d.h. des Geld wegen und von dem Fragenden, der Gelüstbefriedigungswillen zu Stande kam, als legitim. Gibt es irgendeine Religion, außer dieser 12er-Shiiten, dieser Welt, die sowas als eine „Heirat“ bezeichnet? Wohl kaum. Eine letzte Fatwa möchten wir noch angeben!

Fatwa Nr. 3)

niyyahZina Frage:

Wie ist die Regelung einer Genussehe (Zeitehe) mit einer Frau, deren Absicht Unzucht (Zina) ist, während meine Absicht die der Muta (Genussehe, Zeitehe) ist, wissend, dass sie darüber im klaren ist, was Muta ist, aber nicht daran glaubt (als Form der Ehe) ?

Antwort: In seinem herrlichen Namen. Ihre Absicht hat keine Auswirkung solange sie weiß, dass sie sich mit dir in einer Genussehe (Zeitehe) befindet – Es ist erlaubt die Genussehe (Zeitehe) mit ihr zu vollziehen.

Kommentar: Hierzu fehlen einem vernünftigen, mit einem gesunden Menschenverstand gesegneten die Worte!

Bei Bedarf können weitere Fataawa (Rechtsurteile) gepostet werden, aber fürs Erste reichen diese Fatwas, um zu zeigen, dass die Muta der 12er-Shiiten nichts weiter als Prostitution, Lustbefriedigung usw. ist.

Nun, nachdem die Prostitution der 12er-Shiiten klar und deutlich geworden ist, versuchen die 12er-Shiiten, wie üblich, die Sunniten ebenfalls in den Dreck zu ziehen. Die Shia suchen immer wieder Bestätigung ihrer Glaubenslehre bei den Sunniten, was jedem auffallen kann, der ihre Texte liest. Hier beschuldigen z.B. Hamzah und die seines Gleichen, die Sunniten des Zina, wie man ihrem Vortrag entnehmen kann.

Zawaj bi niyyat al Talaq „Heirat mit Absicht der Scheidung“

Frage:

Worauf basiert diese Anschuldigung?

Antwort:

Es basiert auf eine Fatwa von Sheikh Bin Baz (Rahimahullah), in der er eine Heirat mit der Absicht der Scheidung erlaubte. Mit dieser und einiger weiterer Fataawa möchten die 12er-Shiiten gerne die Sunniten angreifen. Wir möchten erstmal aber die Frage beantworten, was diese Ehe genau ist.

– Bei dieser Eheform wird die Ehe, unter allen Voraussetzungen und der für einer rechtlich (Sharia-konform) gültigen Heirat benötigten Bedingung abgeschlossen, d.h. es ist eine formell ganz „normale“ Ehe, da Zeugen, Walli usw. benötigt werden.
Der Unterschied zu „normalen“ Ehen liegt darin, dass der Mann innerlich die Absicht einer Scheidung nach einer bestimmten Zeit hegt.

Kommentar: Diesen Standpunkt mag Sheikh Bin Baz und einige weitere, möge Allah ihnen Barmherzig sein, vertreten haben, aber bekanntlich haben ihm viele Widersprochen. So z.B. können wir auf der Website islamqa den Standpunkt lesen, dass eine solche Ehe nicht erlaubt sei. Diesem Urteil (des Verbots) stimmen also folgende Gelehrte (Salafi-Gelehrte) u.a. zu:

[1.] Shaykh ‘Abd al-‘Azeez ibn ‘Abd-Allaah Aal al-Shaykh, Großmufti in Saudi Arabien.
[2.] Shaykh ‘Abd-Allaah ibn Ghadyaan,
[3.] Shaykh Saalih al-Fawzaan,
[4.] Shaykh Bakr Abu Zayd.
[5.] Auch stimmt Sheikh Muhammad Ibn Uthaymeen (Rahimahullah) dem Verbot solch einer Ehe zu.

Quelle: Fatawa Al-Islamiya 5/412-413
entnommen aus : http://islamqa.info/en/91962

Fazit: Die Sunniten sehen darin kein Problem zu sagen, dass der Standpunkt Sheikh Bin Baz in dieser Thematik falsch sein kann, dem viele Gelehrten seiner Zeit und der Heutigen, wohl gemerkt selbst Top Salafi-Gelehrte, widersprechen. Auch wenn diese Ehe formell richtig ist, so basiert die Absicht eines der Ehepartner auf Betrug, was im Islam verboten ist. Der Gesandte Allahs, Friede und Segen sei auf ihm sagte: [Sinngemäß] Derjenige der betrügt, ist nicht von uns.

Quelle: Sahih Muslim, Sunan Ibn Majah, Musnad Imam Ahmad

Während diese Ehe formell (islamisch) also gültig ist und die Partner ihre Absicht ändern können und müssen und aus Gottesfurcht von ihrem Vorhaben ablassen können und müssen, lesen wir bei dem Groß-Ayatullat Rohani beispielsweise in einer weiteren seiner Fatwa folgendes bezüglich Muta:

KeinZeugekeinWalli Frage:

Ist es erlaubt sich in eine Genussehe (Zeitehe) mit einer Jungfrau, die ihre Reife (Pubertät) erreicht hat, zu begeben und sind Zeugen erforderlich, berücksichtigend dass ich ein Muqallid (Folger) von Al-Khoi bin?

Antwort: In seinem herrlichen Namen. Obwohl „Sayyid“ Al-Khoi von den größten Gelehrter der Zeit der Verborgenheit (des 12.Imams) ist und bis heute, trotzdem ist es nicht erlaubt ihn Taqlid (Ayatullat folgen) zu machen und mit einem verstorbenen (Gelehrten) zu bleiben, als seinen Marja. Genauso ist es nicht erlaubt seinen Taqlid zu beginnen. Was du tun kannst ist, dass du aufhörst deinen alten Marja zu folgen und wenn du mich zu befolgen auswählst, dann sehe ich es als erlaubt eine Jungfrau die ihre Reife erreicht hat zu heiraten, ohne die Bedingung der Zeugen und auch ohne der Erlaubnis des Walli (rechtlicher Vormund, bsp.Vater usw.)

Kommentar: Auch wenn einige der Ayatullats anderer Meinung sind, so wird eben auch diese Meinung unter ihren Großayatullats vertreten. Nun kann man den Unterschied zwischen beiden Eheformen sehen. Während die „Ehe mit der Absicht der Scheidung“ alle islamischen Bedingungen für eine Heirat erfüllt, wird hier gesagt, dass weder Zeugen noch ein Walli (rechtlicher Vormund) für Muta benötigt wird. Das führt zum Resultat, dass ein Vergleich grundsätzlich nicht stattfinden kann! Denn die eine Eheform ist Sharia-Konform, während die shiitische Prostitution namens ‚Muta‘ allen Grundsätzen der Sharia widersprechen.

Die nächste Eheform über die die 12er-Shiiten herziehen ist die Misyarehe.

Die Misyarehe

Frage:

Was ist die Misyarehe ?

Antwort: Die Misyarehe ist eine Ehe, die alle Vorraussetzungen und Bedingungen der Heirat im Islam erfüllt. Der Unterschied liegt darin, dass die Partner bzw. die Frau auf freiwilliger Basis auf einige ihrer Rechte verzichtet. Die Meinung bezüglich dieser Art der Ehe unterscheiden sich. Hier werden einige genannt:

1.) Die Meinung, dass es nicht erlaubt sei vertraten u.a. Al-Albani.

2.) Es gab einige die es erst als erlaubt ansahen, später aber ihre Fatwa und Sicht zurückzogen. Das prominenteste Beispiele hierfür  ist Muhammad ibn Uthyameen.

3.) Es gab einige die es als erlaubt ansahen, wie Sheikh Bin Baz und Sheikh Aal Al-Sheykh.

Bezüglich der Erklärung der Standpunkte siehe: http://islamqa.info/en/82390

Aber bevor die 12er-Shiiten darüber aufschreien, möchten wir ihnen ein kleines Geschenk präsentieren:

 

Marja Großayatullat Mohammad Hussein Fadlallah klärt auf:

Fadlullah Frage:

Ist die Sunni Misyar Heirat legitim?

Antwort: Alle Ehen zwischen einem Mann und Frau, die den Bedingungen der Jurisprudenz entsprechen, sind gültig. Daher ist sie erlaubt. Auch Großayatullat Al-Sistani erlaubt diese Eheform!

Kommentar:

Dieser Kommentar ist besonders an Hamzah von der AlBatil2009 Gruppe gerichtet, aber auch an alle anderen, die diese Einwände brachten. Wie sagt man so schön: Man sollte zuerst vor der eigenen Haustüre kehren!

Alles Lob gebührt Allah dem Herren der Welten und Friede und Segen sei auf seinen Gesandten und seiner Familie, den Gefährten und allen, die ihnen bis zum jüngsten Tag folgen.

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geschrieben: zichan.

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