Die Schiiten sind die Speerspitze der Kuffar im Kampf gegen den Quran

Die Schiiten und der noble Quran

Eine der wichtigsten Unterschiede zwischen der Ahl us-Sunnah und den Schiiten liegt in der Einstellung gegenüber dem noblen Qur’aan. Während unter den Ahl us-Sunnah Konsens herrscht, dass der noble Qur’aan in seiner Authenizität unbestritten ist, haben schiitische Gelehrten immer wieder Zweifel an der Authentizität des noblen Qur’aans erhoben.

Der Grund hierfür liegt in der offenkundigen Diskrepanz zwischen den Lehren des noblen Qur’aans und denen des Schiitentums. Insbesondere die Tatsache, dass der noble Qur’aan das wichtigste Glaubensfundament des Schiitentums, nämlich die Imaamat, vollends ignoriert, veranlasste die schiitischen Gelehrten dazu zu behaupten, aus dem noblen Qur’aan wären Passagen entfernt und manipuliert worden.

In der Tat ist dies die einzige logische Erklärung dafür, dass das Konzept eines unfehlbaren Imaams, der zu jeder Zeit existieren müsse, im noblen Qur’aan nicht zu finden ist.

Natürlich stellt dieser Glaube einen Affront für jeden Muslim dar. Die offene Propagierung dieses Glaubens hätte somit zwangsweise zur Folge, dass die Schiiten verurteilt und angegriffen worden wären. Aus diesem Grunde pflegten die schiitischen Gelehrten im Laufe der Zeit diesen Glauben zu vertuschen, so dass es heute nicht ungewöhnlich ist, die Behauptung zu hören, ein solcher Glaube wäre nie Bestandteil des Schiitentums gewesen.

In diesem Artikel werden wir einige der großen schiitischen Referenzen zitieren, um zu belegen, dass der Glaube an der Manipulation des noblen Qur’aan ein fundamentaler Bestandteil des Schiitentums ist und von den meisten klassischen Gelehrten der Schiiten vertreten wurde.

Es sei angemerkt, dass selbst heute die schiitischen Gelehrten offen bekunden, dass die Reihenfolge der Verse manipuliert wurde. Der Grund für diesen Vorwurf ist, dass oftmals die schiitischen Argumentationen auf Verse basieren, die aus ihrem Kontext gerissen werden um der Argumentation dienlich zu sein. In ihrem Kontext gelesen ergeben die schiitischen Argumente dagegen keinen Sinn. Statt den Fehler in der Arugmentation zu suchen, schrieben sie also den Fehler dem noblen Qur’aan zu, so wie er uns erreicht hat.

Die folgenden Zitate stammen von einigen der größten Gelehrten der Schiiten. Zur Verdeutlichung ihrer Stellung ist eine kurze Vorstellung jedes Gelehrten gegeben.

1. Ali ibn Ibrahim Al-Qummi

Ali ibn Ibrahim Al-Qummi, war der Lehrer von Al-Kulayni, dem wichtigsten Hadithsammler der Shia. Er selbst lebte in der Zeit des 11. Imaams Hassan Al-Askari und überlieferte zahlreiche Ahadithe über die Imaame. Er gilt als einer der besten und zuverlässigsten Überlieferer der Schiiten. Dementsprechend finden sich im authentischsten schiitischen Hadithbuch, dem Al-Kafi, zahlreiche Ahadithe von ihm. So schreibt Baqir Majlissi, dem Autor von Bihaar Al-Anwar, einem der acht wichtigsten Hadithbücher der Schiiten, über ihn:

„Ali ibn Ibrahim bin Hashim Abu Al-Hassan Al-Qummi, einer der besten Überlieferer der 12er Schiiten und einer ihrer größten Gelehrten, die Biographien über ihn stimmen in seiner Hochangesehenheit und Zuverlässigkeit überein.“

Die Schiiten behaupten sogar, dass sein Vater ein Gefährte des 8. Imaams, Imaam Al-Ridda, war. Sein Tafsir zählt ferner zu den ersten in der Geschichte der Schiiten und gilt als Grundlage für alle weiteren Tafasir.

Al-Qummi unterteilt nun in der Einführung zu seinem Tafsir die Quraanverse in verschiede Kategorien ein, unter anderem die Kategorie derjenigen Verse, die im „Widerspruch stehen, zu dem was offenbart wurde“ und die „verfälschten“ Verse und gibt für beide Kategorien Beispiele an:

واما ما هو حرف مكان حرف فقوله “ لئلا يكون للناس على الله حجة الا الذين ظلموا منهم (3) “ يعني ولا للذين ظلموا منهم وقوله “ يا موسى لا تخف انى لا يخاف لدي المرسلون الا من ظلم (4) “ يعني ولا من ظلم وقوله “ ما كان لمؤمن ان يقتل مؤمنا الا خطأ (5) “ يعني ولا خطأ وقوله “ ولا يزال بنيانهم الذي بنوا ريبة في قلوبهم الا ان تقطع قلوبهم (1) “ يعني حتى تنقطع قلوبهم ومثله كثير.
واما ما هو كان على خلاف ما انزل الله فهو قوله “ كنتم خير امة اخرجت للناس تأمرون بالمعروف وتنهون عن المنكر وتؤمنون بالله (2) “ فقال أبو عبد الله عليه السلام لقاري هذه الآية “ خير امة “ يقتلون امير المؤمنين والحسن والحسين بن علي عليه السلام ؟ فقيل له وكيف نزلت يابن رسول الله ؟ فقال انما نزلت “ كنتم خير ائمة اخرجت للناس “ الا ترى مدح الله لهم في آخر الآية “ تأمرون بالمعروف وتنهون عن المنكر وتؤمنون بالله “ ومثله آية قرئت على ابى عبد الله عليه السلام “ الذين يقولون ربنا هب لنا من ازواجنا وذرياتنا قرة اعين واجعلنا للمتقين اماما (3) “ فقال أبو عبد الله عليه السلام لقد سألوا الله عظيما ان يجعلهم للمتقين اماما فقيل له يابن رسول الله كيف نزلت ؟ فقال انما نزلت “ الذين يقولون ربنا هب لنا من ازواجنا وذرياتنا قرة اعين واجعل لنا من المتقين اماما “ وقوله “ له معقبات من بين يديه ومن خلفه يحفظونه من امر الله (4) “ فقال أبو عبد الله كيف يحفظ الشئ من امر الله وكيف يكون المعقب من بين يديه فقيل له وكيف ذلك يابن رسول الله ؟ فقال انما نزلت “ له معقبات من خلفه ورقيب من بين يديه يحفظونه بامر الله ومثله كثير. واما ما هو محرف منه فهو قوله “ لكن الله يشهد بما انزل اليك في على انزله بعلمه والملائكة يشهدون (5) “ وقوله “ يا ايها الرسول بلغ ما انزل اليك من ربك في على فان لم تفعل فما بلغت رسالته (6) “ وقوله “ ان الذين كفروا
وظلموا آل محمد حقهم لم يكن الله ليغفر لهم (1) “ وقوله “ وسيعلم الذين ظلموا آل محمد حقهم اي منقلب ينقلبون (2) “ وقوله “ ولو ترى الذين ظلموا آل محمد حقهم في غمرات الموت (3) “ ومثله كثير نذكره في مواضعه

Übersetzung:

Und bezüglich dessen, wo ein Buchstabe durch einen anderen ersetzt wurde, so ist es Sein Wort damit die Leute kein Argument gegen euch haben, außer den Ungerechten unter ihnen.“(2:150) , welches (in Wirklichkeit) lautet „Und auch nicht die Ungerechten“.

Und ebenso Sein Wort: „O Moses, fürchte dich nicht! Siehe, in Meiner Gegenwart brauchen sich die Gesandten nicht zu fürchten, außer wer Unrecht tat“ (27:11) welches eigentlich lautet „Und auch nicht wer Unrecht tat“.

Und Sein Wort: „Kein Gläubiger sollte einen anderen Gläubigen töten, es sei denn aus Versehen.“ (4:92), was (eigentlich) heißen sollte und auch nicht aus Versehen“.

Und bezüglich dessen, was im Widerspruch zu dem steht, was Allah offenbart hat, so ist es Sein Wort „Ihr seid die beste Gemeinschaft („Ummah“), die für die Menschen erstand. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte und glaubt an Allah.“ (3:110) Abu Abdallah (as) [der 6. Imaam] sagte dem Rezitator dieses Verses: „Die beste Ummah bringen Ameer ul Mu’mineen und Al-Hassan und Al-Hussain bin Ali (as) um?“ So wurde er gefragt: „Und wie ist es dann offenbart worden?“ Er antwortete: „Stattdessen wurde es offenbart: „Ihr seid die besten Imame, die für die Menschen entstand[en].“

Seht ihr denn nicht Allahs Lobpreisung für sie am Ende des Verses: „…Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte und glaubt an Allah.“ Und ebenso ein (weiterer) Vers, der vor Abu Abdallah (as) rezitiert wurde: „Und diejenigen, welche bitten: »O unser Herr! Gib uns an unseren Frauen und Nachkommen Augentrost und mache uns zu Vorbildern für die Gottesfürchtigen!«“ ( 25.74) „Sie fragten Allah etwas Ungeheuerliches, wenn sie darum baten Vorbilder für die Gottesfürchtigen zu werden.“ So sagte man ihm: „O Sohn des Propheten, wie ist es dann offenbart worden?“ Er erwiderte: „Stattdessen wurde es offenbart: „Und diejenigen, welche bitten: »O unser Herr! Gib uns an unseren Frauen und Nachkommen Augentrost und mache uns von den Gottesfürchtigen Vorbildern!«“ …und vieles mehr dergleichen

[ Zu guter letzt listet er noch Beispiele für „manipulierte Verse“ auf (die unterstichenen Stellen sind von Al-Qummi den Versen hinzugefügt ]

Und bezüglich dessen, was manipuliert ist, so ist es Sein Wort:
„Allah bezeugt, was Er zu dir über Ali hinabgesandt hat; Er hat es in Seiner Weisheit hinabgesandt. Die Engel bezeugen es;“ (in Bezug auf 4:166)

Und Sein Wort:
„O du Gesandter! Verkünde alles, was von deinem Herrn auf dich über Ali hinabgesandt wurde. Wenn du es nicht tust, so hast du Seine Botschaft nicht ausgerichtet.“ (in Bezug auf 5:67)

Und Sein Wort:
„Siehe, denjenigen, welche nicht glauben und Unrecht tun gegenüber der Familie Muhammads, wird Allah nicht verzeihen, und Er leitet sie nicht des Wegs,“ (in Bezug auf 4:168)

Und Sein Wort:
„Und diejenigen, die Unrecht tun gegenüber der Familie Muhammads, werden bald erfahren, was für eine Rückkehr ihnen bevorsteht.“ (in Bezug auf 26:227)

Und Sein Wort: „Könntest du nur beobachten, wie die Ungerechten gegenüber der Familie Muhammads vom Tod gepeinigt werden, während die Engel ihre Hände ausstrecken“ (in Bezug auf 6:93)

(Quelle: Tafsir Al-Qummi, Band 1, Seite 10-11)
> Online-Ausgabe des Buches auf der schiitischen Seite
> Scan der Druckausgabe des Buches

An dieser Stelle ist es nützlich hinzuweisen, dass der Autor daran glaubt, dass diese Verse manipuliert wurden, in dem die jeweiligen Stellen, in denen der Name Alis (ra) auftaucht oder „Familie Muhammads“ rausgestrichen wurden. Dies bezieht sich keineswegs nur auf den Tafsir dieser „Verse“. Vielmehr bezeichnete Al-Qummi diese „manipulierten Verse“ samt diesen Ergänzungen als Allahs Wort. Ebenso wird diese Tatsache daran deutlich, dass Al-Qummi einen Hadith zitiert, in dem Ja’far Al-Sadiq angeblich einen Rezitator korrigiert und ihm erklärt, wie einige „manipulierte Verse“ tatsächlich offenbart wurden wie wir oben gesehen haben.

Ebenso lässt sich diese Tatsache an zahlreichen Stellen in diesem Tafsir belegen, in denen er Verse aufführt mit Ergänzungen wie „ya Ali“, und im Anschluss daran behauptet: „So ist es offenbart worden.“

Beispielsweise behauptet er dies im Tafsir der Verse 4:64-65:
وقوله (ولو انهم إذ ظلموا انفسهم جاؤك فاستغفروا الله) فانه حدثني ابي عن ابن ابى عمير عن ابن اذينة عن زرارة عن ابى جعفر (ع) قال “ ولو انهم إذ ظلموا انفسهم جاؤك يا علي فاستغفروا الله واستغفر لهم الرسول لوجدوا الله توابا رحيما “ هكذا نزلت.

(Tafsir Al-Qummi, Band 1, S. 142, Siehe Online-Ausgabe)

Seine Behauptungen gehen sogar soweit, dass er in den folgenden Versen, die zweifelsohne über Jesus (as) sprechen, behauptet, im letzten Vers ginge es in Wirklichkeit um Ali (ra), dessen Name „gestrichen wurde“:

Wenn immer der Sohn Marias als Beispiel aufgeführt wird, erregt sich dein Volk (43:57) Und fragt: »Sind unsere Götter besser oder er?« Dies bringen sie dir aber nur zum Streiten vor; denn sie sind ein streitsüchtiges Volk. (43:58) Er war nur ein Diener, dem Wir Gnade erwiesen hatten, und Wir machten ihn zu einem Beispiel für die Kinder Israels. (43:59)

Er sagt:
وقوله (ولما ضرب ابن مريم مثلا إذا قومك منه يصدون) قال فانه حدثني أبي عن وكيع عن الاعمش عن سلمة بن كهيل عن ابي صادق عن ابي الاعز عن سلمان الفارسي رضي الله عنه قال: بينما رسول الله صلى الله عليه وآله جالس في اصحابه إذ قال انه يدخل عليكم الساعة شبيه عيسى بن مريم فخرج بعض من كان جالسا مع رسول الله صلى الله عليه وآله ليكون هو الداخل، فدخل علي بن أبي طالب عليه السلام فقال الرجل لبعض اصحابه أما يرضى محمد ان فضل عليا علينا حتى يشبهه بعيسى بن مريم والله لآلهتنا التي كنا نعبدها في الجاهلية افضل منه، فانزل الله في ذلك المجلس “ ولما ضرب ابن مريم مثلا إذا قومك منه يضجون “ فحرفوها يصدون (وقالوا ءآلهتنا خير أم هو ما ضربوه لك إلا جدلا بل هم قوم خصمون ان علي إلا عبد أنعمنا عليه وجعلناه مثلا لبني إسرائيل) فمحي اسمه عن هذا الموضع.

Übersetzung:

Allah offenbarte in dieser Sitzung […] „Ali ist nur ein Diener, dem Wir Gnade erwiesen haben, und Wir machten ihn zu einem Beispiel für die Kinder Israels.“ Dann hat man seinen Namen an dieser Stelle entfernt.
(Tafsir Al-Qummi, Band 2, S. 286, Siehe Online-Ausgabe)

2. Nu’matullah Al-Jaza’iri

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Nu’matullah Al-Jaza’iri, einer der größten Hadithgelehrten der Schiiten wie ihn Al-Khunasaari nannte. Ebenso wurde er von Al-Hur Al-Amili in höchsten Tönen gepriesen.

In seinem Buch Al-Anwar Al-Nu’maniya, schreibt er:

إن تسليم تواتره عن الوحي الإلهي ، وكون الكل قد نزل به الروح الأمين ، يفضي الى طرح الأخبار المستفيضة ، بل المتواترة ، الدالة بصريحها على وقوع التحريف في القرآن كلاما،ومادة،وإعرابا ، مع أن أصحابنا قد أطبقوا على صحتها والتصديق بها. نعم قد خالف فيها المرتضى والصدوق والشيخ الطبرسي وحكموا بأن ما بين دفتي المصحف هو القرآن المنزل لا غير ولم يقع فيه تحريف ولا تبديل.

Übersetzung:

„Das Akzeptieren des Tawaturs der sieben Lesarten (des Quraans) über die göttliche Offenbarung und (der Glaube daran), dass sie alle von Al-Ruuh Al-Amin (Gabriel (as)) überbracht wurde bedingt das Ignorieren der zahlreichen Überlieferungen, die schon den Grad des Tawaturs erreichten, welche klar und deutlich darauf hinweisen, dass im Qur’aan Manipulationen auftraten, sowohl was die Wortwahl wie auch den Inhalt und den Stil betrifft. Unsere Gelehrten sind sich einig über die Authentizität dieser Überlieferungen und dem Glauben an ihnen. Ja, dies wurde von Al-Murtada und Al-Saduk und Sheikh Al-Tabrassi zurückgewiesen, welche urteilten, dass alles zwischen den beiden Umschlägen des Mushafs der offenbarte Quraan darstellt ohne Manipulationen und ohne Veränderungen.“

Er fährt danach fort dies wie folgt zu kommentieren:
والظاهر أن هذا القول ( أي إنكار التحريف ) إنما صدر منهم لأجل مصالح كثيرة منها سد باب الطعن عليها…

Übersetzung:

„Es ist offensichtlich, dass diese Aussage (der oben genannten Widersacher) aufgrund diverser Interessen von ihnen entsprang, unter anderem dazu, um eine Angriffsbasis gegen sie zu schließen…“

Quelle: Al-Anwar Al-Nu’maniyyah, Band 2, S. 357-358

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Mit anderen Worten heißt das, dass die ablehnenden Aussagen lediglich eine Vortäuschung sind und nicht aus Überzeugung gemacht worden. Ansonsten herrsche laut Al-Jaza’iri allerdings Konsens über den Glauben an die Manipulation des noblen Qur’aans.

Und er schreibt des weiteren:

ولا تعجب من كثرة الأخبار الموضوعة , (يقصد الاحاديث التي تروى مناقب وفضائل الصحابة رضوان الله عليهم) فإنهم بعد النبي صلى الله عليه وسلم قد غيروا وبدلوا في الدين ما هو أعظم من هذا كتغييرهم القرآن وتحريف كلماته وحذف ما فيه من مدائح آل الرسول والأئمة الطاهرين وفضائح المنافقين وإظهار مساويهم كما سيأتي بيانه في نور القرآن.

Übersetzung:

„Und sein nicht verwundert über die große Anzahl erfundener Ahadith (welche die Sahabah loben). Denn nach dem Propheten (saws) veränderten und manipulierten sie in der Religion, was weitaus schlimmer ist, wie ihr Verändern des Qur’aans und das Manipulieren seiner Worte und das Weglassen davon, was darin war an Lob für die Familie des Propheten und die reinen Imame und die Skandale der Heuchler und die Bloßstellung ihrer schlechten Taten, wie noch verdeutlicht wird im (Kapitel) Nur Al-Quraan.“
[Anmerkung: Das Kapitel Nur Al-Quraan ist nicht mehr in dem Buch vorhanden und sein Verbleib ist unbekannt!]

(Al-Anwar Al-Nu’maniyyah, Band 1, S.97, Siehe Scan der Druckausgabe)

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Al-Jaza’iri erwähnt weiterhin auch noch eine unter Schiiten populäre Meinung, wonach der wahre Qur’aan von Ali (ra) zusammengefasst worden
wäre, und die Sahabah diesen jedoch ablehnten, da sie sich in ihm bloßgestellt sahen.

Daraufhin hätte Ali (ra) versprochen, sie würden diesen „fehlerfreien reinen Quraan“ nie wieder sehen bis der Mahdi kommen würde, der diesen Quraan hervorbringen würde. (Band 2, S. 360-362)

Diesen „wahren“ Quraan kommentiert Al-Jaza’iri mit den Worten:
„Und in diesem Quraan sind viele Ergänzungen und er ist frei von jeglicher Manipulation.“

Nachdem er in diesem Abschnitt ohne Umschweife Uthman (ra) und den übrigen Sahabah vorwirft, sie hätten den Qur’aan manipuliert, und ferner sogar behauptet, dass viele Stellen des noblen Qur’aans nicht in dieser Form offenbart wurden, geht er dazu über, die Frage zu diskutieren, wie denn trotz all dieser Manipulation noch das Festhalten und Rezitieren dieses Qur’aans erlaubt sein kann. Dazu schreibt er:
فإن قلت كيف جاز القراءة في هذا القرآن مع ما لحقه من التغيير ، قلت قد روي في الآخبار أنهم عليهم السلام أمروا شيعتهم بقراءة هذا الموجود من القرآن في الصلاة وغيرها والعمل بأحكامه حتى يظهر مولانا صاحب الزمان فيرتفع هذا القرآن من أيدي الناس إلى السماء ويخرج القرآن الذي ألفه أمير المؤمنين عليه السلام فيقرى ويعمل بأحكامه.

Übersetzung:

„Und wenn man sagt, wie kann es noch erlaubt sein diesen Quraan zu lesen, trotz all dieser Manipulation, so sage ich: Es wurde in den Überlieferungen berichtet, dass sie (die Imaame) ihren Anhänger befahlen, diesen Qur’aan zu lesen in ihren Gebeten und in anderen Angelegenheiten und sich nach seinen Anordnungen zu richten bis unser Herr, der Gebieter der Zeit (d.h. der Mahdi) erscheint und dieser Qur’aan von den Händen der Menschen emporgehoben wird in den Himmel und der Qur’aan von Ameer ul Mu’mineen Ali (as) zum Vorschein gebracht wird, so dass er gelesen und nach ihm gerichtet wird.“
(Al-Anwar Al-Nu’maniyyah, Band 2 S. 363)

Damit beantwortet er den gängigen Einwand einiger Schiiten, die diese Anschuldigung ihres Glaubens an der Manipulation des Qur’aans zurückzuweisen versuchen, in dem sie angeben, sich doch schließlich nach diesem Qur’aan auszurichten und daher unmöglich daran glauben könnten, er wäre verfälscht.

3. Al-Fayd Al-Kashani

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Al-Fayd Al-Kashani, großer schiitischer Muffassir, Autor von Tafsir Al-Safi, wurde ebenfalls von vielen schiitischen Gelehrten in höchsten Tönen gepriesen wie von Al-Hur Al-Amili und Al-Khunasaari.

Das 6. Vorwort zu seinem Tafsir widmete er dabei komplett dem Thema der Manipulation des Qur’aans. Darin erwähnte er zahlreiche schiitische Überlieferungen aus den authentischsten Hadithsammlungen der Schiiten, die von der Manipulation berichten und kommt danach zu dem Schluss:
المستفاد من مجمع هذه الأخبار وغيرها من الروايات من طريق أهل البيت (عيهم السلام) إن القرآن الذي بين أظهرنا ليس بتمامه كما انزل على محمد (صلى الله عليه وآله وسلم) منه ما هو خلاف ما أنز الله ومنه ما هو مغير ومحرف وإنه قد حذف عنه أشياء كثيرة منها اسم علي (عليه السلام) في كثير من المواضع ومنها غير ذلك وأنه ليس أيضا على الترتيب المرضي عند الله وعند رسوله (صلى الله عليه وآله وسلم).

Übersetzung:

„Der Nutzen aus diesen und anderen Überlieferungen der Ahl ul Bait (as) ist, dass der Quraan, den wir besitzen nicht in seiner Gesamtheit dem entspricht, was Allah (swt) Muhammad (saws) offenbart hat. Vielmehr beinhaltet er, was im Widerspruch zu dem steht, was Allah (swt) herabgesandt hat, und was verändert und manipuliert wurde, und vieles von ihm wurde entfernt wie der Name Alis (as) an etlichen Stellen, ebenso der Ausdruck „Familie Muhammads“, die Namen der Heuchler von ihren Stellen, und anderes. Außerdem ist er nicht in der Reihenfolge, mit der Allah (swt) und Sein Prophet (saws) zufrieden sind.“

Quelle: Tafsir Al-Safi, Band 1, S. 49

> Online-Ausgabe des Buches
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Im Anschluss daran bestätigt er, dass dies ferner auch der Glaube der größten schiitischen Gelehrten ist. So zitiert er z.B. den bereits erwähnten Al-Qummi und schreibt anschließend auch dessen Schüler Al-Kulayni den Glauben an der Manipulation des noblen Qur’aans zu:
أما اعتقاد مشايخنا (ره) في ذلك فالظاهر من ثقة الاسلام محمد بن يعقوب الكليني طاب ثراه أنه كان يعتقد التحريف والنقصان في القرآن لأنه روى روايات في هذا المعنى في كتابه الكافي ولم يتعرض لقدح فيها مع أنه ذكر في أول الكتاب أنه كان يثق بما رواه فيه وكذلك استاذه علي بن إبراهيم القمي (ره) فان تفسيره مملو منه وله غلو فيه، وكذلك الشيخ أحمد بن أبي طالب الطبرسي (رضي الله عنه) فانه أيضا نسج على منوالهما في كتاب الاحتجاج.

Übersetzung:

„Bezüglich des Glaubens unserer Gelehrten in dieser Sache, so ist es offensichtlich, dass Thiqatul-Islam Muhammad bin Yaqub Al-Kulayni an der Manipulation und Unvollständigkeit des Qur’aans glaubte, denn er überlieferte Ahadithe in diesem Sinne in seinem Buch Al-Kafi, ohne sie zu kritisieren, obwohl er zu Anfang seines Buches schrieb, dass er dem vertraute, was er aufgeführt hatte. Ebenso sein Lehrer Ali ibn Ibrahim Al-Qummi, so ist sein Tafsir voll damit und er ist dabei sogar extrem, und auch Sheikh Ahmad bin Abi Talib Al-Tabrassi, so trat er in seinem Buch Al-Ihtijaj in die Fußstapfen dieser beiden.“
(Tafsir Al-Safi, Band 1, S.52, Siehe Online-Ausgabe, Scan der Druckausgabe)

4. Abu Mansur Ahmad bin Mansur Al-Tabrassi

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Abu Mansur Ahmad bin Mansur Al-Tabrassi ist der Autor von Al-Ihtijaj, einer wichtigen Referenz der Schiiten. Baqir Majlissi lobt ihn als zuverlässigen Überlieferer und als einer der größten früheren Gelehrten.

Sein Buch Al-Ihtijaj ist eine Zusammentragung von angeblichen Argumenten und Diskussionen der Imaame. Dass er diese Überlieferungen als authentisch betrachtet und sie somit unterstützt, sieht man deutlich in seiner Einleitung, in der er schreibt, dass er die Überliefererketten weitgehend ausließ, da über die Überlieferungen entweder Konsens herrsche oder sie vom Verstand akzeptiert würde oder in den Geschichtsbüchern sowohl der Sunniten wie den Schiiten bekannt sei. Damit spiegelt der Inhalt dieses Buches den Glauben des Autors wider, insbesondere auch, was die angebliche Manipulation des noblen Qur’aans betrifft.

So führt er ebenfalls die Überlieferung auf, wonach Ali (ra) den wahren Qur’aan zusammentrug und dieser von den Sahabah zurückgewiesen wurde, da er Verse enthielt, die sie angeblich bloßstellten:
لما توفي رسول الله صلى الله عليه واله جمع علي عليه السلام القرآن وجاء به إلى المهاجرين والانصار وعرضه عليهم لما قد اوصاه بذلك رسول الله صلى الله عليه واله، فلما فتحه أبو بكر خرج في اول صفحة فتحها فضائح القوم، فوثب عمر وقال: يا علي اردده فلا حاجة لنا فيه، فأخذه عليه السلام وانصرف ثم احضروا زيد بن ثابت – وكان قاريا للقرآن – فقال له عمر: ان عليا جاء بالقرآن وفيه فضائح المهاجرين والانصار، وقد رأينا ان نؤلف القرآن ونسقط منه ماكان فيه فضيحة وهتك للمهاجرين والانصار، فأجابه زيد إلى ذلك، ثم قال: فان انا فرغت من القرآن على ما سألتم واظهر علي القرآن الذي ألفه اليس قد بطل كل ما عملتم ؟ قال عمر: فما الحيلة ؟ قال زيد: انتم اعلم بالحيلة، فقال عمر: ما حيلته دون ان نقتله ونستريح منه، فدبر في قتله على يد خالد بن الوليد فلم يقدر على ذلك، وقد مضى شرح ذلك. فلما استخلف عمر سئل عليا عليه السلام ان يدفع إليهم القرآن فيحر فوه فيما بينهم، فقال: يا ابا الحسن ان جئت بالقرآن الذي كنت قد جئت به إلى ابى بكر حتى نجتمع عليه، فقال عليه السلام: هيهات ليس إلى ذلك سبيل، انما جئت به إلى ابى بكر لتقوم الحجة عليكم، ولا تقولوا يوم القيامة إنا كنا عن هذا غافلين، أو تقولوا ما جئتنا به ان القرآن الذي عندي لا يمسه الا المطهرون والأوصياء من ولدي، قال عمر: فهل لأضهاره وقت معلوم. فقال عليه السلام: نعم إذا قام القائم من ولدي، يظهره ويجمل الناس عليه، فتجري السنة به صلوات الله عليه.

Es behauptet auch, dass laut Ali (ra) der wahre Qur’aan die Namen der Heuchler aufgelistet hätte, diese jedoch von den Sahabah entfernt wurden:
ان الكناية عن اسماء أصحاب الجرائر العظيمة من المنافقين في القرآن ليست من فعله تعالى، وانها من فعل المغيرين والمبدلين…

Übersetzung:

Das Verschweigen der Namen der großen Übertreter von den Heuchlern im Quraan ist nicht die Tat Allahs, sondern die Tat der Verfälscher und Verdreher…
(Al-Ihtijaj, Band 1, S. 370, Siehe Online-Ausgabe)

Er geht sogar so weit zu behaupten, dass Ali (ra) einem Kaffir darin Recht gab, dass es Widersprüche im Quraan gäbe, da dieser manipuliert wurde und gar ein Drittel des noblen Qur’aans entfernt wurde. Mehr noch, Ali (ra) hätte sogar der Taqiyyah wegen nicht weiter über diese Manipulationen sprechen wollen:
واما ظهورك على تناكر قوله: “ فان خفتم ان لا تقسطوا في اليتامى فانكحوا ما طاب لكم من النساء “ وليس يشبه القسط في اليتامى نكاح النساء. ولا كل النساء أيتام، فهو: مما قدمت ذكره من اسقاط المنافقين من القرآن، وبين القول في اليتامى وبين نكاح النساء من الخطاب والقصص اكثر من ثلث القرآن وهذا وما اشبهه مما ظهرت حوادث المنافقين فيه لأهل النظر والتأمل، ووجد المعطلون واهل الملل المخالفة للاسلام مساغا إلى القدح في القرآن، ولو شرحت لك كلما اسقط وحرف وبدل مما يجرى هذا المجرى لطال، وظهر ما تخطر التقية اظهاره من مناقب الأولياء، ومثالب الأعداء.

Übersetzung:

Und bezüglich deiner Feststellung des Widerspruchs in Seinem Wort: „Und wenn ihr fürchtet, nicht gerecht zu den Waisen zu sein, so heiratet, was euch an Frauen gut ansteht“, nämlich, dass die Gerechtigkeit zu den Waisen nichts mit der Heirat der Frauen zu tun hat, und nicht alle Frauen sind Waisen, so ist dies von dem was ich dir bereits erklärt habe an Entfernungen vom Quraan durch die Heuchler, zumal zwischen der Erwähnung der Waisen und der Heirat der Frauen mehr als ein Drittel des Quraans an Erzählungen und Aussprachen vorhanden sind. Dieses und ähnliches (an Widersprüchen) hat die Eingriffe der Heuchler für die Leute der Vernunft deutlich gemacht, und die Leugner und Gruppierungen, die im Gegensatz zum Islam stehen, haben auf diese Weise eine Möglichkeit gefunden, um den Quraan anzugreifen.
Und wenn ich dir alles, was entfernt und manipuliert und verändert wurde, erklärte, so wäre dies ein langes Unterfangen, und es käme zum Vorschein, was die Taqiyya verbirgt an guten Taten der Freunde und schlechten Taten der Feinde.

(Al-Ihtijaj, Band 1, S. 377-378, Siehe Online-Ausgabe)

Und an anderer Stelle schreibt er Ali (ra) zu, aus Taqiyyah nicht weiter darüber reden zu wollen, was die Sahabah alles aus dem nobeln Qur’aan entfernt haben sollen:
وليس يسوغ مع عموم التقية التصريح باسماء المبدلين، ولا الزيادة في آياته على ما أثبتوه من تلقائهم في الكتاب، لما في ذلك من تقوية حجج أهل التعطيل والكفر، والملل المنحرفة عن قبلتنا، وابطال هذا العلم الظاهر الذي قد استكان له الموافق والمخالف بوقوع الاصطلاح على الايتمار لهم، والرضا بهم، ولان أهل الباطل في القديم والحديث أكثر عدا من أهل الحق، فلان الصبر على ولاة الأمر مفروض لقول الله عزوجل لنبيه صلى الله عليه واله: “ فاصبر كما صبر اولو العزم من الرسل “ وايجابه مثل ذلك على أوليائه، واهل طاعته، بقوله: “ لقد كان لكم في رسول الله اسوة حسنة “ فحسبك من الجواب عن هذا الموضع ما سمعت، فان شريعة التقية تخطر التصريح بأكثر منه.

Übersetzung:

Die Taqiyyah erlaubt es nicht die Namen der Manipulatoren zu nennen, ebenso wenig wie die (wahren) Zusätze in den Versen zu dem, was sie (die Sahabah) von sich heraus festlegten…denn die Anhänger der Falschheit in der Vergangenheit wie in der Gegenwart sind zahlenmäßig den Anhängern der Wahrheit überlegen….und so ist diese Antwort ausreichend für dich, denn die Regeln der Taqiyyah verbietet es, mehr darüber zu sagen.

(Al-Ihtijaj, Band 1, S. 371, Siehe Online-Ausgabe)

5. Muhammad Baqir Majlissi

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Muhammad Baqir Majlissi, Autor von Bihaar Al-Anwaar, einer der bedeutendsten und bekanntesten Hadithsammlungen der Schiiten. Al-Hur Al-Amili nannte ihn „Sheikh des Islams und der Muslime“ und „Siegel der Mujtahideen“. Er zählt zweifelsohne zu den größten Gelehrten der Schiiten berhaupt.

In seinem Buch „Mir’aat Al-Uquul“ kommentiert er folgenden Hadith aus Al-Kafi:
„Der Qu’raan, mit dem Gabriel (as) zum Propheten (saws) kam, besitzt 17.000 Verse“
(Anmerkung: Die Anzahl der Verse in dem Quran, den wir in den Händen halten beläuft sich auf rund 6.000)

Er schreibt:
موثق ،و في بعض النسخ عن هشام بن سالم موضع هارون بن مسلم، فالخبر صحيح و لا يخفى أن هذا الخبر و كثير من الأخبار الصحيحة صريحة في نقص القرآن و تغييره، و عندي أن الأخبار في هذا الباب متواترة معنى، و طرح جميعها يوجب رفع الاعتماد عن الأخبار رأسا بل ظني أن الأخبار في هذا الباب لا يقصر عن أخبار الإمامة فكيف يثبتونها بالخبر.
فإن قيل: إنه يوجب رفع الاعتماد على القرآن لأنه إذا ثبت تحريفه ففي كل آية يحتمل ذلك و تجويزهم عليهم السلام على قراءة هذا القرآن و العمل به متواتر معلوم إذ لم ينقل من أحد من الأصحاب أن أحدا من أئمتنا أعطاه قرانا أو علمه قراءة، و هذا ظاهر لمن تتبع الأخبار، و لعمري كيف يجترئون على التكلفات الركيكة في تلك الأخبار مثل ما قيل في هذا الخبر إن الآيات الزائدة عبارة عن الأخبار القدسية أو كانت التجزية بالآيات أكثر و في خبر لم يكن أن الأسماء كانت مكتوبة على الهامش على سبيل التفسير
.

Übersetzung:
„Gesichert, und in einigen Versionen über Hisham bin Salem statt Harun bin Salem, der Bericht ist also authentisch. Es ist nicht verborgen, dass dieser und viele andere authentische Überlieferungen klar die Unvollständigkeit und Manipulation des Quraans bezeugen, und für mich haben diese Überlieferungen inhaltlich Tawatur erreicht. Sie alle zu ignorieren, würde bedingen, dass man sich überhaupt nicht mehr auf Überlieferungen stützt. Mehr noch, es ist mein Glauben, dass diese Erzählungen hierüber (der Manipulation) in nichts den Erzählungen der Imaamat nachstehen. Wie bestätigen sie sie (die Imaamat) also mithilfe von Überlieferungen? Und wenn gesagt wird, dass dies zur Folge hätte, dass man sich nicht mehr auf den Qur’aan verlässt, denn wenn erwiesen wäre, dass eine Manipulation vorkam, dies in jedem Vers auftreten könnte (so sei gesagt, dass dies im Widerspruch stehe dazu, dass ) es zahlreiche Überlieferung über die Erlaubnis der Imaame gibt, diesen Quraan zu lesen und nach ihm zu handeln. Zumal es von keinem der Gefährten überliefert wurde, dass ein Imaam jemandem von ihnen einen (anderen) Qur’aan gab oder ihm beibrachte und dies ist offensichtlich von den Überlieferungen. Doch wie können sie es nur wagen diese Überlieferungen auf eine lächerliche Art und Weise zu interpretieren, so wie z.B. über dieser Überlieferung (dass der Quraan 17000 Verse hat) gesagt wurde, dass diese zusätlichen Verse göttliche Überlieferungen wären oder die Aufteilung der Verse zu mehr Versen führte und in der Überlieferung (darüber, dass die Namen der Heuchler im wahren Quraan stehen würden) steht nicht, dass die Namen nur am Rand als Erklärung gestanden hätte.

Quelle: Mir’aat Al-Uquul, Band 12, S. 525
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Mit anderen Worten, Baqir Majlissi stellt den Tawatur dieser Überlieferungen über die angebliche Manipulation des noblen Qur’aans fest und fragt sich, wie man all diese Überlieferungen einfach ignorieren kann, aber gleichzeitig an den Überlieferungen zur Imaamat festhält, da beide den gleichen Grad der Authentizität hätten.

Der Glaube an die Manipulation des Quraans ist also direkt mit dem Glauben an die Imaamat verbunden. Wird das eine zurückgewiesen, so ist ein Festhalten an das andere nicht mehr mِglich. Denn wie kann man auch jene Überlieferer der angeblichen Manipulation als Lügner bezeichnen, wenn sie es auch waren, die die Imaamat übermittelten? Diese gefährliche Tatsache trug dazu bei, dass die Schiiten sogar dazu übergingen ganze Bücher zu schreiben, allein zum Beweis der angeblichen Manipulation des noblen Qur’aans. Bekanntestes Beispiel ist hier das Buch „Fasl ul Khitaab fi Isbaat Tahrif Kitab Rabb Al-Arbab“ – „Endgültiges Urteil im Beweisen der Manipulation von Allah’s Buch“ von Nuri Tabrassi, einem ebenfalls hoch angesehenen Hadithgelehrten der Schiiten, den Khomeini lobte, und dessen Buch Mustadrak Al-Wasa’el zu den acht bedeutendsten schiitischen Hadithbücher zählt. Als besondere Ehrung wurde er in Najaf begraben.

Interessant ist auch der letzte Abschnitt, in dem Baqir Majlissi explizit die Erklärung einiger schiitischer Apologetiker ablehnt, die die überlieferten Zusätze zum noblen Qur’aan als Tafsir von Ali (radia Allahu ‚anhu) abzutun versuchen.

Ein konkretes Beispiel für die Manipulation gibt Baqir Majlissi außerdem in seinem bekannten Bihaar ul Anwar. Darin äußert er sich über den Vers 33:33, der nach schiitischem Verständnis der Beweis für die Unfehlbarkeit der Ahl ul Bait sei. Nur handelt dieser Vers offensichtlich von den Frauen des Propheten (saws), die eher verabscheut werden. Insbesondere werden sie am Anfang dieses Verses direkt angesprochen. Um diese Diskrepanz zu erklären schreibt nun Baqir Majlissi: فلعل آية التطهير أيضا وضعوها في موضع زعموا أنها تناسبه، أو أدخلوها في سياق مخاطبة الزوجات لبعض مصالحهم الدنيوية، وقد ظهر من الاخبار عدم ارتباطها بقصتهن، فالاعتماد في هذا الباب على النظم والترتيب ظاهر البطلان. ولو سلم عدم التغيير في الترتيب فنقول: سيأتي أخبار مستفيضة بأنه سقط من القرآن آيات كثيره (1)، فلعله سقط مما قبل الآية وما بعدها آيات لو ثبتت لم يفت الربط الظاهري بينها،

Übersetzung:
Möglicherweise haben sie (also die Sahabah) auch die Ayat At-Tathir (Reinigungsvers) in einer Stelle eingefügt, von der sie behaupteten, dass sie passend wäre, oder sie fügten sie in den Kontext der Ansprache der Ehefrauen aufgrund einiger weltlicher Interessen. Die Überlieferungen haben verdeutlicht, dass sie nicht zu ihrer Geschichte (der Ehefrauen) gehört, und so ist es offensichtlich falsch, sich auf ihre Reihenfolge (im Qur’aan) zu verlassen. Selbst wenn wir annehmen, dass keine Veränderung der Reihenfolge stattfand, so sagen wir, dass noch viele Überlieferungen aufgelistet werden, die die Entfernung von etlichen Versen vom Qur’aan belegen. Möglicherweise sind also vor diesem Vers und danach zahlreiche Verse entfernt worden. Wenn diese geblieben wären, hätten wir den offensichtlichen Zusammenhang gesehen.
(Bihaar al-Anwar, B. 835 S. 234-235, Siehe Online-Ausgabe)

6. Al-Mufid

Abu Abdallah Muhammad bin Muhamad bin Al-Nu’man, bekannt als Al-Mufid, war einer der größten schiitischen Gelehrten überhaupt. Yusuf Al-Bahrani nennt ihn den „Meister und Führer der Gelehrten“.

Al-Mufid, dessen Rang unter den Schiiten dem eines Begründers ähnelt, antwortet in seinem Buch „Masa’il As-Sarawiyyah“ auf die Frage, ob der noble Qur’aan, den wir haben vollständig ist oder nicht, dass dieser das meiste von dem enthält, was Allah ta’ala offenbarte und der Rest im Quraan des Mahids wäre, den er nach seiner Rückkehr hervorbringen wird:
إن الذي بين الدفتين من القرآن جميعه كلام الله تعالى وتنزيله وليس فيه شيء آخر من كلام البشر وهو جمهور المنزل والباقي مما أنزله الله تعالى قرآناً عند المستحفظ للشريعة، المستودع للأحكام لم يضيع منه شيء وإن كان الذي جمع ما بين الدفتين الآن لم يجعله في جملة ما جمع لأسباب دعته إلى ذلك. منها قصوره عن معرفة بعضه. منها ما شك فيه. ومنها ما تعمد إخراجه، وقد جمع أمير المؤمنين عليه السلام القرآن المنزل من أوله إلى آخر، وألفه بحسب ما وجب من تأليفه فقدم المكي على المدني والمنسوخ على الناسخ ووضع كل شيء منه في موضعه ولذا قال جعفر بن محمد الصادق عليه السلام: أما والله لو قرء القرآن كما أنزل لألفيتمونا فيه مسمين كما سمي من كان قبلنا وقال عليهم السلام: نزل القرآن أربعة أرباع، ربع فينا وربع في أعدائنا، وربع قصص وأمثال، وربع قضايا وأحكام، ولنا أهل البيت فضائل القرآن“ غير أن الخبر قد صح عن أئمتنا عليهم السلام أنهم قد أمروا بقرائة ما بين الدفتين وأن لا نتعداه إلى زيادة فيه ولا إلى نقصان منه إلى أن يقوم القائم عليه السلام فيقرأ الناس على ما أنزل الله تعالى وجمعه أمير المؤمنين عليه السلام وإنما نهونا عن قرائة ما وردت به الأخبار من أحرف تزيد على الثابت في المصحف لأنها لم تأت على التواتر وإنما جاء بها الأخبار والواحد قد يغلطه فيما ينقله ولأنه متى قرأ الإنسان بما يخالف ما بين الدفتين غرر بنفسه من أهل الخلاف وأغرى به الجبارين وعرض نفسه للهلاك فمنعونا من قراءة القرآن بخلاف ما أثبت بين الدفتين.

Übersetung:
„Alles, was zwischen Front- und Rückdeckel des Qur’aans steht, ist das Wort Allahs ta’ala und Seine Offenbarung. Es beinhaltet keine Aussage eines Menschen. Und es ist das meiste von dem, was offenbart wurde, und der Rest von dem, was Allah ta’ala als Quraan offenbarte ist beim Erhalter der Shari’ah und dem Bewahrer der Bestimmungen (also dem Mahdi) gesichert, ohne dass von ihm etwas verloren gegangen wäre. Und dies, obwohl derjenige, der das, was jetzt zwischen Front- und Rückdeckel vorliegt, zusammentrug (d.h. Uthman ra), dies nicht in seiner Fassung einfügte aus den Gründen wie seinem Mangel im Wissen von einigen (Versen) von ihnen, seinem Zweifel in einigen, und einigen, die er absichtlichen entfernte. Dagegen trug der Fürst der Gläubigen (Ali) den offenbarten Quraan von Anfang bis Ende zusammen, und erstellte ihn so, wie er erstellt werden musste, in dem er, die Mekkanischen (Verse) vor den Medinaschen (Versen) stellte, und den abrogierten (Verse) vor den abrogierenden (Verse), und alles an seiner richtigen Stelle. Aus diesem Grund sagte Ja’far bin Muhammad As-Sadiq: „Bei Allah, wenn der Qur’aan so gelesen würde, wie er offenbart wurde, so hättet ihr unsere Namen darin gefunden, so wie die Namen unserer Vorgänger.“

Es wurde aber authentisch von unseren Imaamen überliefert, dass sie (uns) befahlen das, was zwischen Front- und Rückdeckel steht zu lesen, und dass wir ihn nicht für eine Ergänzung oder Weglassung übergehen bis der Mahdi erscheint, der den Menschen den Qur’aan vorlesen wird, so wie ihn Allah ta’ala offenbarte und so wie er vom Fürst der Gläubigen (Ali) zusammengetragen wurde. Und sie verboten uns, überlieferte Zusätze zu dem, was im Mushaf gesichert ist, denn diese erreichten uns nicht in zahlreicher Form (Tawatur), sondern durch einzelne (Überlieferungen), und eine Person kann Fehler in der Weitergabe getan haben. (Außerdem) würde sich eine Person, die etwas Gegensätzliches zu dem liest, was zwischen dem Front- und Rückdeckel steht, anfällig machen für (die Angriffe) der Gegenseite (also der Sunniten) und den Mächtigen (sunnitischen Herrschern) machen und sich somit ins Verderbnis stürzen. Deshalb verboten sie uns, den Quraan anders zu lesen als wie es zwischen dem Front- und Rückdeckel steht.“
(Masa’il As-Sarawiyyah, zitiert von Baqir Majlissi in Bihaar Al-Anwar Band 89, S. 74ff., Siehe Online-Ausgabe)

Ähnlich äußert er sich in seinem Buch Kitab Al-Irshad. Darin schreibt er gar, dass es den Menschen schwierig fallen wird, den wahren Qur’aan, den der Mahdi bringen wird, zu lernen, wenn sie sich bereits den „alten“ gelernt haben:
إِذا قامَ قائمُ الِمحمدٍ عليه السلامُ ضربَ فساطيط لمن يُعلِّمُ الناسَ القرآنَ على ما أَنْزلَاللهُ جَلَّ جلالُه فاَصْعَبُ ما يكونُ على مَنْ حَفظهُ اليومَ ، لأنّه يُخالفُ فيه التأليفَ.
Übersetzung:
„Wenn der Qa´im (Mahdi) aus der Familie Muhammads (s.) erscheinen wird, wird er Zelte aufstellen und die Menschen den Qur´aan lehren, so wie Allah ihn herabgesandt hat, und das wird für die schwierig sein, die ihn so auswendig gelernt haben, wie er heute ist, denn er weicht von der Erstellung her ab.“

(Kitab Al-Irshad, Band 2, S. 386, Siehe Online-Ausgabe)

Zusammenfassen lässt sich also die Meinung von Al-Mufid wie folgt:

  1. Der Qur’aan enthält zwar das Wort Allahs, aber einiges von der Offenbarung des noblen Qur’aans wurde von den Sahabah entfernt, wie zum Beispiel die Namen der Imaame.
  2. Der wahre unveränderte Qur’aan ist dagegen beim Mahdi, der ihn bei seiner Rückkehr hervorbringen wird.
  3. Al-Mufid glaubt, dass der Qur’aan manipuliert wurde, empfiehlt aber, dass man aus Taqiyyah die Ergänzungen, die in ihren Überlieferungen erwähnt wurden, nicht nennt, zumal man sich auch nicht sicher sein könne, ob diese in diesem Wortlaut authentisch sind.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht allzu verwunderlich, eine gegensätzliche Meinung von ihm in einem anderen Buch zu lesen, in dem er behauptet, er selbst würde die Meinung bevorzugen, dass lediglich Erklärungen zum noblen Qur’aan weggelassen wurden. Interessant ist dabei, mit welch offensichtlich schwachen Argumenten er diese Meinung erläutert und dabei gleichzeitig erwähnt, dass es durchaus denkbar wäre, dass tatsächliche Manipulationen auftraten und dies auch von ehrenwerten Gelehrten vertreten wurde. So schreibt er:
أقول إن الأخبار قد جاءت مستفيضة عن أئمة الهدى من آل محمد (صلّى الله عليه وآله وسلّم) باختلاف القرآن و ما أحدثه بعض الظالمين فيه من الحذف و النقصان فأما القول في التأليف فالموجود يقضي فيه بتقديم المتأخر و تأخير المتقدم و من عرف الناسخ و المنسوخ و المكي و المدني لم يرتب بما ذكرناه. و أما النقصان فإن العقول لا تحيله و لا تمنع من وقوعه و قد امتحنت مقالة من ادعاه و كلمت عليه المعتزلة و غيرهم طويلا فلم أظفر منهم بحجة أعتمدها في فساده و قد قال جماعة من أهل الإمامة إنه لم ينقص من كلمة و لا من آية و لا من سورة و لكن حذف ما كان مثبتا في مصحف أمير المؤمنين (عليه السلام) من تأويله و تفسير معانيه على حقيقة تنزيله و ذلك كان ثابتا منزلا و إن لم يكن من جملة كلام الله تعالى الذي هو القرآن المعجز و قد يسمى تأويل القرآن قرآنا قال الله تعالى وَ لا تَعْجَلْ بِالْقُرْآنِ مِنْ قَبْلِ أَنْ يُقْضى إِلَيْكَ وَحْيُهُ وَ قُلْ رَبِّ زِدْنِي عِلْماً فسمى تأويل القرآن قرآنا و هذا ما ليس فيه بين أهل التفسير اختلاف. و عندي أن هذا القول أشبه من مقال من ادعى نقصان كلم من نفس القرآن على الحقيقة دون التأويل و إليه أميل و الله أسأل توفيقه للصواب. و أما الزيادة فيه فمقطوع على فسادها من وجه و يجوز صحتها من وجه فالوجه الذي أقطع على فساده أن يمكن لأحد من الخلق زيادة مقدار سورة فيه على حد يلتبس به عند أحد من الفصحاء و أما الوجه المجوز فهو أن يزاد فيه الكلمة و الكلمتان و الحرف و الحرفان و ما أشبه ذلك مما لا يبلغ حد الإعجاز و يكون ملتبسا عند أكثر الفصحاء بكلم القرآن غير أنه لا بد متى وقع ذلك من أن يدل الله عليه و يوضح لعباده عن الحق فيه و لست أقطع على كون ذلك بل أميل إلى عدمه و سلامة القرآن عنه و معي بذلك حديث عن الصادق جعفر بن محمد (عليه السلام) و هذا المذهب بخلاف ما سمعناه عن بني نوبخت رحمهم الله من الزيادة في القرآن و النقصان فيه و قد ذهب إليه جماعة من متكلمي الإمامية و أهل الفقه منهم و الاعتبار .

Übersetzung:
„Ich sage, dass die Überlieferungen zahlreich und authentisch von den Führern der Rechtleitung aus der Familie des Propheten (saws) aufgetreten sind darüber, dass der Qur’aan verändert wurde und dass einige Übeltäter ihm Entfernungen und Unvollständigkeit zufügten.

Und bezüglich der (falschen) Erstellung, so ist der vorhandene (Qur’aan) ein Zeugnis dafür, (aufgrund) der Voranstellung dessen, was später offenbart wurde und der Hintanstellung dessen, was zuerst offenbart wurde, und wer die abrogierenden und abrogierten (Verse) und die Mekkanischen und Medinaschen (Verse) kennt, (weiß), dass sie nicht so angeordnet wurde, wie erwähnt (also so wie sie Ali ra angeblich anordnete).

Und bezüglich der Auslassung (von Versen), so lehnt dies der Verstand nicht ab oder betrachtet ihn als unmöglich. Ich habe diese Meinung untersucht und ebenfalls, was die Mu’tazillah und andere dazu sagten (die dagegen argumentierten), und ich habe kein Argument von ihnen gesehen, das ich übernehmen könnte, um ihn (also diese Art der Manipulation) auszuschließen.

Und eine Gruppe der Imaamiyyah sagte, dass von keinem Wort und von keinem Vers und von keiner Sure etwas weggelassen wurde, stattdessen wurde vom Mushaf des Fürst der Gläubigen (alaihi as-Salam) (etwas) entfernt an Tafsir der wahren Bedeutungen und der Offenbarungsanlässe und diese (Erklärungen) waren offenbart, auch wenn sie nicht zum Wort Allahs, also dem wundervollen Qur’aan gehören. Denn manchmal nennt man auch die Erklärungen des Qur’aan selbst Qur’aan, (so wie Allah ta’ala) sagt: „“Und überhaste dich nicht mit dem Qur’an, ehe seine Offenbarung dir nicht vollständig zuteil geworden ist, sondern sprich: „“O mein Herr, mehre mein Wissen.““, und so nannte Er die Erklärung des Qur’aans selbst Qur’aan und es gibt darüber keine Unstimmigkeit zwischen den Gelehrten des Tafsirs.

Und für mich ist diese Meinung richtiger als die desjenigen, der behauptet, dass Wörter vom Qur’aan selbst verloren gingen statt nur von seinem Tafsir. Und zu dieser Meinung fühle ich mich hingezogen.

Und bezüglich der Ergänzung (im Qur’aan), so ist dies zweifelsohne ausgeschlossen in bestimmter Hinsicht und möglich in anderer Hinsicht. Die Art und Weise, die ich ausschließe ist die, dass jemand eine Sure hinzufügen könnte, so dass es den Sprachkundigen verborgen bliebe. Auf der anderen Seite ist es dagegen möglich, dass jemand ein oder zwei Wörter oder ein oder zwei Buchstaben hinzufügt oder ähnliches tut, was nicht den wundervollen Charakter des Qur’aans erreicht und für die meisten Sprachkundigen nicht zu erkennen wäre, doch muss Allah diese (Manipulationen) aufzeigen, wo immer sie auftreten. Ich bin mir nicht sicher über diese (Art der Manipulation), sondern neige dazu, dass es nicht auftrat, und ich habe diesbezüglich eine Überlieferung von Ja’far bin Muhammad (alaihi as-Salam). Dieser Mazhab steht (jedoch) im Gegensatz zu dem, was wir von den Nubakhtern – möge Allah sich ihrer erbarmen – (einer Gruppe von angesehen schiitischen Gelehrten aus einer Familie) gehört haben über die Zusätze und Weglassungen im Qur’aan und auch eine Gruppe der schiitischen Philosophen und Fiqh-Gelehrten vertrat diese (gegensätzliche) Meinung.“
(Awa’il Al-Maqalat, S. 81)

Wir halten fest:

  1. Al-Mufid erwähnt, dass die Überlieferungen über die verschiedenen Arten der Manipulation des noblen Qur’aans von den Imaamen zahlreich seien.
  2. Zunächst widmet er sich der Anordnung der Verse des Qur’aans, wo er unsmissverständlich davon spricht, dass die aktuelle Anordnung der wahren widerspricht, weil sie die Verse nicht gemäß ihrer zeitlichen Anordnung auflistet.
  3. Danach äußert er sich über die Weglassung von Versen. Dazu schreibt er, dass dagegen prinzipiell nichts sprechen würde und die Gegenargumente hierzu nicht überzeugend seien. Danach behauptet er, dass die Weglassungen im Qur’aan sich auch auf seinen Tafsir beziehen könnten, da mit Qur’aan auch sein Tafsir gemeint sein könnte. Er geht sogar so weit zu behaupten, dass Einstimmigkeit in dieser Sache unter den Tafsirgelehrten herrsche. Doch dies ist eine offensichtliche Lüge. Nirgendwo in den bekannten Tafasir wird der Qur’aan im zitierten Vers als Erläuterungen zum Qur’aan interpretiert.
  4. Zu guter Letzt widmet er sich den Hinzufügungen im Qur’aan, verteidigt die Möglichkeit, dass kleinere Hinzufügungen auftraten und schreibt dazu, dass angesehene Gelehrten der Schiiten diese Meinung vertraten.

Es drängt sich damit die Frage auf, wieso sich Al-Mufid hier widerspricht. Denn während das erste Zitat klar darauf hindeutet, dass er an Auslassungen im Qur’aan glaubt (ohne sie mit letzter Sicherheit genau angeben zu können), bestreitet er dies hier mit einem offensichtlich falschen Argument. Die einzige logische Erklärung für diesen Widerspruch, den auch der schiitische Gelehrte Nuri At-Tabrassi in seinem Buch „Fasl ul Khitab“ feststellte ist, dass es Al-Mufid für günstig erachtete, seinen Glauben zu verschleiern, in dem er die Möglichkeit der Manipulation aufzeigt und sogar schiitische Gelehrten nennt, die daran glaubten, und auf der anderen Seite nur ein einziges offensichtlich falsches Argument für die gegenteilige Meinung nennt.

Seinen vorhergehenden Rat sich an die Taqiyyah zu halten, um sich vor den Angriffen der Muslime zu schützen, hätte er damit selbst beherzt.

Schließlich überliefert er noch den Konsens der Schiiten darüber, dass die Anordnung der Verse im noblen Qur’aan manipuliert wurden:
و اتفقوا على أن أئمة الضلال خالفوا في كثير من تأليف القرآن و عدلوا فيه عن موجب التنزيل و سنة النبي (صلّى الله عليه وآله وسلّم) و أجمعت المعتزلة و الخوارج و الزيدية و المرجئة و أصحاب الحديث على خلاف الإمامية في جميع ما عددناه .

Übersetzung:
„Und sie (die Zwölfer-Shia) stimmen darin überein, dass die Imaame der Fehlleitung [Anm.: gemeint sind die Sahabah] in vielen Stellen bei der Aufzeichnung des Quraans von der tatsächlichen Offenbarung und der Sunnah des Propheten (saws) abwichen und ihn veränderten. Dagegen stimmen die Mu’tazillah und Khawarij und Zaydiyyah und Murjji’a und die Leute des Hadith im Gegenteil zu all diesen aufgelisteten (Glaubensinhalten) der Imaamiyyah überein.“
(Awa’el Al-Maqalat, S. 46, Siehe Online-Ausgabe)

Zusammenfassung

Wir haben anhand von etlichen Zitaten von einigen der größten schiitischen Gelehrten gesehen, dass der Glaube an der Manipulation des noblen Qur’aans ein fester Bestandteil des Schiitentums ist. Auch wenn der Grad der Manipulation insbesondere bei den späteren Gelehrten umstritten ist, so stimmen sämtliche Gelehrten der Schiiten darin überein, dass zumindest die Reihenfolge der Verse manipuliert wurde. Wir haben auch den Grund für diesen unglaublichen Vorwurf gesehen, nämlich die Tatsache, dass die wichtigste Glaubenssäule des Schiitentums, die Imaamah, im noblen Qur’aan nicht zu finden ist und der Kontext der Verse die schiitischen Interpretationen bloßstellt. Auch haben wir gesehen, dass die schiitischen Gelehrten ihren Anhängern empfahlen, in dieser Angelegenheit von der Taqiyyah Gebrauch zu machen, um Angriffe von Seiten der Allgemeinheit der Muslime zu vermeiden. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn insbesondere neue Konvertiten zum Schiitentum weitgehend ignorant sind über diese Tatsachen. In diesem Sinne hoffen wir, dass dieser Artikel dazu beiträgt, diesen Aspekt des Schiitentums zu beleuchten.

Quelle: Al Maslul

Über antimajoze

Nach dem Verständnis der Salaf
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